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Zaum - Orcales

zaum-cover smLabel: I Hate Records

Spielzeit: 48:37 Min.

Genre: Oriental/Psychedelic Doom

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Als wäre das tolle neue Album von Ocean Chief noch nicht genug, schicken I Hate Records mit den Kanadiern von Zaum gleich noch ein zweites Schätzchen hinterher, das ebenfalls dem Doom Genre zugeordnet werden kann, aber genauso wie bei den Schweden die klassische Art des Doom weit hinter sich lässt und durch vielfältige Einflüsse etwas ganz besonderes erschafft. So lange gibt es das Duo aus Moncton (liegt an der Ostküste Kanadas) noch gar nicht, erst letztes Jahr wurde die Band gegründet, was die Qualität des Debüts noch erstaunlicher macht.

Auf dem Cover der CD sieht man eine einsame Karawane durch den Wüstensand ziehen und kaum ein anderes Bild könnte den Sound der Band besser beschreiben! Nicht nur, dass gerade das langsame Tempo der Platte an die beschwerlichen Schritte der Kamele durch den heißen Sand erinnert, auch dass sich immer wieder orientalische und arabische Elemente durch die vier Songs der CD ziehen (so kommt zum Beispiel eine Sitar zum Einsatz) passt ganz hervorragend zum Artwork. Wenn man jetzt noch den hohen Anteil an psychedelischen Klängen mit den Erscheinungen einer Fata Morgana und den dazugehörigen Halluzinationen in Zusammenhang bringt, passt das Bild perfekt!

Ihr merkt schon, bei Zaum geht es nicht nur sehr langsam, sondern auch ausgesprochen vielseitig zur Sache! Und die Tatsache, dass man gerade mal vier Songs in den fast 50 Minuten Spielzeit findet, deutet nicht nur dezent an, dass sich Zaum ganz viel Zeit nehmen, um ihre Ideen in wohlklingende töne umzuwandeln. Dabei sind sie ungemein facettenreich, klingt der Opener "Zefalot" noch ordentlich nach Solitude Aeternus (nur mit anderem Gesang), so fühlt man an anderen Stellen mitten in einem Basar in Bagdad stehen (wohlgemerkt dem Bagdad von Sindbad dem Seefahrer und keineswegs dem von Saddam Hussein!), oder wie oben bereits beschrieben, bei einer mühsamen Wüstendurchquerung.

Ein herrliches Werk, unglaublich vielseitig und auch beim fünften, sechsten Durchlauf immer noch spannend und überraschend. Auf diese Weise wird der Hörer in ferne Länder, gar ferne Dimensionen geführt, voller Harmonie, dezenter Melancholie und ganz viel klanglicher Schönheit! Alle Daumen hoch für dieses atemberaubende Debüt!

Christian Hemmer

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

1. Zealot (12:57)
2. The Red Sea (13:31)
3. Peasant of Parthia (08:46)
4. Omen (14:07)

 

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