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Virgin Steele - The Marriage Of Heaven And Hell, Part One & Part Two

Virgin Steele The Marriage Of Heaven And Hell Part One  Part TwoLabel: Steamhammer

Spielzeit: 152:30 Min.

Genre: Melodic Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Leute, packt eure Plastikschwerter aus, werft euch in die Leder-Strampelanzüge und haltet eure Holzpferdchen bereit. Die Zeit ist wieder gekommen, eisern in die Schlacht zu ziehen und mit wackerem Mut barbusige Schönheiten aus den Klauen der Whimps, Poser, Verräter und Schlappschwänze zu befreien. Zumindest in der Welt von David DeFeis, der als Sänger, Keyboarder und Hauptsongwriter von Virgin Steele von sich behaupten kann, nur wenig mit seiner Band falsch gemacht zu haben und bis heute - mit ein paar schwächeren Veröffentlichungen dazwischen - immer am Ball geblieben ist, anders als Joey Demaio mit Manowar, welche zwar weitaus erfolgreicher waren, mittlerweile aber selber zu jenen Gestalten verkommen sind, gegen die ich weiter oben im Text gewettert habe. Und anstatt uns Texte in miesem Schulenglisch mit immer den gleichen platten Phrasen zu nerven, servierten uns die Jungs um David DeFeis Anno '94/'95 mit ,,The Marriage of Heaven and Hell I+II " anspruchsvollen Tobak der absoluten Spitzenklasse. Ein Grund also für die Band, diese beiden Sahnestücke aus ihrer mehr als umfangreichen Diskographie wieder zu veröffentlichen. Die beiden zusammenhängenden Alben, welche sich zum großen Teil auf die Geschichte gleichen Namens von William Blake (1757-1827) beziehen (die ,,Hochzeit von Himmel und Hölle" verkörpert die Vereinheitlichung des Kosmos mit der irdischen Welt und ihrer materiellen Werte und Sinnlichkeiten), kamen damals mit einem Abstand von jeweils zwölf Monaten zwischen 1994 und 1995 heraus und werden nun gemeinsam als Digipack neu veröffentlicht, mit remastertem Sound, Fotos und Linernotes im Booklet, sowie einigen Bonustracks. Da mir als Promo nur der Download vorlag, wird sich diese Rezension voll und ganz auf die Musik dieses sehr umfangreichen Doppelalbums konzentrieren:

Teil I kommt mit schön aufgepeppter Tracklist daher, wurde dieser doch mit zwei neuen Liedern, die extra für diese Veröffentlichung aufgenommen wurden, bestückt. Doch nun der Reihe nach, erstmals die ursprünglichen Songs vom Album: ,,I will Come for you" ist ein gelungener Opener, der den ersten Teil vom Marriage-Zyklus perfekt einleitet. Melodisch, aber auch kraftvoll und mit Gänsehautflair. Dazu ein David DeFais, der um sein Leben singt. Metallerherz, was willst du mehr? ,,Weeping for the Spirits" fängt ruhig an, mit Akustik-Gitarren, die eine mystische Atmosphäre aufbauen, dazu singt DeFais sehr emotional, bevor die Nummer Fahrt aufnimmt und den Hörer wie einen reißenden Fluss mitreißt. Vor allem der Refrain macht Spaß und macht ,,Weeping for the Spirits" zum ersten Highlight der Platte. ,,Blood and Gasoline" fällt ähnlich rockig aus wie die beiden ersten Songs, allerdings mit einer Prise 80er Jahre Flair und einem stärkeren AOR-Einschlag, passend dazu Keyboards und eine famose Bassarbeit. Hier fühlt man sich an das Songwriting von Adrian Smith bei Iron Maiden erinnert. ,,Self Crucifixion" ist ein leicht progressiv angehauchtes, langsameres Stück, bei dem das Klavier in den Strophen den Ton angibt, bevor der Refrain sich zu einem erhabenen Stampfer mit viel Atmosphäre aufbaut. ,,Last Supper" ist der längste Song des Albums, welcher verstört anfängt und in einen cooler Stampfer übergeht, wo man beim Hören förmlich die Funken beim Schmieden sprühen sieht. Sehr gut. ,,Warrior's Lament" ist ein orchestrales Instrumental, das auch einen guten Soundtrack für den Monumentalfilm ,,Conan, The Barbar" abgegeben hätte, während ,,Forever I will roam" eine sehr bewegende Ballade darstellt. Dazwischen sorgen das rockig-riffende ,,Trail of Tears" und der progressiv angehauchte ,,Raven Song" für noch mehr Stimmung. Auch die folgenden vier Songs ,,I wake up Screaming", die Halbballade ,,House of Dust", ,,Blood of the Saints" und ,,Life Among the Ruins" schlagen in die gleiche Kerbe und können die Klasse des Albums halten, bevor der orchestrale Titelsong einen erhabenen Abschluss darstellt. Das folgende ,,Angelas Castle" ist ein klassisches Gitarrenstück mit leichter Mittelalter-Atmosphäre, welches auch von Anthony Philipps hätte stammen können, während das Epos ,,The Sword of Damocles" ein weiteres Epic-Metal-Highlight darstellt.

Insgesamt kann man bei ,,The Marriage of Heaven and Hell I" von einem großartigen Epic-True-Metal-Album mit leichtem AOR-Einschlag sprechen, bei dem man nichts hätte besser machen können und bei dem die zusätzlichen Bonustracks die Kirschen auf der Sahnetorte darstellen.

Beim zweiten Teil wird dir mit ,,A Symphony of Steele" ein Nackenbrecher um die Ohren gehauen, dass deine Halswirbel ordentlich durch das Headbangen strapaziert werden. Das darauf folgende ,,Crown for Glory" fängt andächtig an und geht in einen flott voran treibenden Rocker mit komplexen Wechseln zwischen 4/4-Takten und 12/8-Takten über. Fantastisch. Das folgende Instrumental ,,From Chaos to Creation" ist der kürzeste Song auf diesem Album und sorgt für eine, sich aufbauende Spannung zum nächsten Stück ,,Twilight of the Gods", ein rockiges Stück mit galoppierendem Rhythmus im Stile von Iron Maiden oder Iced Earth, welches einen Refrain besitzt, der nur zum Mitgröhlen schreit und ein Gitarrensolo aufbietet, das zeigt, dass Edward Pursino einer der besten seines Fachs ist. Auch das folgende ,,Risen from the Unchained" ist bockstark ausgefallen und baut mit seinen Backgroundchören eine erhabene Atmosphäre auf, auch, wenn es, u.a. wegen den harten, dissonanten Riffs, etwas düsterer als die anderen Stücke ausgefallen ist. Weiter geht's mit ,,Transfiguration", eine Halbballade, die damals DER ultimative Livekracher gewesen sein muss, bei dem zu tausenden Feuerzeuge in die Luft gehalten wurden (heute wären es ja die leuchtenden Handy-LED-Displays). Darauf hin wird man bei ,,Prometheus, The Fallen One", dem zweitlängsten Song des Albums, mit einem Text über die Sage aus der griechischen Mythologie überrascht. Dieser Song fällt aufgrund seines orientalischen Flairs und weil es der erste ,,richtige" Midtempo-Song ist, etwas aus dem Rahmen und macht ihn zu einem wahren Kleinod dieses Albums. Darauf folgt dann der längste Song des Albums, nämlich ,,Emalaith", ein richtiges Monumental-Epos, sehr melodisch, aber zugleich kraftvoll, spannungsgeladen und dramatisch aufbauend, ohne zu einer Sekunde langweilig zu werden. Definitiv der beste Song des Albums - weil er der längste ist. Mit ,,Strawgirl" folgt dann eine Ballade, die im gesamten Albumtext ein bisschen abfällt, zu kitschig, zu unspektakulär, mit Streichern, usw. . Zum Glück tröstet das flotte ,,Devil/Angel" darüber hinweg und beschließt zusammen mit dem experimentellen ,,Unholy Water", dem rockig-flockigen ,,Victory is Mine" und dem instrumentalen ,,The Marriage of Heaven and Hell Revisited" ein großartiges Album, das die Höchstnote mehr als verdient hat. Das Tolle an diesem Album ist der Sound, bei dem das Schlagzeug richtig schön scheppert.

Klar, bei dem ersten Teil war der Sound druckvoller und homogener, aber eine Band lebt auch davon, dass sie ihren Sound um Nuancen verändert. Und damit hat die Band es auch geschafft, sämtliche Vergleiche oder Erwartungen an den ersten Teil zu umschiffen, indem man rauhbeiniger zu Werke gegangen ist, was die Platte nicht nur lebendiger als den ersten Teil gemacht, sondern auch die Band auf ein neues Level hochgehoben hat, da sie es auch geschafft hat, die kompositorische Klasse des genialen Vorgängers zu halten. Auch hier sind die Bonustracks hörenswert. Die Livetracks von Songs des ersten Marriage-Albums fangen super die Stimmung ein, die die Band damals auf Konzerten entfachte (und heute wahrscheinlich auch noch macht) und machen den Re-Release von "The Marriage Of Heaven And Hell I+II" zu einem absoluten Pflichtkauf für die Leute, die das Album noch nicht im CD-Schrank stehen haben und traditionellem Metal mit Power-Metal-Anleihen nicht abgeneigt sind.

Da ich allerdings nicht weiß, ob für die Leute, die beide Alben schon besitzen, vier Bonustracks und die Aufmachung des Digipacks alleine den Kauf rechtfertigen, muss ich hier leider einen Punkt Abzug in der B-Note geben, deshalb ,,nur" eine XL-Bewertung.

Domenic Saheb Djavaher

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

CD1
1. I Will Come For You
2. Weeping Of The Spirits
3. Blood And Gasoline
4. Self Crucifixion
5. Last Supper
6. Warriors Lament
7. Trail Of Tears
8. The Raven Song
9. Forever Will I Roam
10. I Wake Up Screaming
11. House Of Dust
12. Blood Of The Saints
13. Life Among The Ruins
14. The Marriage Of Heaven And Hell
15. Angela's Castle (bonus track)
16. The Sword Of Damocles (bonus track)

CD2
1. A Symphony Of Steele
2. Crown Of Glory (Unscarred)
3. From Chaos To Creation
4. Twilight Of The Gods
5. Rising Unchained
6. Transfiguration
7. Prometheus The Fallen One
8. Emalaith
9. Strawgirl
10. Devil/Angel
11. Unholy Water
12. Victory Is Mine
13. The Marriage Of heaven And Hell (Revisited)
14. Life Among The Ruins - Live (bonus track)
15. I Wake Up Screaming - Live (bonus track)

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