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Volume IV – Long In The Tooth

Volume IV  Long In The ToothLabel: Ripple Music

Spielzeit: 35:28 Min.

Genre: Heavy Metal mit Doom- und Sludge-Anteilen

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Es heißt ja, dass der Musikgeschmack eines Menschen im Laufe seines Lebens mehreren Veränderungen unterworfen ist. Für manche Menschen mag das nicht gelten – so bleibt manch Metalhead unabdingbar und unwiderruflich bei „seiner“ Spielart der Musik – aber für die meisten darf man das getrost so annehmen. Zu sagen, dass sich der Musikgeschmack eines stetig verbessere bzw. weiterentwickle, wäre aber genauso falsch – weil das nicht immer unbedingt der Fall ist (zumindest, wenn man seinen eigenen Geschmack als Maßstab zugrunde legt).

Was hat jetzt diese – zugegebenermaßen – etwas nichtssagende Einleitung mit der aktuellen Besprechung zu tun? Nun, erst mal nichts, aber dennoch einiges. Denn in letzter Zeit ertappe ich mich dabei, dass ich auffallend viele Doom-, Sludge- und Black Sabbath-beeinflusste Musik höre. Insofern fand da für mich schon so eine Art „Bewußtseinserweiterung“ statt.

Auch in diesem Fall handelt es sich um einen Vertreter der Sparte „Heavy Metal mit viel Black Sabbath, viel Doom und etwas Sludge und ohne Bullshit“, und dieser Vertreter hört auf den Namen Volume IV, kommt aus Atlanta, Georgia, USA und möchte dem geneigten Hörer die pure Ur-Essenz des Heavy Metal um die Ohren hauen. Wann sich das Trio gegründet hat, war interessanterweise auf Anhieb so erst mal nicht rauszufinden, tut der Sache aber keinen Abbruch. Erwähnenswert ist jedoch, dass sich bei Volume IV mit Joe Carpenter ein im Underground bekannter Vertreter der Trash-Zunft befindet (ehemaliges Mitglied der nur zu Demo-Ehren gekommen Nihilist aus Atlanta).

Was erwartet uns also? Laut Promo erneut eine Mischung aus Black Sabbath und Heavy Rock, diesmal mit Einflüssen von Pentagram, Orange Gobling und anderen. Klingt einigermaßen altbekannt? Mal hören...

„Looking For A New High“ steigt dementsprechend auch direkt und kompromisslos ein, wenngleich mich das Riff tatsächlich auf Anhieb sehr viel mehr an ein „langsames“ Motörhead-Riff erinnert als an irgendwas anderes, ein wenig Down schimmert aber ebenfalls durch. Als erstes Positivum haben wir eindeutig die Produktion zu verzeichnen. Selten habe ich ein dermaßen erdiges, aber dennoch wohlproduziertes Stück Musik zu hören bekommen. Schön eingängig-straighter Einstieg. „Utero/Long In The Tooth“ glänzt am Anfang mit einem akustischen Intro, das sich stilistisch ein wenig an progressiven Rock-Songs orientiert, bevor der Hammer rausgeholt wird und der Song beinahe nahtlos in eine tiefe Verbeugung vor Down, Mastodon und Konsorten übergeht. Vielmehr bringt der Track das Kunststück fertig, gleichzeitig eingängig und vertrackt zu sein, erstaunt mich mit vielen Riff-Variationen und bietet dem Hörer zudem ein Sahne-Solo an. Nice!

Einen Trip in die tiefen 70er gefällig? Kein Problem, den der Zug, auf den wir aufspringen müssen, heißt „Wager“ und ist – was Riffing und Feel betrifft – so dermaßen 70er Proto-Metal, dass es beinahe schon kracht. Mich erinnert der Song unweigerlich an Spezis wie Black Sabbath, Judas Priest und Saxon, garniert mit einer (in diesem Zusammenhang sehr gut passenden!) ZZ-Top und American Rock-Note. „Blackwater“ klingt zunächst verzerrt, durchbricht dann aber die Wasseroberfläche und empfängt den Hörer dann mit einem Teppich aus Southern Rock, New Orleans-Vibe und Down-Seligkeit (ich meine auch, einen Schuss Pantera blinzelt auch durch). Daraus entspinnt sich eine smoothe, groovende, aber dennoch hart rockende Lay-Back-Nummer, zu der man gepflegt das ein oder andere Bier köpfen und mit dem Kopf mitwippen kann. Handwerklich gut gemacht und durchaus spaßig, aber nicht mein Favourite – wenngleich das Solo fast schon magisch ist!

„Save Your Servant“ dreht die Geschwindigkeitsspule noch weiter herunter und präsentiert sich entsprechend als erstes echtes Doom (Rock)-Stück der Platte – alles vorher hatte, wenn überhaupt, eher Züge von Sludge. Als Konsequenz daraus ergibt sich die erste Quasi-Ballade, die natürlich keine Ballade im eigentlichen Sinne ist, sondern vielmehr ein geiler Mix aus Black Sabbath, Down, weiteren amerikanischen Doom-Größen und viel Southern-Vibe. Ebenfalls großartig: das Solo zum Ende. „KONG“ klingt genauso, wie ich es erwartet hätte: hart, stampfend, straight, in die Fresse. Passt!

„Cabal“ ist mehr als Intermezzo zu deuten und entsprechend aufgebaut: eine mysteriös-verschrobene Grundstimmung, begleitet mit akustischer Gitarre, wabernden Tiefen und einzeln durch den Äther schwebenden Riffs leitet es perfekt über zu „Awake The Dreamer“, das sich entsprechend ebenfalls sehr experimentierfreudig gibt und im Aufbau dennoch immer songdienlich ist. Besonders Spaß machen hier die progressiven Drum-Patterns. Manche Übergänge erinnern mich gar stellenweise an eine Melange aus Mike Oldfield, Mastodon und Psychedlic Rock, und genau dadurch wird der Eindruck unterstrichen, den der Song wohl machen soll. Chapeau!

„Save Your Prayers“ zieht leider etwas spurlos an mir vorüber, zumal mir die Grundstimmung mir einen Tick zu sehr in Richtung verschroben tendiert. Am Ende des Albums steht das genial betitelte „Locust Have No King“, welches zum Schluss noch einmal ordentlichen Heavy Rock aus der Schublade holen darf, der aber nicht mit technischen Schmankerln geizt. Dennoch entsteht bei mir der Eindruck, dass dem Album so allmählich die Puste ausgeht. Nichtsdestotrotz: Gelungen!

Auf der handwerklichen Seite bleibt ein ungetrübter Gesamteindruck, auf der emotionalen Seite ging dem Album über die volle Distanz ein wenig die Puste aus. Woran das liegt? Bestimmt nicht am Abwechslungsreichtum: Innerhalb des gegeben Rahmens produziert das Trio großartige Musik, der fast schon als phänotypisch für das Spektrum südstaatlicher Heavy-Mucke gelten kann. Straight, kompromisslos, mit Hand zur Melancholie und dabei immer ein einzigartiges Südstaaten-Flair im Gepäck. Das Problem ist eher, dass – und hier meckere ich auf hohem Niveau! - die Songs teilweise noch ein wenig mehr Entfaltungsraum hätten gebrauchen können. So fehlen gerade den Tracks gegen Ende hin der ein oder andere Höhepunkt, der mit 20-30 Sekunden mehr Laufzeit pro Track vielleicht noch mit reingepasst hätte...

Dennoch: Es ist Meckern auf hohem Niveau. Sieht man davon ab, bleibt immer noch ein straighter, aber nie stumpfer Mix, quasi ein Best-Of dessen, was die Südstaaten der USA an harter Mucke zu bieten hat. Dafür, und für die Credibility (natürlich-erdige Produktion) ein verdientes

XXL-WertungXL-1

Michael Denkers

Tracklist:

1. Looking For A New High
2. Utero/Long In The Tooth
3. Wager
4. Blackwater
5. Save Your Servant
6. KONG
7. Cabal
8. Awake The Dreamer
9. Save Your Prayers
10. Locust Have No King

 

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