.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsS-T

Secrets Of The Sky: Pathway

secrets of the sky 2015Label: Metal Blade Records

Spielzeit: 45:32 Min.

Genre: Prog/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 15. Mai 2015

 

„Pathway“ ist das zweite Album von Secrets Of The Sky aus den USA – nach dem vor eineinhalb Jahren erschienenen (und mit einem wunderbaren Artwork versehenen) „To Sail Black Waters“. Das einzige Manko dieser Band ist die durch die Namenswahl bestehende Verwechslungsgefahr mit Secrets Of The Moon – aber vielleicht finden sich dadurch zusätzlich ein paar unaufmerksame Käufer.

Sechs richtige Songs finden sich auf diesem Album, welche vorzüglich durch sieben kurze und hörspielartige Zwischenstücke („I“ bis „VII“) ummantelt werden. Ein Schelm, wer da nicht zumindest ansatzweise an „Wildhoney“ von Tiamat denkt – hier zwar weder von der Anzahl der Interludien noch dem musikalischen Sinn her (denn wir reden von Geräuschen und nicht von instrumental arrangierten Zwischenstücken) – doch was die stimmige Umsetzung, die künstlerische Vision betrifft, da öffnet sich die wohlig warme Assoziationskiste.

Direkt großartig wird es gleich zu Beginn mit dem dramatischen ersten Lied „Three Swords“, welches zart und schwerelos mit Klargesang beginnt und dabei auf regelrecht mythisch-versponnenen Pfaden lustwandelt, ehe die Gitarren allmählich nach und nach etwas harscher werden und irgendwann der Growlgesang einsetzt – bevor zur Halbzeit endgültig ein emotionaler Hebel nach dem anderen gedrückt wird. Und selbst dann steigert und verpuppt der Song sich immer noch weiter, mündet in ein alle Stränge zusammenführendes Crescendo und ist nicht weniger als ein Meisterwerk.

Geht es innerhalb des hier gewobenen Rahmens weiter? Nein, denn alle sechs Lieder sind hinreichend unterschiedlich – aber dennoch homogen. Alles auf „Pathway“ ist vielfältig, doch immer stimmig.

Beim fabelhaften „Angel In Vines“ drängen sich Type O' Negative im Refrain förmlich als Referenz auf. Und auch im eher frühe My Dying Bride zitierenden, großartigen „Garden Of Prayers“ schimmern zum Schluss hin wieder Pete Steele und Co. durch. Wir sprechen dabei wohlgemerkt von absoluten Filethappen für solche Hörer, denen die genannten (sowie folgenden) Bands bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag in Fleisch und Blut übergegangen sind. Wieder ganz anders, aber absolut stimmig dem Fluss des Albums folgend, heißt es plötzlich: „Love Is Life“ – innerhalb des wunderbar ruhigen, von den Anathema der Mittel- bis Spätphase inspirierten „Another Light“. Leider liegen mir bislang keine Lyrics vor und ich verstehe nur den Klargesang von „Pathway“ – doch ich bin vorsichtig optimistisch, dass die Texte das Album noch zusätzlich aufwerten könnten.

Unzweifelhaft ist allerdings das Folgende: dies hier ist eine wahre Fundgrube, voll von Zitaten und Querverweisen. Hierüber könnte man problemlos eine komplette musikwissenschaftliche Studienarbeit schreiben. Nichtsdestotrotz klingt „Pathway“ an keiner Stelle wie eine Kopie oder ein seelenloser Abklatsch. „Eternal Wolves“ etwa beginnt in den guten alten Tagen – zum Beispiel bei ganz frühen Paradise Lost – endet aber letztendlich eher postmodern.

Vielleicht haben Secrets Of The Sky noch keine komplett eigene Identität, da jeder Song eine vollkommen andere musikalische Facette aufzeigt und dabei zusätzlich aus vielerlei musikalischen Quellen gespeist wird. Doch dies ist absolut kein Störfaktor bei einem Album, welches emotional fesselt und packt, als ob wir wieder in den Neunzigern wären und eine bislang unbekannte musikalische Größe sich gleichberechtigt neben Paradise Lost, My Dying Bride, Type O' Negative, Anathema und auch Rotting Christ (ab „Triarchy Of The Lost Lovers“) geschoben hätte.

Für mich ein Wahnsinns-Album, welches jedem Genießer des guten, alten 90er-Jahre Death Doom und Dark Metal das Wasser literweise im Mund zusammenlaufen lassen sollte - ein Hörgenuss, welcher jedem Namedropping zum Trotz kein Stück ausgelutscht ist, sondern ein klares Jahreshighlight darstellt. Die Höchstnote spare ich mir lediglich noch für das dritte Album auf.

P.S.: Die Zielgruppe sollte schleunigst auch das fabelhafte, im vergangenen Jahr zu Unrecht komplett übersehene „Quiescence“ von Shores Of Null anchecken.

Daniel Lofgren

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. I
2. Three Swords
3. II
4. Angel in Vines
5. Another Light
6. III
7. IV
8. Garden of Prayers
9. V
10. Fosforos
11. VI
12. Eternal Wolves
13. VII

XXL-Tipp

XXL Tipp Necrophobicxxl

Das hörst Du Dir an:

Craft - White Noise and Black Metal

craft

Cavurn - Rehearsal Tape

Cavurn

Posthuman Abomination - Transcending Embodiment

Posthuman Abominationxxl

Pact - Enigmata

pact

Funeral Mist - Hekatomb

funeral mistxxl

Totalselfhatred - Solitude

Totalselfhatred  Solitude xxl

Collapse of Lights - Each Failing Step

Collapse of Light xxl

Urfaust - The Constellatory Practice

urfaust 2018xxl

Shrine of the Serpent - Entropic Disillusion

Shrine of the Serpent

Ruach Raah - Under the insignia of Baphomet

Ruach Raah xxl

 

Embrace of Throns - Scorn Aesthetics

embrace of throns 2018xxl

Aborted Fetus - The Ancient Spirits Of Decay

Aborted Fetus xxl

Orgullo Nativo - Entre el campo de batalle

Orgullo Nativo

Spectral Wound - Infernal Decadence

Spectral Woundxxl

Wir suchen Verstärkung!

xxl rock shirt neu bild 2

Da gehst Du hin:

psoa 2018 aprilxxl

hate eternal tourxxl

misery index tour 2018xxl

carnal forge tourxxl

sleep of the sunless tourxxl

aborted tour 2018xxl

hypo tour 2018xxl

agrypine tourxxl

watain tour 2018 xxl

ophis tour 2018xxl

endseeker tour 2018xxl

hell over hammaburg 2019xxl

Zum Seitenanfang