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Saturndust - Saturndust

saturndustLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 45:07 Min.

Genre: Funeral Doom Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Mal wieder eine meiner Bandcamp-Entdeckungen, zufälligerweise ist das Album auch erst vor einigen Tagen erschienen. Die drei Brasilianer haben bereits 2012 eine EP und zwei Singles veröffentlicht und nun steht das erste Album in den Startlöchern. Aufgrund der fehlenden Unterstützung durch ein Label erscheint das Album komplett als Eigenproduktion und wird vorerst nur digital über Bandcamp angeboten. Das Artwork und natürlich auch die dargebotene Musik rechtfertigen die 6$ für dieses Release aber vollkommen.

Kommen wir nun also einmal zu der Musik. Saturndust spielen eher in einer Nische des Doom Metals, zumindest fallen mir kaum vergleichbare Bands ein. Angereichert mit Psychedelic- und Ambient-Elementen versucht die Band eine extraterrestrische Stimmung zu erzeugen und das gelingt ihnen in Perfektion. Nicht nur, dass die Musik eine wirklich einzigartige Kombination ist, auch die hervorgerufene Atmosphäre passt sich perfekt dem Grundkonzept der Band an. Insgesamt gibt es relativ wenig Gesang auf diesem Album, sodass hier der Fokus mehr auf der musikalischen Darbietung liegt. Saturndust haben aber gerade dies, durch die Kombination der verschiedenen Elemente und dem souverän gespielten Doom Metal, wirklich raus. Auch die eingespielten Samples im Stile einer Weltraumkommunikation passen sich gut ins Gesamtbild ein und dienen oftmals bei einzelnen Songs als Intro. Lyrisch bewegt sich die Band, wie auch musikalisch im Bereich der Weiten des Alls und widmet sich weit entfernten Welten.
Das Album kann komplett kostenfrei auf Bandcamp gestreamt werden, um euch also ein Bild von der Band zu machen, wäre dies ein guter Anlaufpunkt. Mir persönlich hat der Song „Realm of Nothing" am meisten zugesagt, hier wird die Kombination der einzelnen Stile und auch der Gesang am besten herausgestellt.

Für mich das erste wirklich überragende Album in 2015. Die Band hat ihre Nische gefunden und kann hier auf höchstem Niveau ein perfekt inszeniertes Doom Metal-Album vorlegen. Gerade in Hinblick darauf, dass es sich um eine Eigenproduktion und das Debüt der Band handelt, kann man sicherlich in Zukunft noch großes erwarten. Ich bin mir sicher, dass sie auch zeitnah ein Label finden werden, was die Musik ordentlich als CD/LP veröffentlicht. Solange auf jeden Fall für die paar Euro auf Bandcamp zuschlagen!

Moritz Naczenski

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Gravitation Of A Hollow Body
2. All Transmissions Have Been Lost
3. Realm Of Nothing
4. Enceladus
5. Hyperion
6. Cryptic | Endless

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