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TBC - The Rise

tbc- the riseLabel: STF Records

Spielzeit: 46:16 Min

Genre: Gothic Metal

Info: Homepage

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ich gebe es zu, mit dieser CD hatte ich so meine Schwierigkeiten. Beim ersten Durchlauf fand ich das Ganze noch ziemlich durchwachsen, um es mal freundlich auszudrücken. Laut Plattenfirma erwartete mich ein Mix aus Nightwish und Metallica. Dass die Formation aus unserem Nachbarland Österreich diese sehr hochgesteckten Erwartungen wohl nicht ganz erfüllen kann, war ja eigentlich absehbar, was aber auch nicht weiter schlimm wäre. Vielleicht war es auch ein Fehler, das titelgebende Stück „The rise" gleich an den Beginn zu stellen, denn gerade in diesem Song sind die Keyboards besonders zuckersüß und dominierend und auch an den Wechselgesang von Natascha und Steve ist erst mal etwas gewöhnungsbedürftig. Der Song ist in seiner Gesamtheit einfach zu extrem, man wird total von ihm überfallen. Einfach „Too much"! An einer späteren Stelle der CD würde dies gar nicht mehr so auffallen.

Aber davon darf man sich ja nicht abschrecken lassen und meine Devise ist ja sowieso, niemals eine CD nach nur einem Durchlauf zu bewerten. Denn bei wiederholtem Hörgenuss relativieren sich viele Dinge langsam: Denn die Stimme von Sängerin Natascha ist sehr schön und sie hat da echt ordentlich was auf dem Kasten und muss sich vor Szenegrößen echt nicht verstecken!! Gerade im Song „Your way" (Mein Anspieltipp!!) weiß sie definitiv zu überzeugen. Die beiden deutschsprachigen Songs „Gnade"‚ (leider ein kleiner Reinfall) und „Phoenix" (dagegen ein kleiner Hit und Anspieltipp Nr. 2!!) wissen textlich ebenfalls zu gefallen und umgehen den Fremdschämfaktor, den solche Stücke leider öfter haben mit Bravour!
Was leider der Knackpunkt an der CD ist und auch leider noch beim x-ten Durchlauf schwierig einzuordnen ist, ist der Gesang von Steve. In manchen Songs sind er ganz dufte (natürlich kommt er vom Niveau nicht an seine Mitstreiterin heran, aber das ist auch nicht das Problem), in anderen stört seine Stimme gewaltig. Ansonsten kann man mit dem Gothic Metal mit Mann/Frau Wechselgesang was anfangen, wenn man dem Album etwas Zeit gibt und vielleicht mit Track 2 beginnt! Klar, das Ganze ist natürlich nicht wirklich die Neuerfindung des Genres, aber von den Qualitätsschwankungen in Steves Gesang haben wir hier ein formidables Album mit Tendenz nach oben. Was die Note angeht, so habe ich lange zwischen „L" und „XL" geschwankt, aber da mir die Band sehr sympathisch ist, gebe ich ein (wenn auch sehr wackeliges) „XL".

Christian Hemmer

xl

Tracklist:

1. The Rise
2. Your Way
3. Gnade
4. Crystal Bride
5. Save Me
6. Lost
7. My Sweet Hell
8. Lake Of Sorrow II
9. Rush Of Antilogy
10. Phönix (Extended Bonustrack)


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