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Rebellion - Arminius: Furor teutonicus

rebellion   arminius- furor teutonicusLabel: Massacre Records

Spielzeit: 59:00 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Homepage

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen


Mit dem starken „Sagas Of Iceland" begannen Rebellion 2005 die als Trilogie angelegte Geschichte der Wikinger zu erzählen. Die folgenden Teile „Miklagard" und „Arise: From Ginnungagap to Ragnarok" konnten das Niveau des ersten Kapitels nicht ganz halten. Die Musik wirkte zunehmend uninspiriert. Vielleicht deutete sich da schon an, was 2010 dann folgte: Mitgründer Uwe Lulis verließ die Band. Ihm folgten Gerd Lücking und Simone Wenzel. Die verbliebenen Band-Mitglieder, Sänger Michael Seifert und Bassist Tomi Göttlich, waren sich zunächst unsicher, ob sie Rebellion komplett auflösen sollten. Letztlich entschied man sich, weiterzumachen und füllte die Band wieder auf. Keine zwei Jahre später erscheint nun mit „Arminius: Furor Teutonicus" das erste Album der „neuen" Rebellion.
Wie der Titel schon zeigt, hält man an der Tradition von Konzeptalben fest. Diesmal bewegt man sich jedoch auf weniger ausgetretenen Pfaden und befasst sich mit dem Cheruskerfürsten Arminius, der dem römischen Heer 9 Jahre n. Chr. in der Varusschlacht eine vernichtende Niederlage beibrachte. Wenn der genaue Ort der Schlacht auch weiterhin umstritten ist, erinnert bereits das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald an dieses bedeutende Ereignis Deutscher Geschichte. Es wurde höchste Zeit, dass dem „Befreier Germaniens" nun auch ein Metal-Album gewidmet wurde.
Die Platte beginnt etwas ungewöhnlich mit einem elegischen Nachgesang auf den Titelhelden, der aber mit der getragene Melodie und starkem Refrain gleich deutlich macht, dass Rebellion auch mit neuer Besetzung das Songschreiben nicht verlernt haben. Das anschließende „Ala Germanica" präsentiert Rebellion dann endlich so, wie man sie kennt: fette Gitarren, markante Riffs und ein treibender Rhythmus garniert mit Mitsing-Chorus. Ein typischer Rebellion-Song, von dem im weiteren Verlauf noch einige folgen.
Mit Leichtigkeit liefern die Neuen an den Gitarren, Oliver Geibig und Stephan Karut, ein Wechselspiel aus gewaltigen Riffs und gekonnt gezockten Soli. Dazu sorgt Matthias Karle hinter den Drums mit dafür, dass die Köpfe in Dauerrotation kreisen. Wer bei einem Non-Stop-Headbanger, wie „Varus", ruhig bleiben kann, ist im Heavy Metal ganz bestimmt falsch aufgehoben.
Die charakteristische Stimme von Michael Seifert gibt dem Rebellion-Sound auch weiterhin sein eindeutiges Gesicht. Zwar ist sein Stimmumfang auf die mittleren Tonlagen begrenzt, was im Verlauf der Scheibe zu einer leichten Monotonie führt, dass Seifert aber herausragende stimmliche Qualitäten besitzt, macht nicht zuletzt das abschließende „Requiem" eindrucksvoll deutlich.
Über die gesamte Spielzeit versprüht „Arminius: Furor Teutonicus" den Spaß, den der Abschluss der Wikinger-Trilogie vermissen ließ. Man spürt die Freude, den die Weiterführung Rebellions macht, und den Schwung, den die Neuen mitbringen. Wenn weiterhin Kracher der Marke „Ghost of Freedom" oder zukünftige Klassiker, wie „Breeding Hate", abgeliefert werden, war die Fortführung die absolut richtige Entscheidung.
Das Besetzungskarussell dreht sich im Metal besonders schnell. Manche Band wird dabei einfach abgeworfen. Rebellion konnten den Weggang von drei Mitgliedern aber überwinden und kehren mit neuer Mannschaft gestärkt zurück. „Arminius: Furor Teutonicus" greift ein interessantes Thema auf und verpackt es in mitreißende Songs. Zwar tauchen hier und da ein paar Ermüdungserscheinungen auf, insgesamt kann die Platte aber überzeugen, fast schon begeistern. Wem die letzte Grave Digger zu lasch war, sollte hier unbedingt mal ein Ohr riskieren.

Christian Schrübbers

xl

Tracklist:

01. Rest in Peace
02. Ala Germanica
03. Prince of the Cheruscer
04. Dusk Awaiting Dawn
05. Breeding Hate
06. The Seeress Tower
07. Varus
08. The Tribes United
09. Ghost of Freedom
10. Furor Teutonicus
11. Vae Victis
12. Requiem

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