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Raven: ExtermiNation

RAVEN ExtermiNationLabel: Steamhammer / SPV

Spielzeit: 61:34 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe:  Youtube

VÖ-Datum: 27. April 2015

 

Nur wenige Namen aus den großen Tagen des Aufbruchs im Heavy Metal schaffen es – der aktuellen Durchschnittsware anderer Dinosaurier zum Trotz – nach wie vor frisch und hungrig zu klingen. Raven gehören unbedingt dazu – und ihnen gelingt es mit dem neuen Album sogar fast, die aktuellen Werke der jungen Wilden wie Enforcer oder Night Demon in den Schatten zu stellen.

Allerdings wäre „ExtermiNation“ durchschlagender geraten, wenn man sich auf die zehn absoluten Überhighlights konzentriert und den Rest weggelassen hätte – 62 Minuten sind fast schon etwas zu viel des Guten. Zwar ist der Einwand durchaus etwas marginal – allerdings muss ich gestehen, dass das Album in diesem hypothetischen Fall noch einen Punkt mehr von mir bekommen hätte. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist, dass „ExtermiNation“ nicht in sich geschlossen, sondern manchmal eher wie eine unbedachte Ansammlung einzelner Songs wirkt. Auch hier hätte das Streichen einzelner Titel nicht geschadet. Kleine Kritikpunkte zwar, die aber insgesamt doch einen Unterschied ausmachen – denn „Extermination“ hätte vom Potential her problemlos eines der stärksten Metal-Alben des Jahres 2015 werden können.

Das Album bietet natürlich keinen sonderlichen Tiefgang (und über das scheußliche Cover breite ich an dieser Stelle besser den Mantel des Schweigens aus), aber kompensiert das ganz hervorragend mit allem, was große und herausragende Metal-Bands seit jeher ausgezeichnet hat: unbändige Spiel- und Lebensfreude, ein toller Drive, sehr viel Spaß, überzeugende Energie und knackig dargebotene Hooklines.

Wer auf der Suche nach Anspieltipps ist, der sollte sich „Destroy All Monsters“ oder „Feeding The Monster“ anhören – und anschließend noch das tolle AC/DC-Worshipping „Thunder Down Under“ sowie die beseelte Power-Ballade „River Of No Return“.

Daniel Lofgren

XXL WertungL

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Raven müsste jeder von euch kennen. Wer die Geschichte der frühen Metallica mitverfolgt hat, weiß, dass das britische Chaos-Trio die vier Jungs aus Kalifornien mit Pickeln im Gesicht auf ihre erste größere Tour nach Europa mitgenommen hat, damals noch mit gerade einem Album - ,,Kill ´em All" - im Gepäck. Raven waren da schon eine Nummer größer und konnten mit ,,Rock Until You Drop", ,,Wiped Out" und ,,All For One" drei Spitzenalben vorweisen, die zusammen mit den frühen Werken von Saxon, Iron Maiden, Diamond Head, Demon und Satan zu den Referenzwerken der New Wave of British Heavy Metal zählten (Die Tour hieß entsprechend ,,Kill 'em All for One"). Wieso sie dann doch von den Four Horsemen of the Apocalypse bezüglich kommerziellen Erfolges überholt wurden? Nun, da gibt es sicherlich mehrere Gründe: falsche Entscheidungen bezüglich Management und Plattendeals, negative Resonanzen zu ,,Stay Hard" und ,,The Pack is Back", die Popularisierung von US-Thrash- und Power-Metal Ende der 80er Jahre, die Modernisierung des Metal und die Grunge-Bewegung in den 90er Jahren, die der Gruppe in Anvil-Manier wortwörtlich das Wasser abgegraben hatten - und last, but not least der schlimme Unfall um 2000, der Mark Gallagher fast das Leben gekostet hatte.

Trotz all dieser Querelen blieb der Kern der Band um die Gallagher-Brüder immer bestehen und seit Veröffentlichung des Debütalbums mussten sie auch nur einen einzigen Line-Up-Wechsel verkraften. Seit dem siebten Studioalbum ,,Nothing Exceeds like Excess" ist Joe Hasselvander, der euch durch sein Engagement bei den US-Doomern Pentagram und seinem Gastspiel bei den Landsmännern Cathedral bekannt sein dürfte, dabei - und mit seinem Einstieg 1988 bringt es die jetzige Bandbesetzung immerhin auf stolze 27 (!) Jahre.

Aber kommen wir nun zu der Bewertung des neuen Albums ,,Extermination", dessen Aufnahme und Produktion mit Hilfe der Crowdfunding-Kampagne Kickstarter finanziert werden konnte - also komplett mit Unterstützung der Fans. Bei dieser Kampagne bekamen die Supporter auch gleich noch ein weiteres Album geschenkt: ,,Party Killers", das aus den Coverstücken der Bands, die Raven geprägt haben, besteht, leider Gottes aber mir (noch?) nicht zum Rezensieren vorliegt. Aber auch das neue, ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehende 13. Studioalbum (und das siebte in der ,,aktuellen" Besetzung), das zudem noch eine beträchtliche Spieldauer von 15 Titeln und über 60 Minuten hat, weiß zu überzeugen.

Der Opener ,,Destroy all Monsters" tritt kräftig in den Allerwertesten, während die beiden folgenden Stücke ,,Tomorrow" und ,,It's Not What You've Got" im Midtempo liegen. Wer jetzt glauben sollte, dass Raven den Hörern damit eine Verschnaufpause bieten, irrt gewaltig - im Gegenteil, es ist wie ein Lastwagen, der dich, an den Händen angebunden, durch steinigen Wüstenboden zieht und nur deshalb langsamer fährt, damit du den Schmerz länger zu spüren bekommst und der Spaß nicht so schnell vorbei ist. Das vierte Lied ,,Fight" steht dem Opener ebenfalls in Nichts nach und sagt musikalisch wie textlich den Speichel- und Pisseleckern in der Metalszene den Kampf an (aber auf eine sehr niveauvolle Art und Weise, was im Hinblick der Tatsache, dass Raven eine sehr kompromisslose und chaotische Truppe sind, ihnen zusätzliche Sympathiepunkte einbringt). Der ,,Battle March" baut sich dann richtig imperialistisch auf, wie in einem Schlachtenfilm mit entsprechender Hans-Zimmer-Untermalung, womit der galante Übergang in ,,Tank Treads (The Blood Runs Red)" gemacht wird, wo ich ein Bild im Auge habe, wie unerwünschte, weiße Männer in Nordamerika an den Pfahl gebunden und von den rechtmäßigen Stammesführern umtanzt werden. Hier kommt auch die zweistimmige Gitarrenarbeit, die ja eher für Iron Maiden typisch ist, richtig gut zur Geltung. Bei dem zweiten Lied der Platte, welches mit Monstern zu tun hat, ,,Feeding the Monster", hacken dir die abgehackten Gitarrenriffs im wahrsten Sinne des Wortes die Finger ab und heben den Song von den schnelleren Stücken hervor - wobei es im Falle von Extermination nicht einfach ist, alle Lieder voneinander hervor zu heben. Mit dem groovigen ,,Fire Burns Within" haben die Rabengesichter ein ganz besonders Stück im Gepäck, schimmern hier doch die Hardrock- und Blueseinflüsse durch, die Raven in ihrer Frühphase in den 70er Jahren in ihre Musik eingebracht haben. Auch ,,Scream" tritt in die gleiche Kerbe ein, besticht aber durch Hasselvanders durchgetretenes Doublebass-Spiel, während ,,One More Day" wieder rockiger ausfällt und so für Abwechslung sorgt. Beim folgenden ,,Thunder Down Under" fühle ich mich genau so, wenn ein Blitz in Australien einschlägt! Auf jeden Fall kann ich mich hier überhaupt nicht halten und muss meinen Hals mitwippen, bis er mir abfällt. ,,No Surrender" dürfte die neue Bandhymne werden, die ungefähr auf gleicher Stufe mit dem Song ,,Iron Maiden" ihrer Landsmänner steht.

Und dann! Dann kommt mit ,,Golden Dawn" etwas, was ich von Raven in dieser Form nicht mehr erwartet hätte: ein Akustik-Intermezzo, das aber zu keiner Sekunde weichgespült oder überflüssig rüberkommt, sondern, ganz im Gegenteil, das Sahnehäubchen auf dieser nahezu perfekten Torte ist. Ja, und über ,,Silver Bullet" muss ich nicht mehr viel sagen: Heavy Metal in Reinkultur ist das hier, und das Schlagzeugspiel mindestens so stark wie Priests ,,Painkiller". Und bei dem Gitarrenspiel von Mark Gallagher sehen sogar Adrian Smith und Dave Murray aus wie Rotkäppchens Großmutter. Tja, und die dann folgende, für die Band ebenfalls untypische Ballade ,,River of no Return" mit ihrem göttlichen Refrain schlägt dem Faß dann endgültig den Boden aus. So viel Herzblut und ohne dass dabei Wünsche offen bleiben, wie man es hätte besser machen können, zeigen Raven hier, dass sie es nach zahlreichen Rückschlägen immer noch drauf und nicht nötig haben, der Vergangenheit hinterher zu schwelgen (oder zu trauern, wie man es nimmt). Das ist einfach nur episch und ganz großes Kino... und dieses Gitarrensolo! Egal, wann und wo der jüngere Gallagher-Bruder die Seiten anschlägt, es kommt immer ein Hammerriff heraus. Und die Stimme von John ist nach wie vor kraftvoll und unkaputtbar wie keine andere - eigentlich ein gelungener und grandioser Abschluss!

Aber für die Käufer der Digipack-Erstpressung und der Vinyl-Version gibt es dann nochmal einen schönen Nachschlag mit deftiger Rock'n-Roll-Schlagseite - also 50er Jahre gemixt mit dem neuen Jahrtausend. Hier wird in dem Gitarrensolo auch mal auf die Rhythmusgitarre verzichtet und gezeigt, dass die Band nie einen zweiten Gitarren nötig gehabt hatte.

Auf jeden Fall haben Raven mit ihrem Album etwas geschafft, was Iron Maiden nicht gelingen will: ein Album aufzunehmen, das mit den Klassikeralben der 80er Jahre mehr als ebenbürtig ist, weil einfach hier der Charme, den die Gruppe damals ausgemacht hatte, erhalten geblieben und noch um einiges weiter voran getrieben worden ist - aufgenommen von einer der langlebigsten Bandkonstellationen, die es (nach Macabre) je in der Metalszene gegeben hat.

Domenic Saheb Djavaher

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Destroy All Monsters
2. Tomorrow
3. It's Not What You Got
4. Fight
5. Battle March/Tank Treads (The Blood Runs Red)
6. Feeding The Monster
7. Fire Burns Within
8. Scream
9. One More Day
10. Thunder Down Under
11. No Surrender
12. Golden Dawn
13. Silver Bullet
14. River Of No Return
15. Malice In Geordieland (bonus track)

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