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The Prophecy²³ - Untrue Like A Boss

The Prophecy - Untrue Like A BossLabel: Massacre Records

Spielzeit: 41:41 Min.

Genre: Thrash Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 26. September

 

Es sind gerade mal zwei Jahre ins Land gegangen, als The Prophecy²³ aus Bad Rappenau ihr letztes Werk „Green Machine Laser Beam" auf die Menschheit losgelassen hat. Die Resonanz war größtenteils positiv, stieß aber nicht überall auf Gegenliebe. Doch das Quintett ließ sich nicht beirren und ackerte weiterhin fleißig, auch wenn der Bassposten zwischenzeitlich neu besetzt werden musste. Natürlich gingen den Jungs die Ideen nicht aus und schrieb in Gedanken an das nächste Album eine Reihe neuer Songs.

Ende September wird die neue Scheibe „Untrue Like A Boss" über Massacre erscheinen und es ist sogar ein Release in Japan angekündigt. Es scheint, als ob es für TP²³ gut laufen würde. Gilt das auch für die neue Platte? Verlieren wir also keine Zeit und legen los:

Kaum drückt man auf die Playtaste, bläst der Hauptriff von „The Greatest Wrestling Fan" wörtlich einem das Gehirn weg. Der Song nimmt keine Gefangenen und prescht einfach nach vorne. Die Aufzählung vieler Wrestlinghelden aus der Vergangenheit und der aktuellen Athleten verdient Kultstatus. Geile Sache. Das Bandmaskottchen wurde auch gleich mit einem eignen Song verewigt und als Superheld dargestellt. „Pit Laserbeam" bietet eine schmissige Melodie, coole Growls und zielorientierten Gesang. Man merkt früh, hier wurde viel Wert auf Humor gelegt und das klappt zunächst hervorragend. Ein Kultsong kann definitiv „Party Like It's '84" werden, denn er geht durch die partytaugliche Melodie, die eine Verneigung vor der Metalszene der 80er darstellt, ohne Umwege ins Ohr.

Doch neben dem Humor ist mit „Untrue To The Bone" eine deutliche Abrechnung mit Kritikern auf der Platte gelandet. Druckvolle Riffs, wütender Gesang und eine „Fuck You"-Attitude zeichnen den Song aus und das Ergebnis ist sehr gut ausgefallen. Mit erhobenem Mittelfinger zeigt man auf die Leute, die den Vorgänger „Green Machine..." verrissen haben und verpasst ihnen einen geeigneten Denkzettel. Message angekommen! Die nächste Verneigung geht in Richtung Gaming auf Heimkonsolen (nicht das moderne Zeug, sondern die Klassiker) und die Parole „Video Games Ain't No Shame" wird durch schnelle Riffs mehr als deutlich in Szene gesetzt. Dazu gesellt sich die Melodie von Tetris (wie geil ist das denn??!!) und auch ein wenig Akustikgitarre findet sich zum Schluss noch ein. Darf es noch mehr Thrash Metal sein? Gerne! So zockt man bei „Home Is Where You Shred" freudig darauf los. Noch eine Portion Downbeats dazu und schon hat man einen abwechslungsreichen Track kredenzt. Es sei angemerkt, dass The Prophecy²³ mit Leichtigkeit das hohe Niveau, was die Platte bisher geboten hat, halten kann.

„Action Metal" ist da ein bisschen corelastig ausgefallen, kommt aber schön druckvoll rüber. Hier ist man weniger abwechslungsreich zugange, das braucht man aber auch nicht, denn langweilig ist der Song bei weitem nicht. „Bass Player" ist, wie der Name schon sagt, ein Song alleine für den neuen Bassisten. Will er zunächst einfach mehr Air Time haben, schnappt er sich bald die Gitarre des Lead Gitarristen, um wenig später dann die Drumsticks zu krallen und gleich die Cowbell, die daran angebracht ist für sich zu entdecken. Der Song selbst ist wie eine Jam Session aufgebaut, um die kleine Handlung besser zu integrieren. Sollte man sich definitiv anhören. Danach gibt es eine kleine Überleitung durch „The Ballad Of SOD", der nicht mehr als einen Riff bietet und auch nur 8 Sekunden geht.

Der nächste Track trägt den Titel „Pablo The Peacemaking Pizza" (auf so einen Song muss man erstmal kommen) und handelt...Überraschung!... über genau denselben. Schnell gezockt, ein paar Oh-Shouts eingestreut und fertig ist ein gelungener Song. Danach gibt sich „Fuck The Dub" die Ehre, wobei das hohe Niveau der Platte durch den starken Dubstep sehr getrübt wird. Hätte man ruhig weglassen können. Dafür findet „Tape Trading Like A Boss" den Faden gekonnt wieder und brettert Stakkatoriffs und Blastbeats aus den Ärmel. Der Track an sich ist eine Verneigung an die Tape-Trading Szene, die gerade in den 80ern die Metal Fans mit aktueller Live Mucke der angesagtesten Underground Bands versorgt hat. Das thrashige Tempo und der fordernde Gesang tun ihr übriges.

„The Ballad Of Old School Metal" verbindet das mit spanischer Gitarre gespielte Intro mit simplen Riffs im Midtempo. Als fast reines Instrumental klingt es ganz ok, plätschert aber ein wenig vor sich hin. Doch als Outro geht das völlig in Ordnung. Wer nun denkt, das wäre schon alles gewesen, packt TP²³ noch einen Bonustrack mit auf die Platte. Die Coverversion „Arriba Abajo" tritt noch konsequent auf das Gaspedal und markiert das Ende eine Platte, die von Humor und Spaß dominiert wurde; und das ist positiv gemeint.

Alter Schwede! Da haben The Prophecy²³ aber einen Paukenschlag rausgehauen, der vor Spielfreude und Leidenschaft nur so strotzt.
Was ist so anders als der Vorgänger, der hier weniger gut abschnitt? Der neue Stil, den TP²³ seit 2012 innehaben, wurde weiter verbessert und klingt anno 2014 richtig ausgereift. Die Band ist weiter zusammengewachsen und präsentiert sich mehr denn je als Einheit. Und diese Einheit, gepaart mit einer deutlichen Portion Humor (der übrigens hervorragend zur Mucke passt) merkt man dem Silberling von der ersten bis zur letzten Sekunde an. Naja den Dubstep Song hätte man streichen können, aber sonst erreicht „Untrue Like A Boss" fast die Perfektion.

Dazu gibt es von mir ein starkes XL. Warum nur XL? Weil ich der Überzeugung bin, dass die Jungs aus Bad Rappenau ihr bestes Pulver noch nicht verschossen haben und locker noch eine Schippe drauflegen können. Bis dahin gönnt ihr euch die neue Platte. Sie ist es wert, gehört zu werden!

Ben Denkers

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

1. The Greatest Wrestling Fan
2. Pit Laserbeam
3. Party Like It's '84
4. Untrue To The Bone
5. Video Games Ain't No Shame"
6. Home Is Where You Shred
7. Action Metal
8. Bass Player
9. The Ballad Of SOD
10. Pablo The Peacemaking Pizza
11. Fuck The Dub
12. Tape Trading Like A Boss
13. The Ballad Of Old School Metal
14. Arriba Abajo (Bonus Track)

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