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Prong - Ruining Lives

Prong Cover 2014Label: Steamhammer / SPV

Spielzeit: 41:55 Min.

Genre: Crossover

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 25. April 2014

 

Hui, das geht aber gleich wunderbar heftig los! Schon der Opener „Turnover" macht eins sofort ganz klar: Mit Prong ist auch 2014 zu rechnen – und wie!! Die Kollegen haben eine deftige Portion Wut im Bauch und schaffen es ganz ordentlich mit ihrer Mischung aus modernem „Neo-Thrash" und Hardcore diese auch zu vertonen.

Trotzdem ist „Ruining lives" keine durchgehende „Prügel-Aggro-CD" geworden, das wäre für eine Band wie Prong ja auch weit unter deren Würde. Gerade in Songs wie „Windows shut" oder „Remove, seperate self" (einer der Höhepunkte des Albums!) kommt so ein wenig jene Verspieltheit, dieses Jonglieren mit Melodien, Groove und Härte wieder auf – die Mischung halt, die die Band in den frühen Neunzigern so wunderbar transportiert hat. Wer allerdings eine Rückkehr zu solchen funkigen Groove-Monstern wie Prongs Mega-Über-Hit „Snap your fingers..." erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Die Platte ist wirklich gut geworden, aber von jener verrückt/genialen Herangehensweise ihrer frühen Tage ist die Band mittlerweile doch schon recht weit entfernt. So was nennt man wohl „Weiterentwicklung" und diese kann halt nicht jeder Fan mitmachen, bzw. nachvollziehen.

Mein Vorteil ist vielleicht, dass ich die Band immer schon ganz gut fand, aber niemals ein absoluter „Die-Hard-Fanboy" gewesen bin. Manchmal hilft eine gewisse Distanz, um etwas besser beurteilen zu können. Mir gefallen die Songs auf „Ruining Lives" ziemlich gut, aber auch gerade weil sie gradliniger sind, schneller auf den Punkt kommen und sie auch einfach nur mal kräftig in den Arsch treten wollen. Bestes Beispiel ist hierfür vielleicht der Song „The book of change", der ordentlich die Matte kreisen lässt. Trotzdem, und das ist der besondere Reiz an dieser CD, handelt es sich zu keiner Zeit um eine lupenreine Thrash oder Hardcore Platte. Dafür sind Prong einfach Prong und lassen es sich nicht nehmen, immer wieder ihr Können zu präsentieren und ein gewisses Maß an Verrücktheit durchschimmern zu lassen. Und genau diese Mischung macht es halt aus!

Christian Hemmer

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

1.Turnover
2.The Barriers
3.Windows Shut
4.Remove, Separate Self
5.Ruining Lives
6.Absence Of Light
7.The Book Of Change
8.Self Will Run Riot
9.Come To Realize
10.Chamber Of Thought
11.Limitations And Validations

 

XXL-Tipp

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