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Mayhem - Esoteric Warfare

mayhem album 2014Label: Season of Mist

Spielzeit: 47:21 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 06. Juni 2014

 

Hätte mir jemand so vor einem oder zwei Jahren gesagt, ich würde mich auf ein neues Album von Mayhem freuen, dann hätte ich diesen Zeitgenossen höchstwahrscheinlich für etwas bekloppt erklärt. Und jetzt sitze ich hier und bin gespannt wie ein Flitzbogen. Schuld daran ist die Vorabsingle „Psywar", die mich vor kurzem voll und ganz überzeugt und neugierig auf das kommende Album gemacht hat.

Und nun ist es da und ich bin begeistert! Mayhem haben sich endlich wieder gefangen und liefern ihr bestes Werk seit „De Mysteriis Dom Sathanas" (ist das Teil wirklich schon 20 Jahre alt?) ab. Endlich ist der Sound der Norweger wieder annähernd so, wie wir ihn alle früher geliebt haben: Chaotisch, gewalttätig und tiefschwarz!

Dabei gehen sie keineswegs komplett zurück in ihre glorreiche Vergangenheit, sondern bieten uns modernen Black Metal (damit meine ich zum Beispiel mit krassen Breaks, vielen Tempowechseln und einer richtig guten Produktion), der aber zu jeder Zeit vom Geist des ursprünglichen Black Metal beseelt ist. Etwas was ganz groß geschrieben wird auf „Esoteric Warfare", ist die grandiose bösartige Atmosphäre, die sich durch das gesamte Album zieht.
„Schuld" an dieser unglaublichen Steigerung der Norweger haben wohl vor allem der neue Gitarrist Teloch, der unübersehbar frischen (oder vielmehr moderigen) Wind in die Band gebracht hat. Meines Wissens haben er und Goldkehlchen Attila auch den allergrößten Teil der Kompositionen übernommen, was dem Werk mehr als nur gut getan hat. Wo wir gerade bei Attila sind: Auch der ehemalige Tormentor Sänger gibt auf der Platte alles und liefert die beste Leistung seiner bisherigen Karriere ab! Er schreit, er keift, er spuckt Gift und Galle – einfach nur großartig. Das Ganze wird dann noch von einer Maschine hinter dem Drumkit (sie hört auf den Namen „Hellhammer") unbarmherzig vorangetrieben.

Auf „Esoteric Warfare" verbindet die Legende ihre Wurzeln genial mit der Moderne und lässt ein infernalisches Chaos über den Hörer hinwegbrechen. Dabei sind sie endlich wieder richtig „Black Metal": Aggressiv, bösartig und völlig unkalkulierbar. Ich bin begeistert, dass sich die Band nach so langer Zeit endlich wieder auf ihre Stärken besonnen hat und solch unerwartete Qualität abgeliefert hat. Mit Mayhem ist anno 2014 wieder zu rechnen – Ihr ganzen Pseudo Black Metaller, zieht Euch warm an!

Christian Hemmer

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

1. Watcher
2. Psywar
3. Trinity
4. Pandaemon
5. Mylab
6. Six Seconds
7. Throne Of Time
8. Corpse Of Care
9. Posthuman
10. Aion Suntalia

 

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