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In Flames – Siren Charms

inflames SIREN CHARMSLabel: Sony

Spielzeit: 46:05 Min.

Genre: Alternative Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Es gibt kaum eine Band, die so mit ihrer Diskografie polarisiert wie die In Flames. Waren sie einst Pioniere in Sachen Melodic Death Metal, haben sie ihren Stil verfeinert oder gänzlich verändert. Es ist egal, wen man fragt, in den Foren, auf dem Stammtisch oder auf Konzerten, jeder Fan kann sein Lieblings- und sein Hassalbum aufzählen. Doch anstatt immer die gleichen Platten zu produzieren, erfinden sich die Schweden immer wieder neu und schaffen es ebenfalls, ihre Platten einzigartig zu halten. Vergleiche der Platten zueinander sind demnach nicht möglich, denn sie klingen nie gleich wie die jeweiligen Vorgänger.

Als vor drei Jahren „Sounds Of A Playground Fading" rauskam, wurde wild diskutiert, obwohl das Album in sich eigenständig ist. Und als am 05.09. das neue Album „Siren Charms" in Europa erschien, kam der Vorwurf der Kommerzialisierung und die Band wäre ja zu verweichlicht. Den In Flames kann es egal sein und stehen hinter ihrem neuen Output. Doch es gibt auch genug Fans, die das Album wegen ihrer Experimentierfreudigkeit feiern. Wie klappt es nun hier im XXL-Rock Soundcheck? Hier erfahrt ihr es:

Der Opener „In Plain View" legt zunächst mit elektronischen Sounds vor, bis sich endlich die Gitarren einfinden. Sänger Anders singt sich auch erst mal sanft ein, bis er sich im Refrain ordentlich reinkniet. Den Death Metal Hintergrund kann man trotz des modernen Soundgewandes nicht verleugnen. Ansonsten ist der Song, der im Midtempo gehalten ist, ganz akzeptabel. Kann man als Opener schon mal gelten lassen. Einen Zahn legt „Everything Is Gone" zu, wobei die Instrumente derb runtergestimmt sind. Dadurch wirkt der Track aber sehr druckvoll und geht mächtig wie eine Wand durch den Äther. Der nächste Song packt die für IF typischen Phrasierungen aus, die aus unisono gespielten Triolen besteht. Ansonsten ist „Paralyzed" durch die gelungene Melodiearbeit und den verzweifelten Gesang ein Ohrenschmaus.

Für „Through Oblivion" existiert bereits ein Musikvideo und transportiert den düsteren Charakter des Songs sehr gut. Zunächst wirkt der Song eher halbgar, wenn man ihn allerdings öfter anhört, entwickelt er eine gefühlvolle Eigendynamik. Für viele bereits ein Hass Song, mir gefällt er sehr gut. Eine Bandbreite des Könnens der Musiker offenbart „With Eyes Wide Open", der eine Melodie mitbringt, die sofort ins Ohr geht. Die Ballade enthält auch das erste Gitarrensolo des Albums, wobei Gitarrist Björn Gelotte sich diese Soli erst erarbeiten muss. Dafür sind sie immer eine Ohrenweide. Das dürfte ohne Zweifel eines der gelungensten Songs des Albums sein, einfach weil Balladen die neue Spezialität der Band sind. Der Titeltrack ist da deutlich ein anderes Kaliber, wenn auch nicht weniger vielschichtig. Der Refrain endet vielleicht ein wenig zu abrupt, die Überleitung findet sich aber schnell. Überraschungen gibt es aber kaum.

„When The World Explodes" kommt rifftechnisch mit einer ordentlichen Breitseite. Der Sound der Drums ist allerdings gewöhnungsbedürftig, der Refrain ist durch den Doppelgesang mit Gastsängerin auch nicht jedermanns Fall. Das Zwischenspiel, das eingebaut wurde, macht den Eindruck auch nicht besser. Eher ein Track, den man nicht unbedingt anhören muss. Allerdings ist der darauf folgende Song viel besser. Die Entscheidung, „Rusted Nail" als erste Single rauszuhauen (mit Video versteht sich) ist goldrichtig, denn der Song ist mit Abstand der beste auf dem Album. Die Riffs sind kraftvoll und verspielt, der Refrain geht einem nicht mehr aus dem Gehör, Anders singt mit einer Inbrunst, wie man es sich wünscht. Nächstes Solo, und auch noch eines mit Schmackes dahinter. Definitiv ein Anspieltipp!

„Dead Eyes" ist da zwar nicht ganz so geil, aber die zweite Ballade steht der Genialität der Band in nichts nach. Mit weniger Tempo und Dampf in den Saiten werden die düsteren Gedanken, die der Text mit sich bringt, gut transportiert. Zukunftsängste und aufkeimende Hoffnung sind das zentrale Element und diese werden durch die Melodie gut getragen. „Monsters In The Ballroom" prescht dagegen gut nach vorne. Wobei im Refrain an Power merklich eingebüßt wird und bevor der Track vor sich hinplätschert, nimmt man anschließend wieder an Fahrt auf. Hätte man einen Tick besser arrangieren können, geht aber sonst in Ordnung. Der Rausschmeißer „Filtered Truth" klingt zunächst nach einer schmissigen Modern Metal Nummer, die sehr basslastig ausgefallen ist. Nach einer Weile, in der man nicht weiß, wie man den Song einordnen soll, klingt er doch sehr angenehm. Das Gitarrensolo ist durchdacht, das Tempo gut gewählt und auch sonst kann sich der Song sehen lassen. Zeit, ein Resümee zu ziehen.

Zunächst sei gesagt, dass es nicht einfach war, dieses Album zu besprechen. Die ersten beiden Durchläufe brachten Verunsicherung, danach konnte sich der Silberling in meinem Gehörgang entfalten. „Siren Charms" macht keinerlei Anstalten, den Vorgänger zu übertrumpfen. So bleibt „Sounds..." eben „Sounds..." und diese Platte ist ein eigenes Meisterwerk mit Schwächen. Mir persönlich gefällt „Siren Charms" besser als „Sounds...", aber da werden die Meinungen der Fans sicherlich stark auseinandergehen. Eigentlich ein kluger Schachzug der Band, die damit das erreicht, wovon andere Bands träumen. Nämlich die unsinnigen Vergleiche der Platten untereinander und eine Band müsste exakt so klingen wie die eigene Lieblingsplatte (zugegeben, Whoracle, Colony und Clayman sind einfach geile Platten, doch so werden In Flames nie wieder klingen).

Bevor man also urteilt, ob es eine Scheißplatte oder ein Meisterwerk ist sei angeraten, sich die Platte ordentlich anzuhören und sich auch Zeit zu lassen. Nach dem zweiten Durchlauf wollte ich der Scheibe ein L geben, finde aber mittlerweile, dass sie ein XL verdient hat. Warum? Weil sie mit jedem Durchlauf gewachsen ist und sicherlich weiter wachsen wird. Wie ihr sie findet? Entscheidet selbst.

XXL-WertungXL-1

Ben Denkers

Tracklist:

1. In Plain View
2. Everything Is Gone
3. Paralyzed
4. Through Oblivion
5. With Eyes Wide Open
6. Siren Charms
7. When The World Explodes
8. Rusted Nail
9. Dead Eyes
10. Monsters In The Ballroom
11. Filtered Truth

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