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Failure – The Heart Is A Monster

failure heart monster 7952Label: Xtra Mile Recordings/Indigo

Spielzeit: 56:20 Min.

Genre: Grunge / Alternative

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Fast 20 Jahre sind seit dem letzten Failure-Album „Fantastic Planet“ (1996) vergangen. Bereits damals wurde die Band immer wieder zu Recht mit Nirvana verglichen, und mit „The Heart Is A Monster“ sind die Herren rechtzeitig zurück, um sich prominent im Kreise des derzeit im Underground hochkochenden (Real) Grunge-Revivals (ich sage nur: Metz (!), Bully, Strange Wilds...) zu positionieren.

Nach wie vor verstehen sich Failure auf die hohe Kunst, welche Dave Grohl mit seinen Foo Fighters nie erreicht hat und in diesem Leben auch nicht mehr erreichen wird (Songs wie „For All The Cows“ hin oder her): nämlich wie die legitimen Erben, die rechtmäßige Weiterführung dessen ehemaliger Band Nirvana zu klingen. Dies beginnt hier gleich im ersten regulären Song „Hot Traveller“, in welchem man nicht nur Kurt Cobain zu vernehmen glaubt, sondern welcher auch direkt auf die famose Nirvana-Compilation „Incesticide“ (1992) gepasst hätte.

Insgesamt verfolgt „The Heart Is A Monster“ diesen tendenziell schrägeren, rohen Weg allerdings nur punktuell weiter (insbesondere noch in „Atom City Queen“) und bietet stattdessen weitestgehend geschliffene sowie deutlich in ihrer Geschwindigkeit abgebremste Lieder, welche teilweise gar Rückgriff auf die viel zu früh von uns gegangenen The God Machine nehmen (dies gilt vor allem für das großartige „I Can See Houses“ und trifft teilweise auch auf „Snow Angel“ zu). Und die bezaubernde Ballade „Mulholland Dr.“ fällt gar komplett aus dem Rahmen, da sie wie eine Mischung aus einer Pink Floyd-Ballade und den späten Beatles klingt.

Unnötig jedoch ist das Aufbrechen der albumsinternen Dynamik durch die Positionierung instrumentaler Zwischenstücke („Segue 4“ bis „Segue 9“), welche überhaupt nicht auf ein Album dieser Stilistik passen. Wer kann sich beispielsweise ein Lemonheads-Album vorstellen, welches durch halbminütige, klassische Interludien „aufgepeppt“ wird? Niemand? Nun, ich auch nicht – weil es nicht passt, sondern einen absoluten Fremdkörper darstellt. Diesen Makel kann man der Platte ankreiden – muss es aber nicht. Zwar gilt es, Alben in ihrer Gesamtheit wahrzunehmen. Bei solch nutzlosen Zwischenstücken kann man allerdings ohne Not den CD-Player im Vorfeld entsprechend programmieren, ohne auch nur ansatzweise ein schlechtes Gewissen haben zu müssen – Vinyl-Käufer haben es diesbezüglich selbstredend schwerer.

Negativer ins Gewicht fällt hier, dass das Album sein phasenweise überragendes Niveau nicht durchgängig hält. Dies liegt weniger an den dargebotenen Songs, sondern an dem fehlenden roten Faden: Mainstream-Nirvana treffen auf schräge Underground-Nirvana treffen auf The God Machine treffen auf Pink Floyd/Beatles treffen auf die deplatzierten „Segues“ – das Resultat ist ein zerstückelt und unbedacht aneinandergereiht wirkendes Album, was angesichts der qualitativen Darbietung außerordentlich schade ist. Es hat den Anschein, als seien die hier enthaltenen Lieder während komplett verschiedener Zeitpunkte der vergangenen (fast) zwanzig Jahre entstanden – der verbindende Rahmen ist zwar noch erkennbar, allerdings durchlässig sowie nicht (mehr) verbindlich genug.

Von daher schwach sechs für ein Album, welches noch „sehr gut“ ist, aufgrund des Genannten jedoch äußerst knapp an der Grenze zu nur noch „gut“ dahin balanciert. Für alle alten Grunge-Jünger dennoch ein absoluter Pflichtkauf und unbedingt empfehlenswert.

Daniel Lofgren

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Segue 4
02. Hot Traveler
03. A.M. Amnesia
04. Snow Angel
05. Atom City Queen
06. Segue 5
07. Counterfeit Sky
08. Petting the Carpet
09. Mulholland Drive
10. Fair Light Era
11. Segue 6
12. Come Crashing
13. Segue 7
14. The Focus
15. Otherwhere
16. Segue 8
17. I Can See Houses
18. Segue 9

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