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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsE-FEntrapment - Lamentations Of The Flesh

Entrapment - Lamentations Of The Flesh

Entrapment-Cover-NEWLabel: Soulseller Records

Spielzeit: 44:15 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 23. Mai 2014

 

Denke ich an das recht kleine Land westlich der Bundesrepublik, denke ich nicht nur an Frau Antje, rechtspopulistische Politiker, winzige Wohnhäuser, die Flodders, ein Kauderwelsch als Sprache oder das selige Dynamo Open Air Festival, sondern auch daran, dass diverse meiner Lieblingsscheiben des extremeren Metals nicht ausschließlich von Bands aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Brasilien, Deutschland, Skandinavien oder aber den Vereinigten Königreichen veröffentlicht wurden. Bluurgh!, Asphyx, Pestilence, Gorefest, Sinister oder aber God Dethroned und noch viele, viele mehr haben meines Erachtens nach jeweils mindestens einen Meilenstein des Death Metals abgeliefert und kommen, ha ha, alle aus Tulpen-Country.

Aus der niederländischen Stadt Groningen kommt Michel Jonker, der zuvor die Drums bei Absorbed (1997 bis 2003) und Massive Aussault (2006 bis 2009) sowie den E-Bass bei Suffering Quota bediente. 2009 rief er Entrapment ins Leben und brachte drei Demos und die Full-Length 'The Obscurity Within...' heraus - und zwar im Alleingang. Zwar gibt es ein komplettes Entrapment-Tour-Line-Up, das sich den Arsch abspielt, aber neben Jonkers gibt es kein weiteres offizielles Bandmitglied.
Mit 'Lamentations Of The Flesh' erscheint nun das zweite Langeisen des Ein-Mann-Kommandos und knallt uns elf erstklassige Oldschool-Todesblei-Granaten vor den bangenden Latz, die innerhalb der gesetzten Death-Metal-Grenzen ausgesprochen abwechslungsreich daher kommen und am ehesten noch mit Asphyx einerseits (die schleppenden, düsteren Stücke) und Unleashed andererseits (die Mid- und Uptempo-Tracks) verglichen werden können, zumal Michel wie eine Mischung aus Johnny Hedlund und (dem leider verstorbenen) Theo Loomans klingt. Aber auch Nihilist, Carnage sowie ältere Napalm Death scheinen immer wieder durch.
Die Produktion ist erdig, aber gut und passt hervorragend zu dem Gebotenen, dessen Erscheinungsjahr durchaus auch 1992 hätte sein können. Ob die Scheibe das Zeug zum echten Klassiker hat, wird die Zeit zeigen. Ich zücke trotzdem die Höchstnote.

Kai Ellermann

XXL-WertungXXL

Tracklist:

1. Perpetual Impudence
2. Abhorrence of the Unborn
3. Proclamation
4. Lamentations of the Flesh
5. Unearthly Cries
6. Seditious Dreamers
7. The Faithless
8. Hostile Life
9. Engulfed by Flames
10. Engraved
11. On Carrion Wings

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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