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Down To This: Relentless

downtothis cover smLabel: Swell Creek Records

Spielzeit: 14:59 Min.

Genre: Hardcore

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Die neue EP von Down To This bietet uns auf sieben neuen Lieder eine 15-minütige Lektion, wie US-amerikanischer Hardcore-Crossover mit leichter Discharge-/Dead-Kennedys zu klingen hat.

Hier stimmt eigentlich auch alles: ein schneller Opener, der durch langsamere Passagen mit abgehackten Riffs unterbrochen wird, der Titelsong, der seine Ooooh-Chöre zum bierseligen Mitgröhlen einlädt und bei dem man in der Live-Situation lieber gut gepanzerte Stiefel tragen sollte, wenn man beim Pogen mitmachen möchte (Sandalenträger und Barfüßige, gute Nacht). ,,Inevitable" führt die Marschroute weiter fort, bietet aber zusätzliche Doublebass-Attacken (Mann, was für ein Sound!) und Breakdowns, wie sie eher für den Metalcore typisch sind. Ansonsten steht das Geshoute vom Frontmann John klar im Vordergrund, der immer schön Unterstützung von seiner Gang kriegt, die ihn bei den letzten Worten jeder Textzeile lautstark unterstützen. ,,Cold Blood" verzichtet fast gänzlich auf schnelle Passagen und fällt für das Genre ungewohnt episch aus, während ,,Come Out and Say It" eher das Rockstück auf dem Album ist - sehr groovig und eher im Midtempo angesiedelt, nimmt das Stück im weiteren Verlauf fahrt auf und besticht mit einem schönen Text mit Fuck-Off!-Attitüde und einer phantastischen Schlagzeugarbeit. ,,Ready to Die" geht vom Anfang her mehr in Richtung Heavy-Power-Metal, kehrt aber schnell zu den Trademarks der Band zurück, bevor dann das abschließende ,,B.L.A.C." ein schön mitsingbarer Rocker á la Orgasmatron (in der Version von Sepultura) geworden ist.

An sich haben Down to This mit diesem Album nicht viel falsch gemacht, allerdings frage ich mich, ob diese Platte nicht hätte 10 oder 15 Minuten länger sein können? Sie ist einfach zu kurz und macht für mich weder als Appetizer auf ein kommendes, längeres Album noch als ein in sich geschlossenes Werk, auf dem die Gruppe ihre Experimentierfreudigkeit auslebt, Sinn. Auch wirkt die Musik ein bisschen wie zwischen die Stühlen gesetzt, als möchte man durch das Einbringen von verschiedenen, schon da gewesenen Stilelementen zeigen, wie innovativ man ist. Nee, nee, für eine Bewertung mit einem X vorne dran, reicht es diesmal nicht, Jungs. Musikalisch und spieltechnisch lasst ihr nichts anbrennen, aber aufgrund der fehlenden Originalität und der kurzen Spieldauer komme ich über eine L-Bewertung nicht hinaus.

Domenic Saheb Djavaher

XXL WertungL

Tracklist:

1. Lionshare
2. Relentless
3. Inevitable
4. Cold Blood
5. Come Out And Say It
6. Ready Tio Die
7. B.L.A.C.

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