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David Shankle Group: Still A Warrior

dsg cover smLabel: Pure Steel Records

Spielzeit: 48:11 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Homepage

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 24. April 2015

 

David Shankle dürfte jedem Insider, der sich ein bisschen mit True-/Power-Metal beschäftigt, ein Name sein. Als einer der besten Gitarristen auf der Welt (laut Promozettel) hat er sich mit verschiedenen Beiträgen bei anderen Künstlern und seiner eigenen Gruppe DSG (David Shankle Group) einen Namen gemacht. Doch den größten Bekanntheitsgrad dürfte er sich durch seine Beteiligung bei den ehemaligen Kings of Metal, Manowar, gemacht haben. Von 1988 bis 1994 dabei, war er nur an einem einzigen Album beteiligt, das letzte große Machwerk (und mein persönliches Lieblieblingsalbum) einer einst innovativen und kultigen Band: ,,The Triumph of Steel". Dieses Album war ambitionierter, technisch anspruchsvoller und progressiver als alle vorherigen Platten der Gruppe um Joey DeKetchup. Und auch nie wieder sollten Manowar in der Zukunft so anspruchsvoll und perfektionistisch, aber auch experimentierfreudig klingen wie auf genannter Platte, was ganz klar auf die Kappe von David Shankle (naja, und eigtl. auch seinem Kumpel Rhino) ging und auf die Tatsache, dass er an der Hälfte der Songs kompositorisch beteiligt gewesen war. Man kann sich heute kaum noch ausmalen, wie die musikalische Gruppe von Manowar verlaufen wäre, wenn er heute noch in der Band spielen würde. Ich bin mir aber sicher, dass eine interessante Entwicklung statt gefunden hätte, die es mit zu verfolgen Wert gewesen wäre - eine Entwicklung, die vor neuen Einflüssen keinen Halt gemacht und den Sound der Gruppe frisch und voller Überraschungen bereit gehalten hätte. Aber für die Gruppe auch eine kommerziell deutlich weniger erfolgreiche Zeit angetreten wäre. Denn ohne die Beteiligung von Karl Logan und Scott Columbus mit ihrem technisch weniger versiertem, aber simplen und straighten Spiel an Gitarre und Schlagzeug wären die Songs nicht eingängiger und leichter zugänglich für ein jüngeres Publikum geworden. Aber im Gegenzug wären die Bandmitglieder auch nicht zu den Posern verkommen, über die sie selber immer hergezogen hatten (mittlerweile sind bei ihnen ja Plastikproduktionen, durchschnittliches Songwriting, austauschbare Texte und ein routiniert und lustlos klingender Gesang von Eric Adams angesagt).

Und so bietet das hier vorliegende dritte Album von David Shankles eigener Gruppe, der DAVID SHANKLE GROUP mit einer erneuten, kompletten Umbesetzung seiner Begleitmusiker (wie diese auch bei dem Vorgängeralbum statt gefunden hat und so dem Namensgeber der Gruppe alle Ehre macht) eine Lehrstunde, wie technisch anspruchsvoller Neoklassischer Shredding-Power-Metal mit einer sauberen, ordentlichen Produktion und einer Handvoll guter Songs zu klingen hat. Auf den Vorgängeralben lag das Gespür des Gitarristen für gute Songs immer so im Mittelfeld, mal ganz gut, und dann an anderen Stellen wieder etwas mittelprächtig - und ob die beiden Sänger der Vorgängeralben mit ihrem hohem Gesang wirklich das Gelbe vom Ei waren, konnte zumindest angezweifelt werden. Nach acht Jahren liegt hier also das dritte Album vor und ich bin gespannt, ob sich die Wartezeit bezüglich Spieldauer, einer guten Einarbeitung der neuen Musiker und VOR ALLEM: einer besseren Trefferquote bezüglich der komponierten Songs gelohnt hat und der Gitarrist immer noch ,,Still a Warrior" ist.
Download angeschmissen und wir bekommen mit dem Titelsong einen bärenstarken Opener bekommen, der ordentlich nach vorne treibt. In den Strophen ergänzt sich Harren Walvarsons Gesang, der mich an eine Mischung aus Joey Belladonna (Anthrax) und Tony Martin (ex-Black Sabbath) erinnert, gut mit den Gitarrenharmonien miteinander und so bekommen wir einen vielversprechenden Anfang geboten. Die Gitarrensolos und 7-String-Riffs von Shankle sind definitiv nicht von dieser Welt, wie man es bereits in diesem Lied zu hören bekommt. In ,,Ressecution" geht es deutlich metallischer und böser zur Sache. Ich würde mich nicht wundern, wenn Chris Barnes demnächst diesen Song mit Six Feet Under auf ,,Graveyard Classics IV" covern wird. Auf jeden Fall geht die Nummer bezüglich Sound und Atmosphäre auch in Richtung Schwedischer Death-Metal. ,, Glimpse Of Tomorrow" ist ein Metal-Stampfer, wie er im Buche steht und kann mit seinen zweistimmigen Gitarrenharmonien á la Thin Lizzy oder Iron Maiden punkten. Der Song ,, Demonic Solo_From_the_movie_Jezebeth_" fängt sehr stimmig mit Filmmusikelementen an, bevor Shankle ein Solo bis zum Ende des Tracks einsetzt, welches aber den Gesamtfluss der Platte kein bisschen schmälert. Weiter geht's mit ,,Fuel for The Fire", und hier fühlt man sich an ein Szenario erinnert, in dem man in einem Rennwagen sitzt und mit 1.000 Sachen über die Mini-Kartbahn düst und nichts als verbrannte Erde und mit Ruß verdunkelte Gesichter der Konkurrenten (und vor Begeisterung aufgehellte Gesichter ihrer Freundinnen) hinterlässt. Dass Gitarrenspielen und Rennfahren eine gute Kombination ist, wissen wir ja alle nicht erst seit Victor Smolski (ex-Rage, Mind Odyssey). Dieser energiegeladene Track dürfte live ordentlich abräumen und die vom Pogen erschöpfte Fans bierselig durch die Straße grölend nach Hause gehen lassen. Das nächste Lied ,,Eye to Eye" tritt wieder in Melodic-/AOR-Gefilde hinein, ist aber dermaßen heavy in Szene gesetzt, dass ich den Eindruck habe, als ob Shankle und Michael Streicher bei den Aufnahmen vor jedem einzelnen Song ein hochexplosives Energiekonzentrat zum Gitarre & Bass auftanken eingesetzt haben. Das ohne Gesang aufgenommene ,,The Hitman" klingt sehr groovig, hier gefällt mir vor allem der Bass sehr gut. Ich glaube, bei den früheren Pantera-Songs aus den 80er Jahren, die schon die Marschrichtung für die 90er Jahre vorgegeben haben (z.B. bei ,,Projects in the Jungle") wäre dieser Song sehr gut aufgehoben gewesen - wobei hier natürlich die fette und moderne Produktion diesen Stil mit ...ähm Stil in die 10er Jahre dieses Jahrtausends versetzt. Ansonsten setzt sich Shankle bei diesem Song in Szene wie bei keinem anderen auf dem Album und soliert, was das Zeug hält - ohne, dass mir dabei langweilig wird. Bei ,,Suffer In Silence Agenda 21" bekommen wir einen weiteren schnellen Rock-Song serviert, während wir zum Abendessen ,,Into the Darkness" einen etwas düsteren, schräg anmutenden und sehr interessanten Track aufgetischt bekommen. Den Nachtisch macht dann wieder mit ,,Across the Line" ein sehr technisches Nackenbrecher-Stück, das mir ebenfalls sehr gut gefällt und einen perfekten Rausschmeißer darstellt.

Die Produktion ist knackig, das Schlagzeug trocken, aber natürlich und die Gitarre bekommt trotz des Gesanges sehr viel Raum, um die technischen Fähigkeiten von Shankle hörbar unter Beweis zu stellen. Abzüglich ein paar Punkten in der B-Note (48 Minuten sind für acht Jahre Wartezeit einfach zu wenig, Gesang ist O.K., wird aber nicht überall auf Gegenliebe stoßen, Ballade fehlt und evtl. noch ein, zwei Momente mehr zum Niederknien) hat die Platte eine XL-Bewertung locker im Kasten. Trotz des Schwerpunktes auf technisches Können sind die Songs allesamt auf einem hohen Niveau. Auf den ersten beiden DSG-Platten hatte ich immer die Vorstellung im Hinterkopf, wie gut sich Manowar heute anhören könnten, wenn sie Shankle drinnen behalten hätten (und seine kreativen Ideen gleich mit). Mit ,,Still a Warrior" dagegen konnte Shankle sich endgültig freischwimmen und jetzt bin ich doch ganz froh, dass er mit DSG weiter gemacht und sein Ding durchgezogen hat: denn dieses Album ziehe ich trotz Eric Adams Stimme bei Manowar gerne den neuen Ergüssen der einstigen True-Metaller vor und werde es mir immer wieder anhören. Mit ,,Still a Warrior" konnte die DSG zeigen, dass mit der Gitarren-Legende auch in Zukunft zu rechnen ist.

Domenic Saheb Djavaher

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Still A Warrior
2. Ressecution
3. Glimpse Of Tomorrow
4. Demonic Solo* (From the movie Jezebeth)
5. Fuel For The Fire
6. Eye To Eye
7. The Hitman (instrumental)
8. Suffer In Silence (Agenda 21)
9. Into The Darkness
10. Across The Line

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