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Crom Dubh: Heimweh

cromdubhcover smLabel: Ván Records

Spielzeit: 44:59 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Eins kann man mittlerweile mit Bestimmtheit sagen: Ván Records ist eines der besten deutschen Labels. Die Menge an unglaublich guter Musik, die dieses Label in den letzten Jahren veröffentlicht hat, lässt sich kaum in Worte fassen. Insofern war ja bereits bevor ich das Album von Crom Dubh gehört habe klar, dass es sich um gute Musik handelt. Die vier Musiker aus London haben sich dem Atmosphärischem Black Metal verschrieben. Seit etwa 2003 ist die Band zusammen unterwegs und haben nun mit „Heimweh" ihr Debutalbum vorgelegt. Vorangegangen sind eine EP und eine Compilation zahlreicher Demoaufnahmen.

Die Musik auf diesem Album lebt vor allem durch ihre Atmosphäre, die vereinzelt durch instrumentale Stücke (Cutting Teeth I, Kings I, Fathom) unterstützt wird. Die anderen, vollwertigen Black Metal Songs, auf diesem Album sind kompromisslos und hart, aber zugleich auch atmosphärisch und melodisch. Die Band hat eine gute Kombination aus Atmosphäre und Härte gefunden, ohne dabei aber einzelne Elemente komisch oder deplatziert zu wirken zu lassen. Stellenweise scheint das Album an der Schwelle zu Post-Rock Elementen zu kratzen, ohne diese aber zu exzessiv oder aufdringlich einzusetzen. Somit entsteht eine sehr dichte Atmosphäre, die über das ganze Album hinweg Bestand hat. Selbst einzelne Songübergänge unterbrechen diese nicht, sondern fügen sich nahtlos in das Gesamtbild ein. Die Instrumentals bilden hierzu einen schönen Kontrast, die mit ihrer ruhigen, fast ambient-artigen Musik zum träumen einladen. Das Herzstück des Albums ist für mich der Track „Sedition", da er all diese Stilelemente vereint und eine sehr dichte Stimmung transportiert, dabei aber auch von einer sehr eingängigen Melodie lebt. Der Einsatz von folkloristisch angehauchten Melodien in Kombination mit geschichtlich und mythologisch angehauchten Texten bildet ein sehr stimmiges und geschlossenes Gesamtkonzept.

Die Band hat einen sehr eigenen Stil und daher auch einen sehr großen Wiedererkennungswert. Vereinzelt laden schöne Melodien zum träumen ein und weben eine unvergleichliche Atmosphäre. Für mich ist das Album mal wieder ein Beweis dafür, dass Ván Records ein gutes Gespür bewiesen haben. Ich hoffe, die Band behält ihren Stil bei und setzt beim nächsten Mal eine Schippe drauf, zuzutrauen ist es ihnen im jeden Fall!

Moritz Naczenski

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Cutting Teeth I
2. Cutting Teeth II
3. The Invulnerable Tide
4. Kings I
5. Kings II
6. Sedition
7. Heimweh
8. Fathorn
9. Sailing To Byzantium

XXL-Tipp

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