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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsC-DChaedrist: Grandevality

Chaedrist: Grandevality

Chaedrist  GrandevalityLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 38:25 Min.

Genre: Extreme Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Der Terminus „Extreme Metal" wird eigentlich nur sehr ungern von mir benutzt, da ich ihn als ausgesprochen „schwammig" empfinde. Ist das nur Death/Black/Grindcore? Denn Funeral Doom, oder High Speed Thrash würde ich auch als „extrem" bezeichnen. Schwierige Kiste! In ganz wenigen Fällen bleibt einem aber gar nichts anderes übrig, als eine Album in diese Schublade zu stecken, aber dies geschieht dann eher aus absolut positiven Gründen, nämlich weil die Musik so vielfältig und facettenreich ist, dass jede andere Bezeichnung viel zu einengend wäre.

Ihr ahnt es sicherlich schon, „Grandevality" gehört in diese Kategorie. Der Kopf hinter Chaedrist, ein Herr Stefan Deleski, der hier als „Steff" auftritt, zieht auf seinem Debüt wahrlich alle Register und mich damit voll in seinen Bann. Death Metal, Black Metal, aber gerne auch ein wenig Thrash wird hier zu einer herrlich homogenen Konstellation verbunden, die absolut mitreißend ist.

Wer jetzt denkt, bei dieser Mischung würde die ganze Zeit hemmungslos drauflos gekloppt, der hat nur zur Hälfte recht. Ja, es gibt herrliche Raserei auf dem Album, begleitet von markerschütterndem Gekeife (oder Growls, was halt gerade am besten passt), aber auch wunderbare Passagen, die ich mal als technisch/harmonisch/progressiv nennen möchte. Technisch auf hohem Niveau angesiedelt, steht bei Steff und seinem Mitstreiter Mike immer der Song an sich im Mittelpunkt und niemals Selbstbeweihräucherungen der Art „Hach, was sind wir toll!" (obwohl sie sich dies leisten könnten!)

„Grandevality" ist ein durchdachtes, aber nie verkopftes Album. Ich würde es sogar als ausgesprochen „modern" bezeichnen - es zeigt auf, wohin der extreme Metal gehen kann, ohne seine Wurzeln zu verlieren, bzw. wie man selbst innerhalb relativ enger stilistischer Grenzen innovativ und vielfältig sein kann. Die Eigenständigkeit ist schon auf diesem Debüt ganz außergewöhnlich hoch, die ganz besondere, eigene Note strahlt dem Hörer regelrecht entgegen und muss nicht, wie bei vielen anderen Bands mit der Lupe gesucht werden.

Großartiges Album – Kaufen Leute!!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Jenseits aller Sonnen
2. Anything Goes But Nothing Remains
3. Schöpferkraft und Weltenbrand
4. Whichever Signs We Carve
5. Alte eiserne Brücken
6. Den Verdens Bye Avguden
7. Im Widerschein der Wirklichkeit
8. Grandeval Goddess

XXL-Tipp

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