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All That Remains – A War You Cannot Win

all that remains 2012Label: Soulfood Music/ Razor&Tie

Spielzeit: 39:34 Min.

Genre: MetalCore

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

All That Remains dürfte einer der Bands sein, denen der große Durchbruch und den Platz an der Seite der ganz Großen im Metalcore bisher verwehrt blieb. Zwar hat man mit dem dritten Album „The Fall Of Ideals", welche großartige Songs wie „This Calling" und „Six" hervorgebracht hat, einen kommerziellen Kleinerfolg verbuchen können, weiter ging es für die Band aus Springfield, MA nicht. Zu groß war die Konkurrenz, die mittlerweile große Säle füllen und eine Hitscheibe nach der anderen raushauen. ATR machen das einzig richtige und arbeiten weiterhin hart, anstatt in Selbstmitleid zu versinken. Das mit „A War You Cannot Win" die bereits 6. Veröffentlichung Anfang November in den Startlöchern steht, ist ihr Zeichen, dass sie nicht aufgegeben haben.

Sicherlich ist der Albumtitel auch metaphorisch zu verstehen, aber man sollte ja nicht allzu viel hinein interpretieren. Lassen wir doch die Musik sprechen und wuseln uns (oder besser gesagt ich) durch die 12 Tracks.

Der Opener „Down Through The Ages" fadet schon mal schön mit einem melodischen Riff ein, während Sänger Phil früh losbrüllt. Der Refrain besticht durch den feinen Gesang und durch die gut gezockten Triolen. Mit einem beispiellosen Solo und viel Melodiearbeit sichert man sich einen gelungenen Start. Der Folgetrack „You Can't Fill My Shadow" legt da nur bedingt nach, was nicht an der weiterhin guten Arbeit der Gitarristen liegt, sondern das man sofort merkt, dass hier nötiger Druck fehlt. Der Song wirkt schwermütig und verliert sich gegen Ende in sich selbst. „Stand Up" macht da schon eine bessere Figur, da Phil komplett mit cleanem Gesang auffährt. Das Tempo hat man bewusst gedrosselt, was ein paar Punkte für die Originalität aufs Konto bringt. Ansonsten lässt sich sagen, dass der Track gut ist, aber nicht überragend.

Jetzt darf „A Call To All Non Believers" loslegen, und es wird auch wieder gegrowlt. Dieser Song hat schon sichtlich mehr Groove, hält sich aber sonst eher in Zaum. Macht diesmal aber nix, da die eingeschlafene Stimmung etwas aufgelockert wird. Den nächsten Lichtblick habe ich mit „Asking Too Much" in meinem Gehör. Die Stärken liegen in der balladesken Stimmung und dem Verschmelzen von poppigen und rockigen Elementen. Da dürften selbst die Kollegen von KSE ein anerkennendes Nicken abringen. Zwischendurch gibt es noch ein rein akustisches „Intro", welches den Folgetrack „Just Moments In Time" einleitet. Endlich ist auch der von mir gewünschte Druck da, aber nur in den Strophen. Im Refrain flacht der Schwung ab, den man aber schnell wiederfindet. Mit gut gebrüllten Vocals und ordentlich Dampf in den Riffs kann auch dieser Song Punkte sammeln.

Danach darf es wieder balladesk werden, denn „What If I Was Nothing" ist eine Selbstoffenbarung, die Selbstzweifel und Fragen an die Liebste stellen. Rein gesanglich bewegt man sich im cleanen Bereich und das Solo wirkt beinahe herzzerreißend. Irgendwie mag das nicht so ins Gesamtbild passen, aber Berechtigung hat der Song allemal.
Der nächste Baustein darf sich „Sing For Liberty" nennen und der Groove und der Druck sind noch da, sie machen den ansonsten technisch guten Song allerdings nicht überragend. Zum Ende hin wirkt der Track ziemlich überladen, was die Aufmachung des selbigen unausgegoren macht. „Not Fading" ist da schon lieblicher gestaltet. Es ist auffällig, dass dies schon der dritte Song ist, der ganz ohne gutturalen Gesang auskommt. Das Solo hätte man gerne anders gestalten können, dennoch stelle ich meinen Daumen nach oben, denn dieser Song ist gut gelungen. Noch mehr Akustikmuse wird bei „Calculating Loneliness" geboten, hätte man aber meiner Meinung nach ruhig weglassen können.
Der Titeltrack glänzt genauso wie der Openingtrack. In Sachen Geschwindigkeit, Druck und Melodiearbeit macht man diesmal komplett alles richtig. Die Drums klingen namensgebend maschinengewehrmäßig und die Gitarren erzeugen durch abwechselnde Triolen und Sextolen ein stimmiges Gesamtbild.

Ich muss sagen, dass ATR zwar ein insgesamt solides Album eingetütet haben, aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Der Druck und der Groove, den ich am Anfang vermisst habe, der kam ab und an zum Vorschein. Technisch ist nichts auszusetzen, die fünf Amerikaner machen ihre Sache wirklich gut, doch es fehlt an wirklichen Hits bzw. Ohrwürmern. Man merkt einfach, dass sie das eigentliche Potenzial nicht ausreizen können oder es noch nicht gefunden haben. Gerade dieses Merkmal hält die Band im breiten Mittelfeld, ohne herauszuragen.

„A War You Cannot Win" ist ein gutes Album, was aber an seiner Mittelmäßigkeit scheitert. Selbst durch gute Songs wie der Opener „Down Through The Ashes" und „Not Fading" wirkt das Gesamtwerk zwar bemüht, aber nicht sehr eindrucksvoll. Damit dürfte ATR es weiterhin schwer haben, zu den Topacts des Genres aufzuschließen. Schade eigentlich, ich hätte es ihnen gegönnt.
Ich kann deswegen nur ein L geben.

l

Ben Denkers

Tracklist:

1. Down Through The Ashes
2. You Can't Fill My Shadow
3. Stand Up
4. A Call To All Non Believers
5. Asking Too Much
6. Intro
7. Just A Moment In Time
8. What If I Was Nothing
9. Sing For Liberty
10. Not Fading
11. Calculating Loneliness
12. A War You Cannot Win

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