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Ossuary Insane – Demonize The Flesh

Ossuary Insane xxlLabel: Blood Harvest

Spielzeit: 29:34 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die späten 90er waren eine Zeit, in der der Metal und der Death Metal im besonderen, tot am Boden lag. Nach der extrem erfolgreichen und ergiebigen Phase zwischen 1990 und 1994, in der so ziemlich alle namhaften Klassiker erschienen, an denen wir uns heute noch laben, brach der Hype dann um 1995 komplett zusammen, und der Death Metal versank wieder vollständig im Untergrund. Für lange, lange Jahre (ich habe es nicht mit erlebt, habe es mir aber berichten lassen von alt eingesessenen Haudegen) war das Metaller dar sein ein Jammertal, bevor es dann weit nach der Jahrtausendwende wieder besser wurde.
Mitten in dieser Diaspoara, nämlich 1998, veröffentlichten die Amerikaner von Ossuary Insane ihr erstes und einziges Album mit dem Titel „Demonize the flesh“, welches heute von Blood Harvest wieder veröffentlicht wird. Der Vorteil von Bands und Alben die nicht nur auf alt machen, sondern einfach alt sind, ist dabei der unverfälschliche originäre Charakter.
„Demonize the flesh“ versucht nicht nur wie aus den 90ies zu klingen, es tut es einfach. Auch wenn ich ´98 gerade mal freche zehn Jahre alt war und hauptsächlich noch Captain Jack und DJ Bobo hörte, habe ich später eine große Liebe in mir für Death Metal aus den 90ern entdeckt und Ossuary Insane drücken dort auf jeden Fall alle Knöpfe. Das Material klingt dafür, dass es bald 20 Jahre auf dem Buckel hat, immer noch taufrisch und energiegeladen, hat dabei den original, fetten, leicht verwaschenen 90er Jahre Sound, und kommt mit einer ganz leichten Prise Black Metal daher. Abwechslungsreich, mit vielen Tempiwechseln, einem begnadeten Schlagzeuger, tollen Vocals und fetten Riffs. Ich bin mir sicher, dass Ossuary Insane einfach nur acht Jahre vorher hätten da sein müssen, um nicht als Randnotiz in der großen Death Metal Historie zu enden, sondern um sich ganz vorne in die Speerspitze der Szene einzureihen.
Ich finde es super, dass uns Blood Harvest dieses kleine Juwel noch einmal ausgegraben hat, und ausnahmslos jeder, der sich für alten Death Metal erwärmen kann, hat hier einen gnadenlosen Pflichtkauf vor sich.

Kai B.

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Imprecari 05:08
2. Fallen to the Pits 04:16
3. Inverted in Darkness 05:08
4. The Olde Ragged Cross 06:01
5. Von Pagan Blut 04:03
6. Excruciate with Flames 04:36

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