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Through The Eyes Of The Dead - Disomus

Through The Eyes Of The DeadxxlLabel: eOne/ SPV

Spielzeit: 39:13 min.

Genre: Technical Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Youtube

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Ich habe neulich mit einem ehemaligen Bandmitstreiter ein wenig über Hardcore geplaudert. Der werte Herr ist beinahe 20 Lenze jünger als ich und definiert diese Musikrichtung weit anders als ich es tue. Während er eine Band wie Contagious als HC bezeichnet, werfe ich alter Sack lieber Kapellen wie Black Flag und Minor Threat oder The Spermbirds, Sick Of It All, Agnostic Front etc. in den Raum. Wenn ich als mit Linguistik vertrauter Mensch allerdings darüber nachdenke, dass Sprache lebt und sich stetig wandelt und beispielsweise die hammergeilen Neurosis Anfang der Neunziger ihre Mucke wahrhaftig als Emocore bezeichneten, fällt der Groschen: wir leben in finsteren Zeiten, harr harr!

Die Kapelle Through The Eyes Of The Dead behauptet im Beipackzettel ihres vierten Longplayers 'Disomus' eine Mischung aus Death Metal und Hardcore zu spielen. Ha! Ich (der ich durchaus die eine oder andere Coreband zu schätzen weiß...) sage, dass das lupenreiner Techdeath ist, den die Musiker hier zum Besten geben. Und der hat es wirklich in sich. Er klingt in etwa so, als wenn man neueres Suffocation-Geballer mit ebenfalls aktuellerem Behemoth-Zeugs paart, ein paar Heavy-Metal-Versatzstücke implementiert und zum Scheiß auch mal die Akkustikklampfe auspackt ('Ignis'). Abwechslungsreicher, wenn auch stets ultrabrutaler Gesang trifft auf pfeilschnelles und dabei präzises Getrommel; fies sägende Gitarren und ein wummernder E-Bass tun ihr übriges, um dafür zu sorgen, dass nervige Nachbarn ganz schnell die Finte ins Korn werfen und wieder ausziehen, wenn erst einmal die Anlage bis zum Anschlag aufgedreht wird.

Eigentlich total egal, in welche Schublade ihr das hier stecken wollt, Leute: es ist auf jeden Fall brutal as fuck, überaus technisch und weist darüber hinaus alle Trademarks auf, die wir an Death-Metal-Helden wie beispielsweise Death, Kataklysm oder Cannibal Corpse usw. so sehr lieben. Das Ganze wurde durchaus in ein modernes Gewand gekleidet, wenn auch glücklicherweise nicht zu sehr, sprich: die Produktion ist top-notch, ohne allzu klinisch auszufallen.

Fazit: Auch corephobe Nasen sollten mal ein Öhrchen riskieren; es bekommt ihnen sicherlich gut.

PS: Wer wissen will, was der Albumtitel bedeutet, unbedingt eine Kotztüte bereithalten: das sind zwei aneinandergewachsene Fötenkörper mit nur einem Kopf. Würg, spei, erbrech! Fast so widerlich wie der Typ aus dem ersten Jackass-Film, der auf eine aus Schnee geformte Eiskugel pinkelt und das Gesamtkunstwerk dann aufisst.

Rippenspieß

XXL WertungXXL

Tracklisting:

01. Hate The Living
02. Obitua
03. Haruspex
04. Of Mortals, We Once Were
05. The Binding Nightmare Hex
06. Vortices In The Stygian Maelstrom
07. Ignis
08. Teras
09. Till Solace, She'll Haunt
10. Dismal

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