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Cannibal Corpse - Red Before Black

CannibalCorpse RedBeforeBlackLabel: Metal Blade Records 

Spielzeit: 46:23 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 03. November 2017

Die ersten vier Cannibal Corpse-LPs spielen in meiner Death Metal-Sozilisation eine herausragende Rolle. Die nachfolgenden Veröffentlichungen, jetzt mit George „Corpsegrinder“ Fisher am Mikro, konnten nie nur ansatzweise das Feuer entfachen, das „Eaten back to life“ oder „Tomb of the mutilated“ in mir brennen ließen. Trotzdem fanden die Alben der „Corpsegrinder“-Ära bis einschließlich „Gore Obssessed“ den Weg in meine Sammlung, denn sie hatten zumindest teilweise gutes Material zu bieten. „When death replaces life“ darf auf keiner selbst zusammengestellten Best of-CD fehlen. Anschließend verlor ich weitgehend das Interesse, zu gleichförmig erschien mir das Songmaterial.

Alte Liebe rostet bekanntlich nicht. „Red before black“, die mittlerweile 14. Schlachtplatte der Death Metal-Urgesteine, lässt mich kurz vor Halloween die Messer wetzen. Gleich der Opener „Only one will die“ zieht Euren Omas alle Falten aus dem Gesicht, bevor die Kannibalen mit dem Titeltrack den legitimen Nachfolger ihres „Hits“ „Hammer smashed face“ geschrieben haben. Alles wirkt entschlackt, schneller auf den Punkt kommend. Außerdem mischt das Quintett ordentlich Thrash-Zutaten in ihren Death Metal-Sound. Von diesen Rezept profitieren die Songs Nummer drei und vier, Code of the slashers“ und „Shredding my human skin“. Die folgenden acht Kompositionen erreichen dieses Niveau mit der Ausnahme „Heads shoveled off“ nicht mehr ganz, bieten aber trotzdem starke Qualitätsware.

Was mir hingegen blutig aufstößt, ist die Veröffentlichungspolitik von Metal Blade. „Red before black“ erscheint weltweit in handgezählten zwölf Vinylfarben, die teilweise über unterschiedliche Anbieter exklusiv erhältlich sind. Hinzu kommen drei CD-Versionen und eine 60 Euro teure Box, die eine Bonus-EP mit sieben Cover-Songs beinhaltet, auf die Vinylkäufer verzichten müssen. Dass die LPs schließlich ohne CD-Beilage oder Download-Code ausgeliefert wird, halte ich in der heutigen Zeit für unverzeihlich. Daraus der Band einen Strick drehen zu wollen, wäre indes der falsche Weg. Ebenso lässt mich die tolle Musik über das für Cannibal Corpse-Verhältnisse langweile Cover hinwegsehen, so dass ich „Red before black“ letztendlich mit einem verdienten „XL“ bewerte.

Torben Jabloski

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Only One Will Die
2. Red Before Black
3. Code of the Slashers
4. Shedding My Human Skin
5. Remaimed
6. Firestorm Vengeance
7. Heads Shoveled Off
8. Corpus Delicti
9. Scavenger Consuming Death
10. In the Midst of Ruin
11. Destroyed Without a Trace
12. Hideous Ichor

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