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Dawn of Disease – Ascension Gate

danw of disease 2017xxlLabel: Napalm Records

Spielzeit: 50:10 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Dawn of Disease ist eine von den Bands, die mir schon 100 mal über den Weg gelaufen sind, ohne dass ich es geschafft hätte, mich näher mit ihnen zu beschäftigen. Das ist einer der Nachtteile in einer Metalszene, die so Outputfreudig ist, wie noch nie zuvor, ab und an verpasst man wirklich gute Sachen. Dabei war eine Liebe auf den ersten Blick in diesem Falle gar nicht mal wahrscheinlich, bin ich doch normalerweise ein Freund der gröberen Gangart und mache sonst weite Bögen um eher melodisch angehauchten Death Metal.
Jetzt hat es mich aber gepackt und mit „Ascension Gate“ habe ich hier den bereits vierten Langspieler der Osnabrücker, die sich um den Frontmann Tomasz Wisniewski scharen und der hat einiges auf Lager. In getragener und leicht melancholischer Stimmung entfaltet sich das Album über ein musikalisches Präludium in den Hauptteil des Werkes in dem technisch versiert und mit einem sehr soliden Mix die Winkel und Ecken des Genres ausgelotet werden. Wirklich grob wird es nur selten, wie im Song „Akephalos“ beispielsweise, der sich durch seine Diversität, den Einfallsreichtum und die Spielfreude als Highlight der Platte empfiehlt. Sänger Tomasz schafft es indes ausgezeichnet, dafür zu sorgen, dass die Stimme kraftvoll und energisch klingt, ohne jedoch dabei die eher gediegene Grundstimmung zu stören.
Mit knapp 50 Minuten Laufzeit und durchschnittlich fünf Minuten pro Song, nimmt sich „Ascension Gate“ auch die Zeit, seine Stärken angemessen auszuspielen. Diese Stärken beruhen unter anderem darauf, seine Melodien und die Atmosphäre wirken zu lassen, ohne sich durch die Stücke zu hetzen oder die Songs auf 3:30 Standartmaß runter zu stutzen. Man nimmt sich die Zeit, die Songs zu entwickeln und auf ihren Höhepunkt zu zutreiben, wird dabei aber nicht monoton oder unkreativ. Das ist insofern erstaunlich, als dass gerade Alben, die sich für alles die Zeit nehmen, gerne mal dazu neigen, sich über einige Strecken arg in die Länge zu ziehen, das bleibt hier freudigerweise komplett aus.
Grundsätzlich sehe ich alle Death-Metal-Heads mit diesem Album sehr gut bedient. Freunde der melodiösen Stilrichtung etwas mehr als den Rest, aber nichtsdestotrotz ist „Ascension Gate“ sicherlich ein Spaß für Jung und Alt und definitiv ein schlagkräftiges Argument, sich eingehender mit den fünf Niedersachsen zu beschäftigen. Wer hier zuschlägt, macht nichts verkehrt.

Kai B.

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Passage
02. Perimortal
03. Leprous Thoughts
04. Beneath The Waters
05. Ascension Gate
06. Akephalos
07. Fleshless Journey
08. The Growing Emptiness
09. Lucid
10. Mundus Inversus

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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