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Motörhead: Bad Magic

Motorhead  Bad MagicLabel: UDR Music

Spielzeit: 42:57 Min.

Genre: Business as usual, aber noch uninspirierter als zuletzt

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Was ist derzeit nicht alles zu lesen über „Bad Magic“ - vom „besten Motörhead-Album seit 22 Jahren“ bis hin zu „dies ist ein sicherer Anwärter auf die Alltime-Top 5 der Band“ ist da die Rede. Keine Ahnung, was für eine Platte die jeweiligen Reviewer tatsächlich gehört haben, doch „Bad Magic“ kann es nicht gewesen sein.

Natürlich erwartet kein Mensch großartige Innovationen auf einem neuen Motörhead-Album – ich ebenfalls nicht. Aber ein wenig mehr Würze und Abwechslungsreichtum könnten es dann doch mal wieder sein. Es ist kein Wunder, dass viele Stimmen konstant anmerken, dass „Bastards“ (1993) das letzte großartige Album der Band war – wenn man die rosarote Fanbrille auch nur für einen Moment abzusetzen gewillt ist, dann erkennt man sofort, dass Motörhead in erster Linie nur heiße Luft und gepflegte Langeweile verbreiten. Die Riffs und Gesangslinien sind auf mindestens (!) drei Viertel der Songs komplett austauschbar. Lemmy klingt erschreckend schwach, aber geschenkt – das muss man ihm bei seinem angeschlagenen Gesundheitszustand allemal nachsehen, dennoch schockieren die direkt zu Beginn ins Mikro gekrächzten Worte „Victory or die“ aufgrund ihrer offensichtlichen Kraftlosigkeit. Aber wie gesagt: kein Problem insoweit – wenn denn nur die Songs überzeugen würden.

Hier versagt „Bad Magic“ gnadenlos. Der Vorgänger „Aftershock“ (2013) war immerhin abwechslungsreicher und dynamischer, „Bad Magic“ ist dagegen uninspirierte Gleichförmigkeit. Sogar die diesjährige Ballade „Till The End“ – ein Genre, in welchem Lemmy in der Vergangenheit so oft geglänzt hat – ist komplett belanglos geraten. Nicht schlecht, aber letztlich fatal uninspiriert; eigentlich Stückwerk. Ich kann auch nicht erkennen, was an dem uninspirierten Rolling Stones-Cover „Sympathy For The Devil“ bejubelt werden sollte. Ein guter Song ist ein guter Song bleibt ein guter Song, ja – aber dieses Cover ist ebenso unnötig wie die Guns 'n Roses-Version auf dem „Interview mit einem Vampir“-Soundtrack, damals in den Neunzigern.

Und mehr noch: der Gitarrensound ist nicht gut. Phasenweise artet er gar in nähmaschinenartiges Gesirre aus („Evil Eye“). Und selbst hiervon abgesehen klingt die Platte phasenweise matschig, indifferent und schlicht schlampig gemacht. Darüber kann man bei einem Underground-Album hinwegsehen, von einem Markennamen wie Motörhead muss man aber zu Recht anderes erwarten und einfordern (was auch für das Cover gilt: man kann es langsam wirklich nicht mehr sehen – immer wieder die gleiche uninspirierte Einfallslosigkeit; wo sind nur Cover von der Güte eines „Rock 'n Roll“ oder „Sacrifice“ geblieben?). Und letztlich ist es eben nicht viel anders: die Band ist eine Marke, welche sich in erster Linie über ihren Frontmann sowie die Bandhistorie samt der aus dieser gespeisten Bedeutung verkauft. Und ich vermute zusätzlich, dass die Zahl der Katastrophentouristen, welche nur auf Konzerte strömen, weil ein tödlicher Zusammenbruch Lemmys auf der Bühne facebookwirksam der eigenen herzlosen Selbstverliebtheit dienlich wäre („OMG – Ich war live dabei! Soooo krass!!! Küsschen an euch alle und XOXO! P.S.: Denkt immer dran: Yolo!!!“), seit Jahren konstant steigt.

Es hilft alles nichts, nach viel zu vielen durchschnittlichen (und dennoch immer wieder hochgejubelten) Alben ist es längst überfällig, die Wahrheit klar auszusprechen: diese Band ist vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet komplett bedeutungslos (geworden). Und noch nicht einmal in erster Linie deswegen, weil sie immer wieder das selbe macht – sondern vorrangig, weil sie das seit viel zu vielen Jahren noch nicht einmal mehr überzeugend kann.

Ich wollte „Bad Magic“ so gerne lieben, nach dem Lobgehudel in der Presse war ich so dumm (wieder mal!) auf einen tatsächlichen Kracher wie zuletzt „1916“ und „Bastards“ zu hoffen. Was für ein böses Erwachen! Die Lobeshymnen sind durchgängig maßlos überzogen und es bleibt dabei: ein wirklich überzeugendes, den Status rechtfertigendes Album ist der Band seit 22 Jahren nicht mehr gelungen. Ich mag sie trotzdem nach wie vor (auch insoweit gilt: same procedure as every disappointing-new-album-year), was aber nichts an der traurigen Wahrheit ändert – abgesehen von einem einzigen Song („When The Sky Comes Looking For You“) ist „Bad Magic“ komplett belanglos.

Daniel Lofgren

XXL WertungS

Tracklist:

1. Victory Or Die
2. Thunder & Lightning
3. Fire Storm Hotel
4. Shoot Out All Of Your Lights
5. The Devil
6. Electricity
7. Evil Eye
8. Teach Them How To Bleed
9. Till The End
10. Tell Me Who To Kill
11. Choking On Your Screams
12. When The Sky Comes Looking For You
13. Sympathy For The Devil

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