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Panzer Squad - Ruins

panzer squad 2018xxlLabel: Testimony Records

Spielzeit: 39:47 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 31. August 2018

Alles neu macht der Mai - passt an dieser Stelle zwar nicht wirklich, aber wen kümmert es? Die Thrasher Panzer Squad aus dem gediegenen Osnabrück sind zurück, veröffentlichen in den nächsten Tagen mit 'Ruins' ihr zweites Album, welches gleichzeitig ihr Labeldebüt (endlich hat 'mal jemand aus der Branche aufgehorcht) darstellt, und präsentieren im Zuge dieser Veröffentlichung nicht nur ihre auf Triogröße geschrumpfte Besetzung, sondern auch ein brandneues Logo. Was hat sich ansonsten seit dem Erscheinen ihres Debütalbums 'Coming To Your Town' getan? Hören wir doch 'mal rein...

Zunächst einmal darf festgestellt werden, dass der auf dem Erstlingswerk eingeschlagene Pfad konsequent fortgesetzt wurde: Der Thrash Metal der drei Osnabrücker ist nach wie vor garstig und fies, auch wenn man die unbändige Spielfreude nach wie vor ausmachen und somit durchaus auch positive Vibes erhaschen kann. Die dreizehn Songs in knapp 40 Minuten Spielzeit gehen jedenfalls voll in die Fresse, ohne dabei stumpf oder gar einschläfernd zu wirken, weisen die drei Protagonisten doch ein gewisses spielerisches Können auf, was in diversen Soli und Zwischenspielen zu erkennen ist. Und wer 'Warsystem' der gediegenen Shitlickers covert, kann eigentlich gar nicht scheiße sein, he he.

Mein Fazit: Alles in allem ist 'Ruins' ein leckeres Labeldebüt geworden, welches insbesondere Fans von angeschwärztem Thrash Metal verdammt gut schmecken sollte.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Extinction
02. Death Toll
03. Escapist
04. Sewer Rat
05. Societal Funeral
06. Singular Purpose
07. Shut In
08. Victims Of War
09. Delusionist
10. Approaching The End
11. Zombie Shot
12. After The Bombs
13. Warsystem

Cast The Stone - Empyrean Atrophy

cast the stoneLabel: Agonia Records

Spielzeit: 26:29 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 31. August 2018

'Empyrean Atrophy' hat mich während der ersten Hördurchläufe etwas ratlos im Regen stehen lassen, zu heterogen war der Songmix, der sich mir präsentierte. Eine bereits begonnene Review zu dieser Scheibe verwarf ich schließlich, da ich mich zu sehr auf die drei Death-Metal-Monster 'As The Dead Lie', 'A Plague Of Light' sowie 'Jesusatan' konzentriert und die anderen Stücke schier links liegen gelassen hatte...

Aber zunächst zur Band: Cast The Stone wurde 2002 von Mark Kloeppel (E-Gitarre), Derek Engemann (E-Bass) sowie Jesse Schobel (Schlagzeug) in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gegründet, um Death Metal europäischer Prägung zu spielen; besagte Musiker waren oder sind bei solch illustren Kapellen wie Cattle Decapitation, Misery Index, Scour etc. aktiv, daher sollte dem einen oder der anderen der eine oder andere Name bekannt vorkommen.
2005 veröffentlichte man noch als Trio das Debütalbum 'Dark Winds Descending', 2007 trat Sänger Andres Huskey Cast The Stone bei.
Dreizehn Jahre nach der Veröffentlichung des Vorgängers erscheint nun also 'Empyrean Atrophy', das Zweitwerk des Vierers. Die oben genannten Stücke, aber auch das Titelstück sind ein paar echt brutale Nackenbrecher geworden, die keine Gefangenen machen. 'Standing In The Shadows' hingegen ist ein rein instrumentales Akkustikstück, das so ein wenig vor sich hin "plätschert", aber als Interludium ganz okay ist. Welcher Song mir ausgesprochen gut gefallen hat, ist 'The Burning Horizon', der ganz viel Opeth-Vibe atmet, beinahe schon in Doomgefilden wildert und für mich das beste Stück auf der Scheibe darstellt.
Produziert wurde 'Empyrean Atrophy' von Dan Swanö, von dessen Projekt Infestdead der Song 'Jesusatan' ursprünglich stammt.

Viel zu meckern habe ich nicht; lediglich die recht kurze Spielzeit ärgert mich etwas.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. As the Dead Lie
2. The Burning Horizon
3. Standing in the Shadows
4. A Plague of Light
5. Empyrean Atrophy
6. Jesusatan

Ancient Moon + Prosternatur - Secretum secretorum (Split)

Ancient Moon  ProsternaturLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 36:20 min.

Genre: Black Metal

Info: Ancient Moon; Prosternatur

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Splits sind eine feine Sache, wichtig ist dabei allerdings, dass die involvierten Bands auch vernünftig zusammenpassen. In dem hier vorliegenden Fall wurde dies prima gemacht. Beide Kapellen sind international aufgestellt und haben sich jeweils auf einen räudigen Black Metal mit dezenten Ambient-Einlagen spezialisiert. Den Anfang machen die Kollegen von Ancient Moon, die mit ihren über 18-Minuten Brecher "Hekas Hekas Este Bebeloi!" sofort aufzeigen, wo hier der Frosch die Locken hat: Es geht roh und dreckig zur Sache, garniert mit einem schlechten Sound und einigen atmosphärischem Ambient-Klängen. Das ist soweit ganz in Ordnung, allerdings viel zu lang, bzw. für die Länge des Songs ist man einfach nicht originell und abwechslungsreich genug. Trotzdem nicht schlecht. Weiter geht's mit Prosternatur, die zunächst recht langsam starten, dann aber ebenfalls so richtig böse aufspielen. Die musikalische Ausrichtung ähnelt der von Ancient Moon, doch war man hier so clever, auf mehrere, dafür kürzere Songs zu setzen und diese auch etwas abwechslungsreicher zu gestalten, indem man zum Beispiel ganz gut mit dem Tempo jongliert. Auch ist der Sound hier etwas besser. Insgesamt eine Split, die ich als "ganz ok" bezeichnen möchte und bei der Prosternatur eindeutig als Sieger ins Ziel gehen.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Ancient Moon - Hekas Hekas Este Bebeloi! 18:10
2. Prosternatur - Ana Harrani Sa Alaktasa La Tarat 06:18
3. Prosternatur - Zi Dingir Isatum Kanpa! 05:26
4. Prosternatur - Usella Mituti 06:26

Cryptic Wanderings - You shall be there...

Cryptic WanderingLabel: Forever Plagued Records

Spielzeit: 40:38 min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Auch wenn die Spanier von Cryptic Wanderings bislang gerade mal eine Split-7" mit ihren Landsleuten von In the Shades veröffentlicht haben (Negra Nit Distro - 2015), so sind sie mitnichten unerfahren, oder grün hinter den Ohren, denn von 2000 bis 2012 waren sie unter dem Banner Amnion" unterwegs. Von denen kenne ich allerdings nur die "Burn the forest"-7", und die ist jetzt auch schon zwölf Jahre alt, so dass ich von jeglichen Vergleichen Abstand nehmen möchte. Also direkt zu "You shall be there...", und das ist mal gar keine schlechte Scheibe! Richtig gut gemachter, altmodischer Black Metal der nordischen Schule schallt uns hier nämlich entgegen, der sich zwar völlig frei von jeglicher Innovation darbietet, trotzdem aber sehr ordentlich knallt. Klar, hat man das alles schon mehr als einmal gehört, das spricht aber definitiv nicht gegen die Qualität der Songs. Und seien wir mal ganz ehrlich, nicht jede neue Strömung ist automatisch eine Bereicherung (gerade im Black Metal!) So ist die CD eine gelungene Hommage an gute alte Zeiten und sollte eigentlich für jeden Black Metaller gute 40 Minuten lang verdammt gute Unterhaltung darstellen!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. She Is My Redemption 04:15
2. Grim Foundations over Trasmoz 03:43
3. There Shall You Find, and There Alone, Your Tomb 04:21
4. The Perpetual False Martyr 05:34
5. ...a Herald of Atrocities 05:05
6. My Sinister Cortege 05:22
7. F.E.A.L. 04:58
8. The Primitive Darkness of Torrero 07:20

Unanimated - Annihilation

unanimated 2018 KopiexxlLabel: Century Media Records

Spielzeit: 20:41 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Meine Oma verriet einst zwei Geheimnisse, wenn das Thermometer an der 40-Grad-Marke kratzt, die garantiert Abkühlung verschaffen: Den Schlüpper in die Gefriertruhe packen oder feinen Death-Black-Metal aus Skandinavien auf den Plattenteller legen. Wie passend, da Unanimated im Sommer 2018, der einen Hitzerekord nach dem anderen purzeln lässt, eine neue EP in die Läden stellen.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Die Schweden haben mit dem gleichen Problem zu kämpfen, das fast jede Band betrifft, die im Laufe ihrer (frühen) Karriere einen oder mehrere Genreklassiker geschrieben haben: Die Großtaten aus der Vergangenheit bleiben unerreicht. Slayer haben nie ein zweites „Reign in Blood“ zustande gebracht, Metallica konnten niemals an „Ride the lightning“ anknüpfen. Und Unanimated fehlt heutzutage leider die Magie, die „Acient god of evil“ einst zu einem Meilenstein werden ließ.

Keine Frage, die vier Songs auf „Annihilation“ müssen sich nicht verstecken und sind auf gleichbleibend hohem Niveau. Das ist solide, das ist gut gespielt. Aber echte Gänsehautmomente, diese göttlichen Melodien – ihr wisst, was ich meine. Fehlanzeige. Deshalb bekommen meine Ex-Helden „nur“ L/XXL. Und ich hoffe auf das bereits angekündigte Album.

Torben Jablonski

XXL WertungL

Tracklist:

1. Adversarial Fire (5:11)
2. From A Throne Below (6:30)
3. Of Fire And Obliteration (3:08)
4. Annihilation (5:57)

Consecration - Remembrance

Consecration  xxl Label: Eigenproduktion

Spielzeit: 135:38 min.

Genre: Death /Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Trommelwirbel... hier kommt meine Entdeckung des Monats!! Die Rede ist von der englischen Formation Consecration, die seit 2010 existiert und auch schon ein paar Veröffentlichungen rausgehauen hat. Die Jungs spielen einen herrlichen Death/Doom, der quadratmetergroße Stücke Gänsehaut am ganzen Körper hinterlässt. Zum größten Teil ordentlich langsam und schwermütig unterwegs, hat man aber auch keine Probleme damit, zwischendurch mal das Gaspedal knietief in den Asphalt zu treten und dreckig/aggressive Death Metal Passagen abzufeuern. Das tut dem Gesamtergebnis verdammt gut und macht u.a. die Faszination dieser Band aus. Einen weitaus größeren Anteil daran hat aber die intensive und packende Atmosphäre der Songs, die jeden Freund des erwähnten Sounds nicht mehr los lässt. "Remembrance" ist eine Zusammenstellung fast aller bislang erschienenen Songs, genauer gesagt finden wir dort das "Ephemerality"-Album, die "Gut the priest"-EP plus einiger unveröffentlichter Demo-Tracks. Den Spaß gibt es im Moment zwar "nur" digital auf der Bandcamp-Seite der Kapelle, aber das hat schon seine Berechtigung, da alle physischen Veröffentlichungen komplett ausverkauft sind und die Kollegen gerade mal lumpige 5,00£ für weit über zwei Stunden hervorragender Musik verlangen. Ausserdem sollte jedes halbwegs auf Qualität bedachtes Label sich alle Finger lecken und diese Band so schnell wie möglich unter Vertrag nehmen. Großartige Band mit grandioser Musik, Death/Doom der Extraklasse!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. In Decayed Embrace 11:18
2. Buried Alive 01:44 instrumental
3. Echoes of the Dead 06:41
4. The Visitant 12:04
5. The Summoning of Sufferance 11:51
6. Purity Through Pain 07:39
7. Inviting the Impure 09:33
8. Thy Requiem Lament 11:41
9. The Darkening (Unreleased Demo) 05:48
10. Persecution Dominion (Unreleased Demo) 08:32
11. Inviting the Impure (Unreleased Demo Original Version) 12:39
12. Horse (Unreleased Demo) 01:54 instrumental
13. The Vine 02:37 instrumental
14. Consecration 07:40
15. Gut the Priest 05:25
16. The Ever Dying 09:03
17. Cast Down for the Burning 07:52
18. The Vine (Reprise) 01:23 instrumental

Abhorrent Deformity - Slaughter Monolith

Abhorrent Deformity xxlLabel: Comatose Records

Spielzeit: 35:38 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Und wieder gibt es lecker Death Metal aus dem Hause Comatose! Diesmal geben sich die Amerikaner von Abhorrent Deformity die Ehre und präsentieren mit "Slaughter Monolith" ihren zweiten Longplayer. Los geht es mit einem instrumentalen Intro, zu dem ich aber nix sagen kann, weil meine digitale Promo bei diesem Song einfach keinen Ton von sich gibt, so was hatte ich bislang auch noch nie... Stört aber nicht wirklich, ich bin ja eh kein großer Freund von diesen Intro-Geschichten. Ab Track Nummer Zwei gibt es dann Old School Death Metal, der sich unüberhörbar an den Klassikern des US-Death Metals orientiert, wobei gerade die frühen Morbid Angel mal ordentlich Pate standen. Man kann sich natürlich an weitaus schlechteren Kapellen orientieren, leider geht so was aber auch auf Kosten der Eigenständigkeit und des individuellen Wiedererkenungswertes. Somit ist "Slaughter Monolith" ein Album geworden, das ich nur mit einem "ganz nett" bewerten kann. Technisch ist der Spaß völlig in Ordnung, die Kompositionen sind aber viel zu beliebig und stecken knietief in lange ausgetretenen Pfaden. Man macht jetzt nicht wirklich was falsch mit der Platte, aber der ganz große Wurf ist das hier echt nicht. Ganz ok halt...

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Symptom Conception 01:00 instrumental
2. Sexually Transmitted Coma 03:47
3. Ripped from a Mother's Mutilated Womb 03:11
4. The 2016 Esoteric Model 02:45
5. Three Piece Flesh Suit 03:46
6. Of Blood and Cum 04:15
7. The Fine Art of Amputation 03:15
8. Swamp of Intestines 03:39
9. Necrotizing Fasciitis 00:55 instrumental
10. Purification Through Bodily Dismemberment 02:31
11. Vermin Burial 02:43
12. Unspeakable Perversity 04:11

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