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Rotten Pope - The Aufhocker

Rotten2019 PopeLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 20:10 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Juchhe - Rotten Pope sind wieder mit 'ner neuen EP am Start!!! Eingebettet in ein sehr schön aufgemachtes Digipack (mit einem extrem geilen Cover-Artwork von Roberto Toderico!!) werden uns gut zwanzig Minuten lang die Gehörgänge aufgerissen. Zart besaitet waren die Kollegen ja noch nie, aber derart brutal, wie auf "The Aufhocker" war die Band noch nie unterwegs. Derbes Geknüppel, hart an der Grenze zum Grind erwartet den begeisterten Hörer und dies wird wieder in tödlicher Präzision abgefeuert. Dass sich in der Besetzung nichts verändert hat, dürfte ein Indiz für die hohe Qualität der Mucke sein, aber sicherlich auch, dass die Jungs allesamt alte Hasen der einheimischen Death Metal Szene sind und genau wissen, was sie tun. Wobei ich an dieser Stelle mal feststellen möchte, dass ich zwar die anderen Bands der Musiker (Necrotted, Mental Amputation, Revel In Flesh....) ebenfalls sehr schätze, aber das, was sie gemeinsam mit Rotten Pope erschaffen, finde ich ungelogen am Allerbesten! Was sie mit "The Aufhocker" (cooler Titel übrigens (googelt mal selber, was ein "Aufhocker" ist!), wobei ich ja eigentlich eher so was wie "Rotten Aufhocker" erwartet hätte!) mal wieder ausgesprochen eindrucksvoll bewiesen haben. Dass sie dafür nicht ununterbrochen das Gaspedal bis tief in den Asphalt treten müssen, zeigen die Musiker im dritten Song "A monstrous vermin", wo sie auch mal ein paar langsamere Parts eingebaut haben. Funktioniert ebenfalls ausgezeichnet. Insgesamt also eine durch und durch grandiose Geschichte, die natürlich viel zu kurz ist. Ich feier' die Band also immer noch voll krass ab und das sollte wirklich jeder Death Metal Fan ebenfalls tun!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. The Aufhocker 02:52
2. Hanger in the Eye 02:16
3. A monstrous Vermin 03:32
4. Flounderized 03:15
5. Cruel old Maiden 03:46
6. Vomitorium 04:29

Pounder - Uncivilized

PounderLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 42:04 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ihre letztjährige 7"-Scheibe "Faster than fire" (Shadow Kingdom Records) liess ja bereits aufhorchen, nun kommt das Trio aus Los Angeles mit seinem Debüt-Longplayer vorbei. Interessanterweise sind sie jetzt bei den Kollegen von Hells Headbangers unter Vertrag - ich dachte eigentlich, dort gibt es nur derbe extremen Metal! (Scheint aber wohl ein kleiner Trend zu werden, Xtreem hat sein Fighter Records-Unterlabel, bei Moribund gibt es kurzer Zeit auch 'ne Metal/Hard Rock Sparte...) Liegt aber wahrscheinlich daran, dass die Musiker eigentlich im Death Metal zuhause sind: Matt Harvey (u.a. Exhumed und Gruesome), Alejandro Corredor (Nausea) und Tom Draper (Carcass) sind in der Szene ja definitiv keine Unbekannten.
Hier frönen sie ihrer Leidenschaft für den klassischen Heavy Metal und das machen sie sehr ordentlich. Schon der Opener "Fuck off and die" rockt wie Sau und auch die nachfolgenden Songs gehen flott ins Ohr und verbleiben dort auch gerne. Sogar 'ne waschechte (Halb)-Ballade ("Long time no love"!!!!) gibt es zu hören, wer hätte das bei dieser Besetzung gedacht? Man merkt, wie viel Spaß die Jungs bei dieser Scheibe hatten und das überträgt sich natürlich auch auf den Hörer. Klar wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber gegen fast 45 Minuten gut gemachten, traditionellen Heavy Metal hat doch niemand etwas einzuwenden, oder? Nette Scheibe, macht echt gute Laune!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Fuck Off and Die 06:06 
2. Uncivilized 05:35 
3. Red Hot Leather 04:03 
4. Long Time No Love 05:25 
5. We Want the Night 03:47 
6. The Mists of Time 05:01 
7. Answer the Call 06:12
8. The Evil One 05:55

Toby Knapp - Blizzard Archer

Toby KnappLabel: Moribund Rockers

Spielzeit: 33:44 min.

Genre: Instrumental Prog

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Flitzefinger Toby Knapp haut nach drei Jahren Pause mal wieder ein Solo-Album raus. Sollte man den kennen? Das dürften sich so einige Extrem-Metaller unter Euch fragen und die Antwort ist: Ja! Der Kollege steckt nämlich hinter der Black Metal Band Waxen, deren aktuellen Longplayer "Terror Decree" ich letztens erst besprochen habe. (Review hier!) Auf "Blizzard Archer" zeigt der gute Mann wieder einmal seine großartige Begabung und erfreut uns mit acht Instrumental-Songs, die nicht von schlechten Eltern sind. Eigentlich bin ich überhaupt kein Freund solcher Instrumental-Frickel-Alben - ich selber bin kein Musiker, der die Feinheiten des Spiels vernünftig würdigen kann und mich ermüden solche Werke schnell. Nicht so bei "Blizzard Archer"! Der Herr Knapp schafft es doch tatsächlich, eine Brücke zwischen technischer Finesse und Eingängigkeit zu schlagen, die auch solche Laien wie mich fasziniert. So habe ich mich ohne jegliche Quälerei durch das Album gehört und hatte dabei viel Freude an den schönen Melodien. Das muss man auch erst mal hinkriegen! Einen dicken Pluspunkt bekommt Toby von mir übrigens für das Coverartwork, das so dermassen beschissen aussieht, dass es schon wieder cool ist. Alter, so was hätte sich selbst in den 80ern kaum einer getraut!!! Trotzdem eine feine Platte eines großen Talentes

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. All Hands Planted 04:02
2. Midnight in Guyana 03:21
3. 13 Astral Gateways 04:02
4. Cold Warrior 03:28
5. The Eye of Providence 04:02
6. Bear 141 03:21
7. Blizzard Archer 05:48
8. To the Pavilion 05:40

Sinmara - Hvísl Stjarnanna

SinmaraxxlCoverLabel: Ván Records

Spielzeit: 42:18 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 08. März 2019

Es ist schon erstaunlich, wie schnell zig großartige isländische Bands auf der Bildfläche erschienen um sich mit ihren Debütalben jedesmal zu überbieten. Sinmara hauten anno 2014 mit "Aphotic Womb" eine großartige Scheibe auf die Ohren der geneigten Schwarheimer und überzeugten durchweg. Nach fünf langen Jahren Wartezeit, sowie einer nicht minder tollen EP und einer Split, erscheint dieser Tage endlich der neue Langspieler "Hvisl stjarnanna".

Auf diesem neuen Album schlagen Sinmara erneut zu und entführen einen in tiefe Abgründe, weite schwarze Labyrinthe und wirken zugleich anklagend wie erhebend. Der Melodie-Anteil scheint etwas gestiegen zu sein und so offenbaren sich zeitweise schon fast sehnsuchtsvolle Harmonien inmitten der Finsternis, wie z.B. bei "Mephitic Haze". Sinmara beweisen gekonnt, wieso sie innerhalb kürzester Zeit zu den Hochkarätern der Szene aufsteigen konnten. Dabei glänzt das Album wieder einmal durch eine tolle Produktion, in der die Schwärze jederzeit vorhanden, nicht aber zu einnehmend ist und jedes Instrument seine Akzente setzen kann.
Das sehr gelungene Cover Artwork kann getrost als fast schon symbiontisch bezeichnet werden, bildet es doch die perfekte Einheit mit den sechs neuen Songs.

Sinmara haben sich lange Zeit gelassen und enttäuschen nicht. Sie hauen einen fantastischen Nachfolger zu "Aphotic Womb" raus, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht, sondern gar noch mächtiger wirkt. Die Musiker sind hörbar besser an ihren Instrumenten geworden und wissen auch wie sie ihre Ausstrahlung noch mächtiger demonstrieren können. Dabei verliert sich das Album nicht in Undurchdringbarkeit, sondern gibt einem genug Leitpunkte mit auf den Weg und lässt sich trotzdem immer wieder neu entdecken. Das Black-Metal Jahr startet also stark und die Konkurrenz muss sich schon jetzt warm anziehen.

Sascha Scheibel

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Apparitions
2. Mephitic Haze
3. The Arteries of Withered Earth
4. Crimson Stars
5. Úr Kaleik Martraða
6. Hvísl Stjarnanna

Witchgöat - Egregors of the black faith

xxlwitchgoatLabel: Morbid Skull Records + Hell Productions

Spielzeit: 38:17 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Hatte ich mir in der Kritik zur Demo-Kassette "Umbra Regit" (Review hier!)! der Truppe aus El Salvador im letzten Juli noch gewünscht, die Band würde bald mit einem "richtigen" Album aufwarten, so erfüllt man mir meinen Wunsch sogar noch viel schneller als ich es je erwartet hätte und haut via Morbid Skull Records den Debüt-Longplayer raus! Und hier erwartet uns wunderbar räudiger Black/Death Metal, der ohne Kompromisse komplett in die Vollen geht und weder in Punkto Geschwindigkeit, noch bei der nötigen Brutalität irgendwelche Gefangenen macht. Hatte ich bei oben erwähntem Demo noch die Limitierung auf popelige 33 Exemplare kritisiert, so haben die Kollegen die beiden dort präsentierten Songs jetzt nochmal auf "Egregors of the black faith" draufgepackt, was ich für eine gute Idee halte, denn die Stücke sind einfach zu cool, als dass nur eine Handvoll Personen davon profitieren sollten. Der Spaß ist schön dreckig und immer noch ein wenig rumpelig (was ich als durchaus positiv ansehe!!) ausgefallen, so dass Freunde dieses Sound hier voll auf ihre Kosten kommen!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Litanies of the Adversary 00:42
2. Proliferation of the Dark Souls 03:42
3. Black Vomit of Souls 03:44
4. Emanations from the Underworld 04:50
5. Putrefaction of Souls 04:16
6. Into the Jaws of Death 05:08
7. Eyes of the Profane 05:11
8. Umbra Regit 04:39
9. Beyond the Soil of the Dead 06:05

Lucifera - La cacería de brujas

LuciferaLabel: Dunkelheit Produktionen

Spielzeit: 38:35 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Dass der Bernd von Dunkelheit ein Faible für brutale Mucke aus Südamerika hat, dürfte für Szenekenner keine neue Nachricht sein, ebensowenig, dass er ein verdammt gutes Näschen für geile Bands hat. Dies beweist seine neuste Veröffentlichung: Die Thrasher von Lucifera aus dem fernen Kolumbien! Aber ich muss direkt mal vorwarnen: Wer jetzt an "typischen" Thrash der Marke Dust Bolt o.ä. denkt, der sollte sich warm anziehen, denn was die Kolumbianer hier abliefern ist Thrash Metal von der allerbrutalsten Sorte, ich kenne so einige Bands aus der Death und Black Metal Ecke, die es in Sachen Brutalität mit Lucifera im Leben nicht aufnehmen können. Immer mit Vollgas mitten inne Fresse rein, so reisst die Band blutige Löcher in unsere Gehörgänge, bohrt sich ins Gehirn und feiert dort 'ne fröhliche Abrissparty! Das ist für mich der perfekte Thrash Metal!! Nah an der Grenze zum Death, aber deutlich abgegrenzt zum Black/Thrash, nix mit "Spaß inne Backen" oder fröhlichen "Fun-Geschichten" - hier regiert pure Aggression! Für mich eines der geilsten Thrash-Alben der letzten Zeit und ich bin mir ganz sicher, dass die Konkurrenz sich gewaltig anstrengen muss, um an die wütende Qualität der Kolumbianer heranzukommen. Kleiner Fakt am Rande: Hinterm Mikro klemmt übrigens mit A. Blasfemia eine holde Maid, die wieder einmal beweist, dass Sängerinnen im Extrem-Metal-Bereich oft die krassesten Stimmen haben (siehe Onielar von DNS!!!). Eine schweinegeile Platte und ich werde mich jetzt erst mal an den Backkatalog der Band heranwagen, die existiert nämlich schon gut zehn Jahren und La cacería de brujas ist bereits deren vierter Longplayer (na, da hab' ich ja was zu tun!!).

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Arde en llamas 04:07
2. Sigillum Diaboli 04:25
3. Sortilegio 03:50
4. Ceremonia secular 06:22
5. Pacto pagano 03:49
6. Conjuro 04:09
7. Brujería 05:03
8. Evocación del caos 06:50

 

Abyssic - High The Memory

Abyssic  High the memory Label: Osmose

Spielzeit: 77:17 min.

Genre: Symphonic Death/Doom/Black

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Fast auf den Tag genau beehrte uns die norwegische Formation Abyssic vor drei Jahren mit ihrem Debüt "A winter's tale" (Review hier!). Was hat sich seitdem bei der Band getan? Nicht viel, höchstens bei der Besetzung, denn hier hat nun der Herr Tjodalv (ex-Dimmu Borgir, ex-Old Man's Child) an den Drums Platz genommen und mit Herrn Makhashanah (ex-Tiamat) wurde ein weiterer Bassist an Bord geholt. Musikalisch knüpft man mit "High the memory" so gut wie nahtlos an den Vorgänger an: Das heißt, auch hier wird eine Mixtur aus Death, Doom und einem Hauch Melodic-Black Metal vehement mit allerlei Bombast und Pomp verkleidet. Nun könnte man meinen, wenn sich kaum was verändert hat, dann gibt es auch die gleiche Benotung ("A winter's tale bekam damals ein "L" von mir). Knapp daneben, denn die Qualität der Musik wurde deutlich gesteigert. Die Songs sind ausgereifter, viel stimmiger im Aufbau - kurz: Besser! Das ganze Album ist erfreulich homogen ausgefallen, so dass auch die beiden Songs, welche die zwanzig Minuten-Grenze knacken, durchweg die Spannung halten können und gerade wenn man in sphärische Passagen abdriftet, die mich hier und da sogar ein wenig an Tiamat zu deren glorreichen "Wildhoney"-Zeiten erinnern, vergeht die Zeit wie im Flug. Die Band hat sich also merklich gesteigert und somit kann ich das Album allen Freunden des Pompösen ans Herz legen.

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Adornation 08:11
2. High the Memory 20:39
3. Transition Consent 12:38
4. Where My Pain Lies 20:37
5. Dreams Become Flesh 15:12

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