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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-Reviews

Katechon - Sanger fra Auschwitz

KatechonLabel: Saturnal Records

Spielzeit: 37:20 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Um es gleich klarzustellen: Katechon sind selbstverständlich keine NSBM oder ähnlich geartete Band, der Titel (Übersetzt: "Lieder aus Auschwitz") bezieht sich auf das lyrische Konzept des Albums, nämlich eine Art philosophische Herangehensweise an das abgrundtief Böse auf der Welt und Auschwitz soll dafür als Synonym für einen Ort des ultimativen Bösen auf Erden stehen. Wie man dieses Konzept in den Texten umgesetzt hat, kann ich leider nicht beurteilen, denn a) liegen mir diese nicht vor und b) habe ich letzte Woche meine Norwegisch-Kenntnisse irgendwo verloren. Beschränken wir uns also auf die Musik und diese hat seit ihrem letzten Longplayer "Coronation" (Review hier!) eindeutig an Qualität gewonnen. Die Musiker spielen eine ausgesprochen intensive und unheilvolle Mischung aus Black und Death Metal mit ordentlich Doom-Elementen, die recht beeindruckend präsentiert wird. Die Atmosphäre ist packend und hinterlässt eine Gänsehaut am Körper des Hörers (wo auch sonst?). Das passt natürlich zum oben erwähnten Konzept, denn bei so einem Thema kann (bzw. darf) man keine lustige Party-Mucke erwarten. Ein Album, für das man sich Zeit lassen sollte.

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Fotspor 02:42
2. Eloi 03:34
3. Renselsen 04:32
4. Ankomst 06:28
5. Mørkets hjerte 05:25
6. Tre hoder 04:37
7. Davids skjold 02:55
8. Unheimlich 07:19

Obscure Infinity - Into The Vortex Of Obscurity

obscure infinity2019xxlLabel: FDA Records/Defying Danger Records

Spielzeit: 40:45 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Habt Ihr an manchen Tagen auch das Gefühl, das alles, aber auch wirklich alles schief geht und scheiße läuft? Die Kinder sind erkrankt und kotzen alles voll; die doppelmoralischen Nachbarn gehen einem mit ihrem sinnleeren und verlogenen Gesülze auf den Zeiger; man wartet schon seit Wochen auf eine Bestellung, aber alles was der Postbote durch den Briefkastenschlitz steckt, sind Werbung und Rechnungen; sich besaufen macht keinen Spaß mehr, aber das Bier ist eh alle. Was soll man tun? Den Verstand verlieren? Sich die Kugel geben? So tun, als ob nichts geschehen sei?
Nee, da gibt es 'was Besseres: guten Death Metal, laut gehört. Dann schmeckt auch das Bier wieder.

Erschien vor Kurzem das Compilation-Album 'Evocation Of Chaos', gibt es in den nächsten Tagen das vierte "echte" Album" der Todesblei-Kapelle Obscure Infinity aus dem Westerwald zu kaufen, das 'Into The Vortex Of Obscurity' betitelt wurde. Das Quintett aus dem beschaulichen Rheinland-Pfalz (Helmut-Kohl-Country ;) ) ist auch schon eine ganze Weile am Start und hat neben seinen regulären Scheiben eine Menge Split-EPs herausgebracht, deren Songs auf der weiter oben erwähnten Compilation-Langrille jüngst zusammengetragen und veröffentlicht wurden. Geboten werden hervorragender und innerhalb seiner gesteckten Grenzen abwechslungsreicher Death Metal, der mich streckenweise an die besten Werke der Oldenburger Obscenity erinnert, aber durchaus immer 'mal wieder die Grenzen zum Melodeath sprengen, was aber gar nicht stört, sondern den gegenteiligen Effekt hat.
Eingetrümmert wurde das gute Stück im Soundlodge Studio des üblichen Verdächtigen Jörg Uken; ein weiterer üblicher Verdächtiger, Juanjo Castellano, zeichnet sich für das 'mal wieder famose Artwork verantwortlich.
Zu haben sein wird das Album im Jewelcase-, Digipack- und Vinylformat sowie als (mittlerweile ja obligatorischem) Download.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Embrace Obscurity
02. A Cosmic Disgrace
03. Grotesque Face
04. Invoke Deliverance
05. Lightning Spear (A Forlorn Wanderer Part II)
06. Void Of The Soul
07. Withering Starseed Under The Cosmic Vault
08. Swallowed By Time And Darkness

Left Hand Solition - Though The Mourning Woods

Leftxxl Hand SolutionLabel: Massproduktion

Spielzeit: 33:54 min.

Genre: Gothic/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das Musikgeschäft kann manchmal so verdammt ungerecht sein, ein Beispiel dafür sind die Schweden von Left Hand Solution. Anfang der Neunziger kam der Trend auf, zarten Frauengesang mit groben Growls zu verbinden und Bands wie The Gathering, Theatre of Tragedy oder The 3rd and the Mortal hatten damit großen Erfolg. Auch Left Hand Solution waren seit der "Metal North" 4er-Split von 1993 mit 'ner Sängerin am Start (damals sang dort noch Kicki Höijertz, die später bei Siebenbürgen gelandet ist - das Demo "Dwell" (1992) hatte dagegen noch männlichen Gesang...), doch irgendwie hat das keine Sau mitbekommen und dabei ist das Debüt "Fevered" sogar beim Branchenriesen Nuclear Blast erschienen... Hat alles nichts geholfen. Deshalb war dann auch irgendwann Sendepause bei der Band, bis man sich letztes Jahr wieder zusammengefunden hat und heuer gar ein klatschneues Album präsentiert. Und das Teil ist so richtig geiler Stoff für all diejenigen unter Euch, welche die Band von früher noch kennen und mögen, denn "Through the mourning woods" ist ein geiler Retro-Ritt in jene frühen Neunziger geworden. Die Schweden spielen ihren ureigenen Sound, als wäre überhaupt keine Zeit vergangen - eine herrlich altmodische Mischung aus Doom und Gothic und mit dem wunderbaren Gesang von Marianna Frykman versehen - es gefällt mir richtig gut. Der Spaß ist überhaupt nicht "zeitgemäss" und genau das macht seinen Zauber aus. Keine Ahnung, ob das auch was für die jüngeren Leute ist, die die damalige Zeit nicht miterlebt haben, aber gute Musik ist gute Musik, egal wie alt(modisch) sie auch sein mag. Ich find's prima und kann mich noch gut daran erinnern , dass ich die CD damals für kleines Geld bei Karstadt Hören und Lesen in der Wühltheke gefunden habe - leider auch ein Synonym für den ausgebliebenen Erfolg der Band... Schön, dass es Euch wieder gibt!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Blessed Be My Fallen Angel 05:44
2. And Time Went By 05:37
3. Return the Sun 05:17
4. The Bleeding Heart 05:19
5. Stillborn 04:23
6. Fields on Fire 07:34

Foul Body Autopsy - The Unquiet Dead

Foul Body Autopsy  The unquiet dead Label: Eigenproduktion

Spielzeit: 09:51 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das letztes Jahr erschienene "This machine kills Zombies"-Album des Alleinunterhalters Tom Reynolds (jawoll, so was gibt es nicht nur im Black Metal!) hatte mir damals recht gut gefallen (feiner Knüppel-Death Metal), so war ich erfreut, was Neues von dem Engländer hören zu können. Aber große Überraschung - die drei Tracks der "The Unquiet Dead"-EP sind gar kein "KnüppelausdemSack-Gaballer" mehr. Vielmehr tendieren sie ordentlich in die technische Ecke und haben gleichzeitig auch noch verdammt coolen Groove. Sehr anspruchsvoll und gleichzeitig brutal, der Herr Reynolds scheint extrem fleißig geübt zu haben. Qualitativ definitiv erheblich höher angesiedelt, als "This machine kills Zombies" - mir gefällt das Album trotzdem weitaus besser als die EP. Wer allerdings etwas aufgeschlossener als Meinereiner ist, der sollte hier auf jeden Fall mal reinhören, auf der Bandcamp-Seite der Kapelle kann man sich nämlich die digitalen Versionen aller bisherigen Foul Body Autopsy-Veröffentlichungen für lau runterladen. Riskiert ruhig mal ein Ohr!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Consumed by Decay 03:38
2. The Impending Darkness 02:44
3. Searching for Sanctuary 03:29

Mortal Scepter + Deathroned: Split

Deathroned  SplitLabel: Dying Victims Productions

Spielzeit: 24:33 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Mortal Scepter; Deathroned

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

2 x Thrash Metal aus Frankreich bietet uns diese fröhliche Split und den Anfang machen die Jungs von Mortal Scepter. Die kommen aus Dünkirchen, haben schon ein Demo und 'ne EP in ihrem Backkatalog und präsentieren und ganz nett gemachten Thrash Metal. Der ist zwar erfreulicherweise ordentlich Old School, ansonsten aber ziemlich lahm und reisst mich jetzt nicht wirklich vom Hocker, auch wenn die Death-Coverversion "Left to die" ganz ok ist. Ähnlich verhält es sich bei Deathroned aus Paris. Solider, aber nicht sonderlich aufregender Old School Thrash, der allerdings im direkten Vergleich mit Mortal Scepter etwas besser bei mir abschneidet. Auch hier gibt es eine Coverversion, nämlich "Sign of evil" von Violent Force, was den guten Geschmack der Kollegen zeigt. Ist halt nur ein bisschen komisch, wenn ein Cover der beste Song auf der Scheibe ist... Die Platte ist insgesamt jetzt nichts weltbewegendes, aber es tut auch keinem weh, hier mal reinzuhören.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

Side A
1. Mortal Scepter - Punitive Expedition 04:57
2. Mortal Scepter - Perish with the Flesh 04:43
3. Mortal Scepter - Left to Die (Death cover) 04:04
Side B
4. Deathroned - Speed Takeover 01:45
5. Deathroned - Night of the Sinner 05:29
6. Deathroned - Sign of Evil (Violent Force cover) 03:35

Mortal Scepter - Where Light Suffocates

Mortal ScepterLabel: Xtreem Music

Spielzeit: 41:51 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

War ich ja von dem Beitrag der Franzosen auf der Split mit Deathroned (Review hier) nicht sonderlich begeistert, so gespannter war ich auf die Songs des ersten Longplayers der Kollegen. Hat sich die Band verbessert? Naja, ein wenig, aber leider nicht genug, um mich zu einer besseren Bewertung bewegen zu können. Die Songs sind insgesamt ein wenig verspielter, der Versuch, dem Ganzen eine eigene Note zu verleihen, ist definitiv lobenswert - leider bleibt es beim Versuch. Trotzdem bin ich der Meinung, besser ein mittelprächtiges Old School Thrash Album (so wie wir es hier präsentiert bekommen!), als ein "gutes" (gibt es das überhaupt?) Neo-Thrash-Teil, deshalb ist das hier schon ganz ok. Wird allerdings ganz sicher nicht sehr oft im meinem Player rotieren, da gibt es einfach zu viel Zeug, was definitiv geiler klingt. "Where light suffocates" fällt eindeutig in die Kategorie "Geht so"!!

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. A Ray of Despair 02:24
2. Where Light Suffocates... 05:05
3. Murder the Dawn 03:55
4. Lust Spells 04:10
5. Perish with the Flesh 04:36
6. The Carpathian Castle 03:46
7. Spear and Fang 03:51
8. Swallow Your Tongue 03:57
9. ...the Scepter Reigns 10:07

Okkultist - Reinventing Evil

okultis Label: Alma Mater Records

Spielzeit: 36:07 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Uiuiui, was ist denn das hier für ein fieses Geschoss? Wütender, immer und immer wieder in Thrash-Gefilden wildernder Todesblei mit einem guten Schuss Groove, einigen Celtic-Frost-Versatzstücken sowie einer Growlerin, die derart garstig ihre Stimmbänder malträtiert, dass ich, in einem früheren Leben selbst 'mal als Death-Metal-Shouter unterwegs gewesen, Anflüge von Halsschmerzen bekomme.

Die Portugiesen Okkultist präsentieren mit 'Reinventing Evil' ihr Debütalbum, dessen Vorgänger, die EP 'Eye Of The Beholder', zwei Jahre zuvor das erste Lebenszeichen dieser Kapelle darstellte; zusammengetan haben sich die vier Herren an den Instrumenten und die Dame am Mikrofon Ende 2015. Das Quintett kommt mit den acht Eigengewächsen sowie dem Bathory-Cover 'Satan Is My Master' auf etwas mehr als 36 Minuten, was total in Ordnung geht, eben auch weil die Songs allesamt recht abwechslungsreich daherkommen und ganz einfach ordentlich Spaß machen...

Produziert wurde das Album von Moonspells Pedro Paixão; Tue Madsen hat den ganzen Spaß abgemischt. Das Coverartwork stammt von der Shouterin, Beatriz Mariano, höchstpersönlich. Und wenn wir schon Moonspell erwähnt haben: Fernando Ribeiros just gegründetes Label, Alma Mater Records, wird die Scheibe als ersten Release überhaupt veröffentlichen.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Reinventing Evil
02. Back From The Dead
03. Sniff The Blood
04. Sign Of The Ripper
05. I Am The Beast
06. Grave Digger
07. Plasmodium
08. Rise And Reign
09. Satan Is My Master

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