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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-Reviews

Pa Vesh En - A Ghost (7")

Pa Vesh EnLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 14:13 min.

Genre: Raw Black Metal/Ambient

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Nach zwei Demos beglücken uns die Black Metaller aus Weißrussland nun mit einer 2-Track-EP. Darauf befindet sich eine knappe Viertelstunde lang garstiger Raw Black Metal, der von so einigen Ambientklängen unterstützt wird. Von schleppend bis rasend bewegt man sich hier und gerade der Gesang ist echt verdammt abartig. Das Ganze klingt wirklich ziemlich geil und herrlich kaputt - wäre da nicht der echt beschissene Sound, die EP wäre ein totaler Hammer! Doch leider klingen die beiden Song viel zu dünn und verwaschen, selbst für Demo/Underground-Verhältnisse. Das ist verdammt schade, trotzdem werde ich die kleine schwarze Scheibe gerne weiterempfehlen und hoffe in nicht allzu ferner Zukunft wieder etwas von der Band zu hören - dann aber bitte mit einem besseren Sound. Ich würde mich freuen!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. A1 Haunting and Mourning 06:58
2. B1 Gruesome Exhumation 07:17

Matterhorn - Crass cleansing

Matterhorn  Crass cleansingxxlLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 33:32 min.

Genre: Uralt Black/Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Zunächst mal muss ich der Schweizer Kapelle zu ihrem grandiosen Cover gratulieren, geiler kann man "Heavy Metal" im Bild kaum festhalten. Auch wenn ich (Vorsicht - Spoileralarm!!) das Album jetzt nicht ganz so aufregend finde, ist allein dieses Cover den Kauf der Vinyl-Version von "Crass cleansing" wert.
Doch kommen wir nun zur Musik, schon im Vorfeld wurde der Sound der Band ja als eine Art Hommage an die frühen Celtic Frost bezeichnet - etwas ähnliches hatten wir vor geraumer Zeit ja schon einmal mit den grandiosen Warhammer und deren Begeisterung für die legendären Hellhammer, was damals ja verdammt gut funktioniert hat. Die Jungs von Matterhorn entfesseln dann auch (nach einem recht seltsamen Intro!) einen "Retro"-Großalarm und rumpeln sich durch eine Mischung aus Uralt-Black/Death mit ein wenig Uralt-Speed Metal. Das machen sie zwar mit reichlich Spielfreude und Enthusiasmus, doch so hundertprozentig zündet der Funke bei mir nicht. Der Spaß lässt sich zwar ganz dufte anhören, doch muss ich feststellen, dass es in dieser Spielart des Metals doch so einige Tanzkapellen gibt, die das besser hinbekommen haben. So kann man "Crass cleansing" als gut gemachtes, solides Werk bezeichnen, das allerdings im Moment noch in der zweiten Startreihe lauert. Trotzdem macht es Spaß, sich das altmodische Geschepper anzuhören, man darf halt nur nichts weltbewegendes erwarten, was ja auch völlig ok ist. Einfach mal reinhören...

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Diptyque 00:51
2. Violent Success 02:54
3. Noch Nicht Nichts 04:54 
4. Teenage Emperors 04:34 
5. Parabol Dreams 04:10 
6. The Hornhead 05:55 
7. Tongues of Babel 05:19 
8. Of All I Was 04:55

Defiatory - Hades Rising

Defiatory  Hades Risingxxl Label: Black Lion Records

Spielzeit: 48:03 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Wer sich eine Mischung aus alten (was auch sonst?) Slayer, Testament und ein ganz klein wenig Sepultura (zu "Beneath the remains"-Zeiten) gut vorstellen kann, der sollte beim zweiten Album der schwedischen Thrasher Defiatory zuschlagen. Denn dort gibt es eine solche Mixtur zu hören, wenn auch qualitativ nicht ganz so hochwertig wie die Originale. An den technischen Fähigkeiten der Musiker liegt dies ganz gestimmt nicht - die sind tadellos. Die Songs sind halt nicht ganz so zündend, sondern eher aus der zweiten Reihe, was ich aber gar nicht so schlimm finde, denn das Album weiß dennoch gut zu unterhalten! Und genau das ist und bleibt doch das Wichtigste! Der Kopf kann geschüttelt werden, die Refrains eignen sich ausgezeichnet zum Mitgröhlen und schnell steigt die Stimmung im heimischen Kinderzimmer! Solide gemachter Thrash Metal, schön Old School und sich unüberhörbar an der US-Szene orientierend - kann man sich durchaus anhören!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. In Hell 04:42
2. Dance of the Dead 04:12
3. King in Yellow 05:28
4. Stronger than God 04:12
5. Death Takes Us All 02:53
6. Morningstar 04:24
7. Down to His Kingdom 04:44
8. Metatron 04:08
9. Bane of Creation 05:12
10. All That Remains 03:26
11. Hades Rising 03:35

Coroner - No More Color (Re-Issue)

Coroner  No morexxlLabel: Century Media Records

Spielzeit: 38:54 min.

Genre: Technischer Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Und weiter geht es mit den wiederveröffentlichten Werken der Schweizer Techno-Thrasher. "No more color" erschien im Jahre 1989 und dürfte den endgültigen Durchbruch der Band darstellen. Viele bezeichnen das dritte Album immer noch als ihr Lieblingswerk von Coroner. Warum auch nicht, denn das Teil ist verdammt geil. Die Musiker haben ihren Sound, der sich auf dem Vorgängeralbum "Punishment for decadence" (Review hier!) schon so hervorragend entwickelt hat, wird hier noch verfeinert und man klingt daher noch um einiges ausgereifter und professioneller, was der Platte echt gut tut. Auch bei diesem Werk kann ich nur sagen, wer's noch nicht kennt, sollte jetzt zuschlagen, auch wenn hier ebenfalls keinerlei Bonus-Zeug im Angebot ist. Schon cool, dass die Musik der Schweizer auch heute noch (über 30 Jahre später) total begeistert und so überhaupt nichts von ihrer Faszination und Qualität eingebüßt hat. Echte Kunst ist halt zeitlos... Übrigens, wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist: Auch die beiden folgenden Alben "Mental vortex" (1991) und "Grin" (1993) werden gerade wieder aufgelegt (bei Noise Records), allerdings "nur" als CD. Außerdem soll die Band wohl endlich an neuen Songs und einem neuen Album werkeln - Supi!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Die by My Hand 03:46
2. No Need to Be Human 04:31
3. Read My Scars 04:32
4. D.O.A. 04:19
5. Mistress of Deception 04:57
6. Tunnel of Pain 04:30
7. Why It Hurts 03:47
8. Last Entertainment 04:00

Coroner - Punishment for Decadence (Re-Issue)

Coroner  Punishment xxlLabel: Century Media Records

Spielzeit: 38:54 min.

Genre: Technischer Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Eine gute Idee von Century Media Records, die ersten drei Alben der Tech-Thrash-Pioniere Coroner nochmal neu zu veröffentlichen. Da das erste Werk "R.I.P." leider nicht bei uns angekommen ist (vielleicht hole ich die Kritik noch nach, habe das Teil noch irgendwo auf einer Kassette, mal schauen, ob ich's finde...), beginnen wir direkt mit dem Zweitwerk "Punishment for decadence" aus dem Jahre 1988. Der Sprung vom Debüt hierhin ist vielleicht der größte, den es zwischen zwei Coroner-Werken gibt, denn die Entwicklung, die man in der kurzen Zeit gemacht hat ("R.I.P." erschien ja nur ein Jahr zuvor!) ist echt enorm. Die Schweizer haben auf ihrem zweiten Alben bereits ihren ganz eigenen, typischen "Band-Sound" gefunden und ihn danach zwar immer mehr verfeinert und perfektioniert, aber nie großartig verändert. Und so bekommen wir auf "Punishment for decadence" hervorragenden, technisch verdammt hochwertigen Thrash geboten, der sich um Welten vom (z.B.) Bay Area Thrash unterscheidet. Tolle Melodien, ungewöhnliche Songstrukturen auf einem hohen Niveau werden dargeboten, ohne die typische Kraft und Wut des Thrash Metals aus den Augen zu verlieren. Klar erreicht man jetzt keine Härtegrade von "Pleasure to kill" oder "Obsessed by cruelty", aber es reicht. Wer auch nur ansatzweise auf Kapellen wie Atheist oder auch Voivod steht, der hat die Diskografie der Schweizer eh schon im Regal stehen, weshalb diese Neuveröffentlichung nix für sie/ihn ist, denn es gibt so überhaupt nichts als Bonus. Das ist recht schade, aber was soll man machen? Wer die Band bislang nicht kannte, wird allerdings hiermit aufgefordert, diese Bildungslücke so flott wie möglich zu schliessen - es lohnt sich!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:


1. Intro 00:12 
2. Absorbed 03:43 
3. Masked Jackal 04:46 
4. Arc-Lite 03:20 
5. Skeleton on Your Shoulder 05:35 
6. Sudden Fall 04:50 
7. Shadow of a Lost Dream 04:31 S
8. The New Breed 04:52 
9. Voyage to Eternity 03:45 
10. Purple Haze (The Jimi Hendrix Experience cover) 03:20 

Carnifex - Pathological Rites

carnifexLabel: Xtreem Music

Spielzeit: 44:42 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die finnischen Carnifx (es gibt ja noch eine Handvoll weiterer Bands gleichen Namens...) dürften nur eingefleischten Hardcore-Underground-Death Metal-Maniacs ein Begriff sein, hatte die Band doch nur eine kurze Lebensdauer (1989-1993) und hat dementsprechend nur wenig Material veröffentlicht. Dieses ist nun komplett auf einer CD zusammengefasst worden. (Hurra!!) Das wären zunächst das "Decadence"-Demo, die Songs von der Split mit Festerday und ein weiteres Demo, von dem man bislang gar nicht so genau wusste, ob es überhaupt existieren würde. Zum Schluss gibt es dann sogar noch einen komplett unbekannten Rehearsal-Song. Dass der Death Metal der Finnen ordentlich roh und ungeschliffen daher kommt, dürfte niemanden überraschen - ebenso wenig, dass es hier keinen Stoff von der Stange zu hören gibt. Die Songs haben jene typisch finnische Verspieltheit, die wir ja von so vielen Bands aus jenen Gefilden kennen und lieben. Schon erstaunlich, dass die Songs auch heute noch, nach 25 Jahren, nichts von ihrer Faszination und Bedeutung verloren haben!! Eine sehr schöne Zusammenstellung, die mir echt gut gefällt!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Decadence [Demo '91]
1. Intro
2. Pathological Rite
3. Disturbed One
4. Purify Thy Souls
5. Necrophobia
6. Aberration Into My Subconscious
Split Demo '91 (with Festerday)
7. Left Behind
8. Release From Slavery
Demo III [Demo '93]
9. Why?
10. Salvation = Suffocation
11. Resurrection
12. Spiritual Void
Rehearsal Recording [1993]
13. Fresh Flesh

Grin - Revenant

grinxxlLabel: The Lasting Dose Records

Spielzeit: 31:07 min.

Genre: Doom/ Sludge/ Stoner Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Grin. Eine Eine-Frau-und-ein-Mann-Formation. Aus der Bundeshauptstadt unserer wunderbaren, wenn auch stets sonderbare Republik. Gibt sich recht obskur (wenige Informationen im Internet), sind aber Mitglieder von Earthship beteiligt. Beschäftigt mich seit mehreren Wochen. Bin da recht ratlos, wie ich da reviewtechnisch rangehen soll....

Was meine Rezensionen betrifft, habe ich einen gewissen Anspruch. Ich höre jedwede Veröffentlichung mindestens acht- bis zwölfmal und versuche nachzuvollziehen, wie dergestalt das, was da aus den Boxen zu vernehmen ist, gemeint ist. Mir ist da auch total egal, ob das nun Brutal Death Metal, Stoner Rock, Deutschpunk oder Melodeath ist. Aufgrund meiner musikalischen Sozialisation auf einem Hinterhof-Gymnasium im äußerst verkackten Emsland (aka Wemsland) kam ich mit ziemlich unterschiedlichen Sachen (beispielsweise Klassik á la Tschaikowsky, Spätromantik á la Grieg, Neue Deutsche Welle (sowohl spaßiges Zeug wie Geier Sturzflug und UKW als auch tiefsinnigerer, aber nicht minder grenzdebilem Kram von Foyer des Arts oder Palais Schaumburg), Dark Wave á la Das Ich oder Relatives Menschsein, 8- sowie 16-Bit-Computerspiel-Musik sowie deren Neuinterpretationen von Künstlern aus allen musikalischen Bereichen etc.) in Berührung, kann mit diesen auch entsprechend gut umgehen und diese einschätzen und bin da im deutschsprachigen Musikjournalismus offensichtlich eine Bereicherung, was nun bitte beileibe nicht als Selbstbeweihräucherung verstanden werden soll, sondern lediglich meiner Selbsteinschätzung geschuldet ist. Des Weiteren war ich bis zum Frühjahr letzten Jahres selbst aktiver Musiker; zwar zumeist eher in regionalen Bands und leider auch nicht immer überzeugend, doch stets mit Leidenschaft zu Werke.

Weshalb ich derart aushole und damit vermutlich jeden zweiten unserer Leser vergraule? Verdammt noch eins: 'Revenant' klingt für mich wie ein arg unausgegorenes Machwerk zweier Menschen, die ihre überproduzierten, dennoch halbgaren Proberaumaufnahmen unters Volk bringen wollen und damit kokettieren, den Underground zu repräsentieren. Mehr als eine Schippe Helmet, viel Kyuss und unverständliches Gequake mit außerordentlich viel Hall - das soll es dann sein? Mag sein, dass ich zu doof für diese Art Sound bin; sollte dies nicht der Fall sein, handelt es sich bei besagtem Machwerk um ein Paradebeispiel unfertigen Stückes Musik, dass zwar eine Menge Potenzial aufweist, aber ganz einfach nicht zu Ende gedacht sowie produziert wurde. Nicht ganz scheiße, sogar mit durchaus erhaltenen Höhepunkten (daher die (allerdings superknappe) M-Wertung) ausgestattet, aber wie schon gesagt, unausgegoren und irgendwie unter massivem Zeitdruck dahingeklatscht. Not my cup of tea! Allerdings nicht auszuschließen, dass es auf diesem Planeten Individuen gibt, die genau diese Platte verehren werden.

Rippenspieß

XXL WertungM

Tracklisting:

01. Alterna
02. Seclusion
03. Sentinel
04. Ordinand
05. Revenant
06. Closure

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