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Three Dead Fingers - Breed of the devil

Three Dead FingersLabel: Bleeding Music Records

Spielzeit: 43:25 min.

Genre: Thrash Metal 

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Gerade mal Haare am Sack, aber Thrash Metal spielen - ist's genau richtig! Ganz im Ernst, die Jungs von Three Dead Fingers sind allesamt noch keine 16 Jahre alt und ganz ehrlich, wenn ich das nicht vorher gewusst hätte - ich wäre nie darauf gekommen. Denn das Debüt der schwedischen Jungspunde klingt verdammt gut und erwachsen. Zu hören bekommen wir Thrash Metal der amerikanischen Art, dem gekonnt einige wohlklingende Melodien und auch ein kleiner Hauch Nu Metal hinzugefügt wurde. Man hört der Platte von Beginn an die ungeheure Spielfreude der Burschen an und rein musikalisch kann "Breed of the devil" auch wirklich überzeugen. Das Teil knallt schön, ist mit ordentlich Tempo eingespielt worden und macht echt Spaß. Das einzige, was mir nicht so komplett gefällt, ist allerdings der Gesang. Wenn Sänger Oliwer so richtig fett shoutet (fast schon growlt!) klingt das sehr cool, sein "normaler" Gesang kommt in meinen Ohren allerdings (noch) etwas dünn an. Wenn man aber das Alter der Jungs berücksichtigt und die Tatsache, dass es sich hier um ein Debüt-Werk handelt, ist das Ergebnis verdammt beeindruckend! Haben wir hier vielleicht die Zukunft des Thrash Metals entdeckt? Keine Ahnung, das wird man in einigen Jahren sehen, es lohnt sich aber definitiv, diese Kapelle im Auge zu behalten!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Until the Morning Comes 01:19 
2. Black Rainbows 04:26
3. Into the Bloodbath 04:16
4. Celestial Blasphemy 03:49
5. Breed of the Devil 03:59
6. A Virus Called Life 03:55
7. Pighead 03:37
8. Nocturnal Gates 04:36
9. Eveline 04:57
10. Goodbye 03:41
11. House of the Careless 04:50

Wyrd - Vargtimmen Pt.1: The inmost night (Reissue)

Wyrd  Vargtimmen Pt.1Label: Moribund Records

Spielzeit: 48:32 min.

Genre: Black Metal 

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Dass die finnische Black Metal Szene weitaus mehr zu bieten hat, als das typische "Horna-Gekloppe" (wobei das ja auch feinster Stoff ist!!), dürfte für Kenner kein großes Geheimnis sein. Ein gutes Beispiel dafür ist die Band Wyrd, deren 2003er Album "Vargtimmen Pt.1" heuer von Moribund Records wiederveröffentlicht wird (Damals kam das Teil bei Solistitium Records heraus). Kurz zur Band, die war von 1997 bis 1998 noch unter dem Namen Hellkult unterwegs (wer sich für deren (sehr gute!!) Musik interessiert, es gibt eine super Compilation ihrer Werke: "The Collection" - Blood, Fire, Death Records 2004), dann trennte man sich und Kollege Narqath (u.a. auch Azaghal, Hin Onde, Vultyr...) machte mit Wyrd weiter. Musikalisch gibt es hier grandiosen Pagan Black Metal, der nicht nur völlig klischeefrei und unpeinlich in Szene gesetzt wird, sondern darüber hinaus auch noch qualitativ echt hochwertig ist. Anders als bei vielen anderen Bands dieses Genres setzt man bei Wyrd stark auf epische Elemente, so dass man den Sound der Finnen sehr wohl als majestätisch bezeichnen darf. "Vargtimmen Pt.1" wird von vielen Fans als das beste Album der Kapelle bezeichnet, was man durchaus so stehen lassen kann, wobei ich eigentlich alles von ihnen ausgezeichnet finde. Wer das Album, oder gar die Band noch nicht kennt, sollte jetzt unbedingt antesten. Verfallt Ihr Wyrd danach, könnte es allerdings etwas teuer werden, denn neben 9 Longplayern gibt es auch noch zahlreiche EPs und Splits zu entdecken. (Und Album Nummer 10 steht schon in den Startlöchern!!) Endlich mal eine Wiederveröffentlichung mit Sinn und Verstand.

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Lonely Sea 12:40 Show lyrics
2. Autumn 05:19 Show lyrics
3. Vargtimmen 08:11 Show lyrics
4. Sad Song of the Woods 17:28 Show lyrics
5. Outro 04:54

Deiphago - I, the devil

Deiphago  I, the devilLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 39:07 min.

Genre: Black/Death Metal 

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Hurra! Deiphago sind wieder da! Ganze vier Jahre mussten wir auf einen neuen Longplayer warten (wobei die Kollegen von den Philippinen in der Zwischenzeit nicht gerade faul waren und u.a. zwei Live-Alben veröffentlicht haben!) und endlich steht "I, the devil" in den Startlöchern und Fans der Band mit dem regelmässigen Drummer-Wechsel (Spinal Tap lassen grüßen!) werden begeistert sein, denn Sidapa (Gitarre) und Voltaire 666 (Gesang und Bass) werden neuerdings von Erick Mejia an den Trommeln unterstützt und lassen wieder einmal nichts anbrennen. Herrlich primitiver Black/Death Metal wird uns um die Ohren geknüppelt, dass es eine wahre Wonne ist. Hier gibt es keine technischen Spielereien oder raffinierte Songstrukturen - am Arsch die Räuber! Bei Deiphago wird geballert bis der Arzt kommt, das Trio zerstört einfach alles, was sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen konnte! Knapp vierzig Minuten gibt es gepflegt eins in die Fresse und ich liebe es!!! Definitiv nix für musikalische Feingeister, aber für die "Stumpf ist Trumpf"-Fraktion ein Fest!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Intro: Decimation 00:43
2. Quantum Death 05:06
3. Neuro-Satanic Circuit 04:24
4. 11:4:6 04:30
5. Deus Alienus (God of the Other Side) 05:48
6. Chaos Protocols 05:32
7. Anti-Cosmic Trigger 05:12
8. I, the Devil 07:52

Reckless Manslaughter - Caverns Of Perdition

recklessLabel: FDA Records

Spielzeit: 44:25 min.

Genre: Death Metal 

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ich finde es ja immer geil, wenn ein Tonträger so ziemlich genau 45 Minuten andauert. Wieso das so ist, hat wahrscheinlich sehr viel damit zu tun, dass ich in meinen Metal-Anfangstagen viel zu wenig Geld hatte, um mir all die unzähligen, meinen unbändigen Hunger auf gute Mucke stillende Scheiben zu kaufen. Also erwarb ich 90-Minuten-Leerkassetten von BASF oder TDK (bitte nicht als Schleichwerbung verstehen) und überspielte mir von Kumpels ausgeliehene Tonträger. Eine Kassettenseite besaß eine Kapazität von genau 45 Minuten.
Heutzutage nehme selbst ich (allem Vergangenen hinterher heulender Nasenbär) natürlich keine Tapes mehr auf (das letzte Mix-Tape produzierte ich vor etwa fünf Jahren), aber irgendwie ist die Affinität für Dreiviertelstunde-Tonträger geblieben...

Die nordrheinwestfälischen Überzeugungstäter Reckless Manslaughter, deren zweite Scheibe 'Blast Into Oblivion' ich damals rezensieren durfte (Review hier), präsentieren sich auf Album Nummer drei wieder sehr abwechslungsreich, ohne dabei allzu heterogen zu erscheinen. Der Fünfer lässt es sich schlicht nicht nehmen, diverse Einflüsse aus über 30 Jahren Death-Metal-Geschichte in seine Songs zu verarbeiten, ohne dabei als bloße Kopie dazustehen. Mal knüppeln die Jungs sich durch ihre Songs, mal wird á la Asphyx der Doom-Hammer ausgepackt, nur um urplötzlich ganze Akustikpassagen in den Sound zu implementieren. Vom Zwei-Minüter 'Stiffshifter' bis hin zum elfminütigen, zentnerschweren Doom-Monster 'Funeralmaster' wird so ziemlich aufgefahren, was dem Label "Death Metal" gerecht wird. Hier wird verdammt viel richtig gemacht - und nicht zuletzt beim Cover.

Ach ja, die Scheibe hat eine wirklich feine Länge...

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Blast Into Oblivion
02. Unleash The Spirits Of The Fallen
03. Operation Chastise
04. Vaporized Crucifix
05. Into Unknown Caverns
06. Catacombs Of Perpetual Damnation
07. Stiffshifter
08. Decay In Embryo
09. Funeralmaster

 

Goregäng - Neon Graves

goregangLabel: Transcending Obscurity Records

Spielzeit: 34:15 min.

Genre: Death Metal 

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Via Transcending Obscurity Records veröffentlicht das US-trumperikanische Death-Metal-Duo Goregäng - bestehend aus den Ribspreader-Mitgliedern Jeramie Kling und Taylor Nordberg - sein 34+ Minuten andauerndes Debütalbum 'Neon Graves'. Ins todesbleierne Leben gerufen wurde die Formation 2016, ein Jahr später erschien die selbstbetitelte EP.

Auf der gegenwärtigen Veröffentlichung wird dem Hörer mit einer ordentlichen Schippe Crustpunk versehener Death Metal größtenteils europäischer Prägung geboten, welcher sich als wahrlich kurz(weilig) und absolut schmerzvoll herausstellt. Man hat das Ganze natürlich hier und da schon einmal gehört, aber wer wird bei einer derartigen Veröffentlichung die Neu-Erfindung des Rades tatsächlich erwarten? Stattdessen gibt es genau das auf die Ohren, was man beim Betrachten des Juanjo-Castellano-Albumcovers erahnt: auf die Zwölf ballernder Todesblei.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. A Cavity In Reality
02. False Flags
03. Cathedral Of Chemicals
04. Silence Is Consent
05. Spray Of Teeth
06. Feeble-Minded Rash
07. Neon Graves
08. Plague Of Hammers
09. Goregäng
10. Weightless Sentinels
11. Putrid Judgement
12. This Era Of Human

October Tide - In Splendor Below

octobertide2019xxlLabel: Agonia Records

Spielzeit: 43:51 min.

Genre: Doom Death Metal mit starken Gothic-Rock-Anleihen

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Vor ein wenig mehr als drei Jahren erschien 'Winged Waltz' und konnte mich durchaus überzeugen (Review hier). Das Nachfolgewerk setzt den zuvor bestrittenen Weg konsequent fort, wobei 'In Splendor Below' noch um einige Nuancen düsterer, aber auch kürzer (knapp 44 Minuten) ausgefallen ist als das Vorgängeralbum. Der Rezipient benötigt eventuell ein oder zwei Hördurchgänge mehr, um die acht Songs zu erfassen, um feststellen zu dürfen, dass die Schweden wieder ein famoses Scheibchen abgeliefert haben. Mir gefiel der Vorgänger zwar einen Tacken besser als 'In Splendor Below', aber da mag auch jeder eine andere Meinung haben.

Fazit: Der Erwerb dieser Scheibe ist für Fans von älteren Opeth und Katatonia obligatorisch. Alle anderen sollten zumindest 'mal 'reinhören.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. I, the Polluter
02. We Died In October
03. O¨gonblick av na°d
04. Stars Starve Me
05. Our Famine
06. Guide My Pulse
07. Seconds
08. Envy The Moon

Black Mold - Tales of degradation (MC)

Black Mold  TaLabel: Helldprod Records

Spielzeit: 13:34 min.

Genre: Black/Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das erste Demo der Portugiesen ist noch gar nicht so lange her (Oktober 2018), da folgt schon der zweite Streich. Auch diesmal gibt es via Helldprod Records eine auf 80 Exemplare limitierte Kassette mit dreckigem Black/Thrash Metal auf die Ohren. Es gibt reichlich "Ughs" zu hören, der Sänger hat eine sehr räudige Stimme, die zu dieser Art von Mucke ausgezeichnet passt und auch der Sound ist angemessen roh. Allerdings geht man im Vergleich zum "Atavism"-Demo nicht mehr ganz so flott zur Sache, sondern hat etwas das Tempo gedrosselt, was den Songs echt gut tut, denn nun kommt die bösartige Atmosphäre noch besser zur Geltung. Gutes Teil, vielleicht gibt es beim nächsten Mal ja 'nen kompletten Longplayer...

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. The Astral Dome 03:13
2. Encrusted Parasite 02:25
3. Demon's Embrace 03:11
4. Bringer of Light 04:45

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