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Ahret Dev - Hellish

Ahret Dev  HellishLabel: Gods ov War Productions

Spielzeit: 26:40 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ahret Dev war eine recht kurzlebige polnische Death Metal Band, die von 1994 bis 1998 existierte und in dieser Zeit zwei Demos und ein Album herausgebracht hat. Letzteres wird nunmehr von Godz Ov War Productions wiederveröffentlicht - zusammen mit einer Bonus-CD, auf der wohl erwähnte Demos und weitere Rehearsals zu finden sind. Die liegt mir aber leider nicht vor, weshalb sich meine Kritik ausschliesslich um die 8 Songs der "Hellish"-MC dreht! Zu hören bekommen wir richtig gut gemachten Old School Death Metal, schön brutal und technisch einwandfrei eingeprügelt. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie zeitlos gute Musik ist, denn man hört den Songs überhaupt nicht an, dass sie bereits 22 Jahre auf dem Buckel haben! Knallt gut und sollte eigentlich jeden Death Metal Fan 'ne knappe halbe Stunde hervorragend unterhalten. Zwei Dinge sind nur etwas schade: Einmal die geringe Spielzeit, denn von so geiler Mucke darf's gerne ein bisserl mehr sein. Und dann die Tatsache, dass man von dieser verdammt guten Band danach nix mehr zu hören bekommen hat - Echt bedauerlich! Umso geiler, dass dieses Stück extremer Musik wieder ausgebuddelt wurde! Feines Teil!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Izis Ode 03:57
2. The Damned 02:50
3. Lords of Illusion 03:16
4. Inhumation 03:06
5. Eardh Kha Aamon Reeh 03:07
6.Archnemezis 03:33
7. Seventh Gate 02:37
8. Nebirius 04:15

Abythic - Conjuring The Obscure

abythic conjuring 600pxLabel: Xtreem Music

Spielzeit: 35:20 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Gegründet Ende 2014, durchlief Abythic eine ganze Reihe von Besetzungswechseln; selbst Gründungsmitglied M.D.B. wechselte im Laufe der Zeit vom Drumkit an die Stromgitarre. Man veröffentlichte 2015 die EP 'A Full Negation Of Existence' sowie drei Jahre später das mit viel Wohlwollen aufgenommene Debütalbum 'Beneath Ancient Portals'.

Nun erschien die Tage Album Nummer zwei, 'Conjuring The Obscure' - wieder mit neuer Besetzung, wenn man mal von M.D.B. und dem Reckless-Manslaughter-Vokalisten Leimy absieht. Geboten werden acht Death-Metal-Geschosse, die immer und immer wieder in Doom-Gefilden wildern und mehr nach skandinavischem denn amerikanischem Todesblei klingen. Die Atmosphäre ist recht düster, was auch durch den Einsatz passender Samples ermöglicht wurde. Neben Leimy sind noch drei weitere Growler am Start, was für eine gewisse Varianz sorgt, aber ein wenig die Homogenität des Gesamtwerks gefährdet.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Eternal Chaos Will Rise
02. Order Of The Gash
03. Shrouded In Perpetual Darkness
04. Ruins In A Wasteland Of Visions
05. Drifting Among Shadows
06. Coronation By The Burning Winds
07. Shadows Of Becoming Might
08. Let The Purge Begin

Baest - Venenum

beast2019Label: Century Media Records

Spielzeit: 44:45 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das erste, was mir in den Kopf schoss, als ich 'Venenum' zum ersten Mal hörte, war "Bolt Thrower mit schwedischen Kratzgitarren". Natürlich hatte ich die Cover-Version 'No Guts, No Glory' auf dem Ohr, ha ha; somit trifft meine Ersteinschätzung natürlich nicht.

Überhaupt sind die Dänen Baest schwer einzuordnen. Klar, sie spielen Death Metal, doch ob hier nun die schwedische Schule hervorgehoben, Chuck Schuldiners Death gehuldigt ('Nihil') oder á la Morbid Angel ('Gula') gezockt wird, stets hat man den Eindruck, als ob die Jungs aus Aarhus ihre vielfältigen Einflüsse ohne Wenn und Aber in die Songs einfließen lassen. Und ich muss sagen, dass mir dieser Stilmix überraschend gut gefällt, ist er doch gekonnt in Szene gesetzt worden. Man merkt schlicht, mit wie viel Herzblut die Musiker genau das tun, worauf sie Bock haben: geilen Death Metal zu spielen.

Fazit: In letzter Zeit erschienen einige sehr starke Todesblei-Scheiben. 'Venenum' kann da getrost hinzugezählt werden. Beide Daumen hoch!

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Vitriol Lament
02. Gula
03. Nihil
04. Venenum
05. Styx
06. Heresy
07. As Above So Below
08. Sodomize
09. Empty Throne
10. No Guts, No Glory

Atlantean Kodex - The Course Of Empire

atlanteanLabel: Ván Records

Spielzeit: 62:34 Min.

Genre: Epic Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Erwartungshaltung, unendliche Vorfreude, bangen und Zittern, Angst und Euphorie. Unterschiedlichste Gefühlsregungen und doch können sie alle mit einem Ereignis verbunden werden: Dem Erscheinen des neuen Albums von Atlantean Kodex. Sechs lange Jahre, eine gefühlte Ewigkeit, haben sich die Bayern Zeit gelassen und veröffentlichen demnächst endlich ihr, soviel sei vorweg gesagt, bisher bestes Album.

Spätestens nach diesem Album wird jede (hoffentlich kommende) weitere Veröffentlichung der Band als Großereignis im Underground wahrgenommen werden. Atlantean Kodex schaffen nämlich das Unmögliche: Sie übertrumpfen ihre bisherigen Releases. Dabei ist die Basis nach wie vor die gleiche. Epischer "Heavy Metal" im Stile der ersten Manowar Scheiben, wird mit doomigen Elementen versetzt und durch eine große Prise Bathory-Wikingerphase zu Hymnen für die Ewigkeit veredelt.
Die große Kunst dieses Albums ist dabei die konstante Großartigkeit der Songs. Einen Liebling auszuwählen fällt schwer, der Favorit ändert sich bei jedem Durchlauf. Ist es zunächst "Chariots", welches großartige Tempiwechsel bietet und Geschwindigkeit und Tragik in perfekter Symbiose vereint, könnte es beim nächsten Durchgang schon "A Secret Byzantium" sein. Dieser setzt sich mit seinem Chorus unverzüglich in den Kopf und wird ihn garantiert nicht so schnell verlassen. Der Titeltrack sollte auf keinem Konzert der Band mehr fehlen, ebenso wenig wie der Opener "People Of The Moon". Dieser galoppiert majestätisch los und macht direkt zu Beginn klar, das hier ist die absolute Königsklasse. Sänger Markus Becker hat sich spürbar weiterentwickelt, die hohen Töne sitzen noch präziser, sein Gesang wirkt authentisch leidenschaftlich. Die Instrumentalfraktion braucht sich nicht dahinter verstecken. Wunderbare Twingitarren-Melodien, tolle Soli und generell unvorhersehbares Riffing geben den Songs ein bis ins kleinste Detail ausgefeiltes Gerüst. Umgarnt wird die ganze Scheibe von diversen Interludien, die sich nicht vor den "richtigen" Liedern verstecken müssen. Ebenjene sind meisterlich ausgeführt und steigern die Atmosphäre spürbar und fügen sich organisch in das Gesamtkonzept ein.

Wir sind unwürdig! Atlantean Kodex spielen sich spätestens jetzt in den Olymp und verdienen allen Erfolg der Welt. Mit durchdachtem Konzept und Mut zur Tradition hat die Band ein absolutes Meisterwerk erschaffen. Das war ebenso vorhersehbar, wie unvorhersehbar. Nur in den allerwenigsten Fällen schafft es Bands solch hohe Qualität nicht nur durchweg zu halten, sondern auch zu toppen. Den Musikern gelingt alles und noch viel mehr. Über dieses Album wird man sicherlich auch in zehn Jahren noch sprechen. Es unterstreicht die Zeitlosigkeit dieser Musik und ist nichts anderes als eine pure Machtdemonstration, ein Monument und zukünftiger Klassiker.

Sascha Scheibel

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. The Alpha and the Occident 02:01 Show lyrics
2. People of the Moon 09:01 
3. Lion of Chaldea 06:45 
4. Chariots 08:29 
5. The Innermost Light 03:34 
6. A Secret Byzantium 08:55 
7. He Who Walks Behind the Years 08:53 
8. Spell of the Western Sea 01:27 
9. The Course of Empire 10:46
10. Die Welt von Gestern 02:43

Kêres - Ice, vapor and crooked arrows

Keres  Ice,Label: Terratur Possessions

Spielzeit: 42:19 Min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Da ist er wieder, der Herr Atvar! Gerade noch lief das alte Demo "Armageddon sun" seiner früheren Band Karmic Void (Review hier!) bei mir, hier bei Kêres ist er komplett allein unterwegs. Und das verdammt fleissig, so soll es schon über zwanzig Demos geben (seit 2004) und "Ice, vapor and crooked arrows" ist auch schon sein vierter Longlayer. Bislang kannte ich noch gar nichts von dem Kollegen, deshalb bin ich völlig ohne irgendwelche Erwartungen an die Sache herangegangen - und siehe da: Die Scheibe ist extrem geil! Atmosphärischer Black Metal der Güteklasse A schallt uns hier entgegen, der ein verdammt gutes Beispiel dafür ist, dass man gar nicht unbedingt was extrem innovatives aufbieten muss, um richtig gute Musik zu kreieren. Denn die Zutaten, mit denen Atvar hier arbeitet, sind absolut typisch für dieses Subgenre, aber so wie sie zusammengefügt werden ist einfach grandios. So wird zum Beispiel der Gesang mit lecker Hall unterlegt (selbstverständlich!!), aber so perfekt wie das hier arrangiert ist, habe ich es nur bei wenigen anderen Bands gehört! Auch hat der gute Mann ein echtes Händchen für gutes Songwriting, die Tracks sind majestätisch, kraftvoll und begeistern mit einer dunklen, unheilvollen Atmosphäre. Dieser Mann hat echt Talent (was man ja oft anzweifelt, wenn ein Künstler so viel Material rausballert!) und ich werde mich mal so langsam in die Diskographie von Kêres einarbeiten, lohnt sich bestimmt!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Dream of Clouds 06:16
2. The Sleeping Master 03:16
3. At the Arch of Victories 06:03
4. Grail Dance 04:33
5. Into the Underworld 05:31
6. Moon Guide 05:25
7. Instrumental 02:32 
8. The Tall Ones 03:46
9. Sleepers Below 04:57

Karmic Void - Armageddon sun

KARMIC VOID   Armageddon SunLabel: Terratur Possessions

Spielzeit: 17:45 Min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Geschlagene 11 Jahre nach der erstmaligen Veröffentlichung (damals noch als streng limitierte Kassette!) bringen die Kollegen von Terratur Possessions das einzige Werk von Karmic Void nochmal heraus, diesmal als schöne MLP. Knapp 18 Minuten wird uns räudiger Midtempo Black Metal von den Herren Gorath und Atvar dargeboten, (letzter begegnet uns übrigens beim neuen Album von Kêres (Review hier!) wieder!) der gerade für ein Demo eigentlich recht gut gelungen ist. Ein dreckiger Sound in Demoqualität und eine ausgesprochen ätzende Stimme runden das Teil ganz gut ab, mehr ist zu der finnischen Band auch eigentlich nicht zu sagen. Ein kleiner (und kurzer!) Genuss für Zwischendurch, solide gemacht - mehr aber auch nicht. Kannste nix mit falsch machen, aber es stirbt auch niemand, der das Gerät jetzt nicht in der Sammlung stehen hat.

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist: 

1. Dreaming in Ideal Void 05:01
2. Armageddon Rides 06:57
3. Blindeness, Muteness, Stillness 06:13

 

Arcane Frost - Dragged into the void

Arcane Frost  DragLabel: Bleeding Heart Nihilist Records

Spielzeit: 17:50 (MC) + 32:45 (CD)

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Sehr schön, die Jungs von Arcane Frost sind wieder da! Eine feine Sache, denn ihre Debüt-Kassette hatte mir damals echt gut gefallen (Review hier!) und da freut man sich natürlich, wenn aus der Band keine Eintagsfliege geworden ist. An der Besetzung hat sich nix geändert, was ja grundsätzlich als positiv zu bewerten ist! Gehen wir also direkt über zu den vier neuen Songs - und da hat sich schon etwas getan. Der nordische Black Metal steht immer noch fett auf der Tageskarte, man ist aber grundsätzlich ein wenig langsamer geworden und verbringt die meiste Zeit im Midtempo-Bereich, was der Musik sehr gut tut, gewinnt sie dadurch noch mehr an Intensität und wirkt allgemein massiver und schwerer - eine gelungene Weiterentwicklung. Auch sonst knüpft man direkt an die hohe Qualität des Vorgängers an, der Gesang des Herrn Dennis variiert immer noch gekonnt zwischen Kreischen und Growlen, der Sound ist knochentrocken und die Atmosphäre ist eiskalt und böse. Also eine durch und durch gelungene EP, die auch noch freundlicherweise an meinem Geburtstag erscheint (das wär' doch echt nicht nötig gewesen...). Ich möchte Euch übrigens dringend ans Herz legen, die CD-Version zu kaufen, denn nur hier gibt es als Bonus die drei Songs der "Cosmic Winter"-Kassette, das lohnt sich dann also doppelt!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Shattered Thrones
2. Dragged into the Void
3. Under a Starless Sky
4. Flayer

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