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Sadistik Forest - Morbid Majesties

sadistik forestLabel: Transcending Obscurity Records

Spielzeit: 34:50 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Hui, die Finnen machen vom ersten Takt an klar, dass es auf "Morbid majesties" verdammt heftig zur Sache geht! Ganz feines Gemetzel gibt es hier auf die Ohren, irgendwo zwischen Knüppel-Death Metal der Marke Cannibal Corps und osteuropäischem Brutal-Death Metal. Naa, da läuft Euch schon das Wasser im Mund zusammen, nicht wahr? Ich darf Euch versichern, dass mit dem dritten Album der Kollegen aus Oulu alle Eure feuchten Träume wahr werden. Auf hohem Niveau prügelt das Quartett jedem Hörer auch noch den letzten Schweisstropfen aus dem Körper. Und wer nicht spätestens nach dem dritten Song "The hour of dread" (meinem persönlichen Höhepunkt!) in dieses Album verliebt ist, dem kann eh nicht mehr geholfen werden. Hier wird übrigens auch mal das Tempo etwas gedrosselt, was diesen Song nur noch geiler macht. Aber auch der Rest ist wirklich überragend und macht die Platte damit zu einem weiteren Death Metal Höhepunkt dieses Jahres. Und lasst Euch bloss nicht von dem fast zehn Minuten langen Abschlusstrack "Bones of a giant" abschrecken - auch dieses Liedchen killt alles, denn hier wird von den Musikern nochmal alles aufgeboten, was ihre Stärke ausmacht: Grandioses Spiel mit dem Tempo, gigantische Riffs und dann noch dieses Growls... Hach, wie herrlich! Mit "Morbid majesties" dürfte eigentlich jeder Death Metal Maniac seinen Spaß haben!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Morbidly Majestic 03:51
2. Decades of Torment Then Death 03:16
3. The Hour of Dread 04:44
4. Destructive Art 03:57
5. Zero Progress 03:04
6. Monsters of Death 03:24
7. The Maelstrom Opens 03:06
8. Bones of a Giant 09:28

Firtan - Okeanos

FirtanLabel: Art of Propaganda

Spielzeit: 40:18 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Mit ihrem zweiten Longplayer "Okeanos" haben die Jungs von Firtan ein hochgradig ambitioniertes Werk veröffentlicht, für das man definitiv mehr als einen kurzen Hördurchgang benötigt, um es angemessen würdigen zu können. Denn hier gibt es keinen 08/15-Black Metal zu hören, sondern ist es ein ausgesprochen facettenreiches, intelligentes und faszinierendes Album geworden. Schon der Beginn des Openers "Seegang" mit Kehlkopfgesang, einer rezitierten Passage aus Schillers "Der Taucher" und der darauf folgende markerschütternde Schrei zeigt, dass hier Atmosphäre und Niveau ganz groß geschrieben werden. Irgendwie eine recht "deutsche" Interpretation von Black Metal, so erinnert mich "Okeanos" (nicht unbedingt musikalisch, aber auf jeden Fall von der professionellen und intellektuellen Herangehensweise!!) an Bands wie Secrets of the Moon, Lunar Aurora oder Dark Fortress. Einen gewissen "paganen Einfluss" kann man bei Firtan nicht verleugnen, was aber nicht stört, weil man auch hier meilenweit vom Schunkel-Kitsch so mancher anderen Kapelle entfernt ist. Die zugesetzten Elemente wie die Violine, akustische Parts oder gesprochene Passagen (und noch mehr...) werden adäquat und songdienlich eingebaut und machen das Album zu einer ausgesprochen homogenen Geschichte. Dass darüber hinaus auf Deutsch gesungen wird und man sich textlich mit einem interessanten Konzept (Ozean, Wasser, Natur...) auseinandersetzt gibt da noch Extrapunkte von mir. Ein wirklich fesselndes Werk, das den Hörer auf eine Reise einlädt, welche dieser (wenn er auf hochwertigen Black Metal steht!) nicht ablehnen sollte - es lohnt sich!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Seegang 08:36 
2. Tag Verweil 05:40
3. Nacht Verweil 06:21
4. Purpur 02:56
5. Uferlos 07:01
6. Siebente, letzte Einsamkeit 09:42

Sear Bliss - Letters From The Edge

Sear Bliss 2018Label: Hammerheart Records

Spielzeit: 50:49 min.

Genre: Melodic Black Metal mit Trompete

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Na, von den Ungarn haben wir ja auch lange nichts Neues mehr gehört (das letztjährige Live-Album zählt da ja nicht richtig...), was nun endlich ein Ende hat, denn ein ganz frisches Werk liegt auf der Lauer. Mein erster Kontakt mit der Band war 1997 die CD-Version ihres "The Pagan Winter"-Demos, woraufhin ich mir sehr schnell auch das Debüt "Phantoms" (II Moons Records - 1996) zugelegt habe. Seitdem ist viel Zeit vergangen und einige Longplayer erschienen, der letzte ("Eternal recurrance") erschien dann 2012. In all diesen Jahren haben die Ungarn einen ganz eigenen, unwiderstehlichen Sound entwickelt, dessen besonderes Merkmal eindeutig der Einsatz der Trompete ist. Aber auch weit darüber hinaus kann die Band glänzen. "Melodic Black Metal" ist ja so ein Begriff geworden, unter dessen Banner sich mittlerweile auch so mancher Scheiß breit gemacht hat. Dazu gehört Sear Bliss überhaupt nicht! Die hier präsentierte Mischung aus wunderbaren, höchst emotionalen Melodien und ausgelebter Aggression ist derart perfekt miteinander verwoben worden, dass es nicht nur einmal zu Ausbrüchen von Ganzkörper-Gänsehaut kommt. Diese Band zieht seit jeher ihr ganz eigenes Ding durch, eigenständig und qualitativ extrem hochwertig. Ok, vielleicht ist das jetzt nichts für die "Stumpf ist Trumpf"-Fraktion, aber jeder, der sich für gut gemachten, niveauvollen und facettenreichen Black Metal erwärmen kann, der ist bei Sear Bliss verdammt gut aufgehoben!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Crossing the Frozen River 01:14
2. Forbidden Doors 06:01
3. Seven Springs 05:08
4. A Mirror in the Forest 04:50
5. Abandoned Peaks 05:02
6. Haven 03:45
7. The Main Devide 06:27
8. Leaving Forever Land 10:03
9. At the Banks of Lethe 01:12
10. Shroud 07:07

Supreme Carnage - Morbid Ways To Die

Supreme CarnagexxlLabel: Redefining Darkness Records

Spielzeit: 40:48 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ich habe letztens einen Spruch gelesen, der mir sehr gut gefallen hat, nämlich: "Lebe so, dass die AFD es scheisse findet!" Daran musste ich irgendwie denken, als ich mich mit der akustischen Abrissbirne aus Münster beschäftigt habe, denn die Musiker kommen aus Deutschland, Indonesien und Ecuador! Was für viel zu viele Idioten heutzutage schon die Vorstufe zur Apokalypse darstellt, bzw. den Untergang des Abendlandes einläutet, finde ich richtig gut, denn genauso bunt und vielfältig sollte unsere Gesellschaft doch funktionieren, im Kleinen wie im Großen! Und es ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie Musik (vor allem natürlich Heavy Metal!!!) Menschen verbindet und Grenzen niederrisst. Doch kommen wir zur Musik (bei einer CD-Kritik auch nicht ganz unwichtig!), denn die kann so einiges! Herrlicher Old School Death Metal knallt uns da entgegen, hervorragend in Szene gesetzt und auf brutalste Weise mitreißend. Erinnert mich oft an die Kollegen von Grave und ich glaube, mit dem Vergleich können die Jungs ganz gut leben, oder? Natürlich soll das nur als grobe Richtlinie gelten, denn die Band klingt eigenständig genug, um nicht als irgendeine Klon-Geschichte abgestempelt zu werden. Die Kapelle existiert ja jetzt auch schon seit acht Jahren (wenn auch nicht in derselben Konstellation!) und man hört die Erfahrung - genauso wie die ungeheure Spielfreude - definitiv heraus. Hier sind Profis am Werk, die aber gleichzeitig klingen, wie 'ne Bande junger Wilder, die mit jugendlichem Elan agieren. Klingt komisch? Ist aber so! Das mittlerweile dritte Album des Quintetts (fleißig sind sie also auch noch!!) ist herrlich brutal, qualitativ hochwertig und ballert Dir genüsslich den Schmalz aus den Ohren! So muss Death Metal klingen! Punkt! Ich bin ausgesprochen angetan!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The Fire Prevails 05:03
2. Morbid Ways to Die 03:50
3. Lies of the Civilized 04:00
4. The Word is Lost 04:01
5. You Die Alone 04:29
6. Base Motives 03:17
7. The War of Ages to Come 04:39
8. 1008 Pints of Death 05:01
9. Fountain of Suffering 06:28

Atrocity - Okkult II

Atrocity OkkultIIxxlLabel: Massacre Records

Spielzeit: 44:52 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Atrocity, was für eine Band, was für eine Bandgeschichte.... Die beiden ersten Alben "Hallucinations" (1990) und "Todessehnsucht" (1992) sind grandiose Death Metal Werke, die bis heute knallen wie Sau. "Blut" (1994) war eine krasse Abkehr davon, wenngleich ich das Album (ganz für sich allein gesehen) ziemlich gut finde. Auch die folgenden Experimente "Calling the rain" (1995) und "Die Liebe" (1995) finde ich bis heute äusserst gelungen. Doch dann ging es leider langsam, aber sicher bergab mit den Kollegen. "Willenskraft" (1996) war schon nur noch lauwarm und dass das nächste gelungene Teil "Werk 80" (1997) eine (wenn auch ziemlich coole!!) Zusammenstellung von Coverversionen war, spricht schon Bände. Über die darauffolgenden Platten "Gemini" (2000) und "Atlantis" (2004) decken wir lieber das Mäntelchen des Schweigens, weshalb ich danach auch das Interesse an der Band verloren hatte und alles, was danach herauskam nicht mehr verfolgt habe. Nun steht aber wieder ein neues Album vor der Tür und da man bei Massacre Records o nett war, uns mit 'ner fröhlichen Promo zu versehen, war es eine gute Gelegenheit, sich wieder vorsichtig der Kapelle zu nähern. Was mir sofort auffällt und leider ebenso schnell für Minuspunkte sorgt, ist die Tatsache, dass man alle vier Songs der letztjährigen "Masters of darkness" EP (Review hier!) auch auf "Okkult II" wiederfindet, eine Schweinerei allen Fans gegenüber, die sich jene EP damals gekauft haben - finde ich ziemlich uncool! Doch kommen wir zur Musik auf "Okkult II": Die lässt mich etwas ratlos zurück. Startet man eigentlich ganz cool und relativ hart mit dem bereits bekannten "Masters of darkness" und schickt mit "Shadowtaker" sogar einen richtig geilen Death Metal Song hinterher, so greift man mit anderen Tracks (wie z.B. dem unsagbar schlechten "Menschenschlachthaus") voll in die Scheisse, oder liefert kitschig aufgemotzte (warum nur?) Death Metal Songs ab, die ohne die ganzen Chöre, Frauenstimmen und Synth-Klänge eigentlich ziemlich cool ausgefallen wären. Sehr schade, hier wurde eine echte Chance vertan. Da hilft es leider auch nicht, dass Krulle immer noch grunzen kann, wie ein irrer Dämon aus dem finstersten Kreis der Hölle, oder dass ihn Marc Grewe und LG Petrov bei jeweils einem Lied unterstützen. Ohne das ganze Brimborium drumherum würde meine Note erheblich besser ausfallen, was ich echt verdammt schade finde! Ich würde mich extrem freuen, wenn sich die Band noch mehr auf ihre früheren Stärken besinnen würde, den ganzen künstlichen Ballast von Bord werfen und wieder ein lupenreines Death Metal Album raushauen würde. Die Ansätze dafür sind nämlich auf "Okkult II" definitiv gegeben. Naja, mal schauen....

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. MASTERS OF DARKNESS
2. SHADOWTAKER
3. BLOODSHED AND TRIUMPH
4. SPELL OF BLOOD
5. MENSCHENSCHLACHTHAUS
6. GATES TO OBLIVION
7. INFERNAL SABBATH
8. ALL MEN MUST DIE
9. PHANTOM GHOST
10. DEVIL'S COVENANT
11. THE GOLDEN DAWN

Atomicide - Furious And Untamed (7")

AtomicideLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 11:11 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Ist es wirklich schon drei Jahre her, dass die Chilenen ihr "Chaos abomination"-Album veröffentlicht haben? Kommt mir wahrscheinlich deshalb gar nicht so lang vor, weil das Teil in schöner Regelmässigkeit bei mir dudelt. Letztes Jahr gab es auch noch 'ne fröhliche Kassette, doch da diese auf popelige 33 Exemplare limitiert war, dürfte es niemanden verwundern, dass keine Sau davon was mitbekommen hat. Nun gibt es Frischfutter in Form einer 7" mit zwei knackigen Songs. Und die schließen nicht nur nahtlos an oben erwähntes Album an, nein sie sind sogar noch eine ganze Spur dreckiger und räudiger ausgefallen, was mir ausgezeichnet gefällt. Schöner Südamerika-Rumpel Death Metal, da macht man dem Onkel Christian doch immer eine Freude mit! Coole kleine Single, hier gibt's nix zu meckern!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Intro / Furious and Untamed 06:02
Side B
2. Flagellant Rust / Outro 05:09

Musmahhu - Formulas Of Rotten Death (7")

MusmahhuLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 11:16 min.

Genre: Death Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Na, bei dem Titel der Debüt-7" des schwedischen Ein-Mann-Kommandos Musmahhu weiß man doch schon sofort, was einen musikalisch erwartet: Halb verwesten und übel riechenden Death Metal, direkt aus der Gruft. Gut, der Sound ist ebenso unterirdisch, so dass ich die Lautstärke-Regler schon fast auf "Volle Pulle" drehen musste, um halbwegs vernünftig was hören zu können, aber es lohnt sich! Den Kollegen Swartadaupuz kennt man natürlich in der Szene, da er (wenn auch teilweise unter anderem Namen) noch bei zig anderen Black und Death Metal Kapellen wirbelt, wie zum Beispiel Bekëth Nexëhmü, Urkaos oder Digerdöden (um nur mal ein paar zu nennen...). Hier hat er wortwörtlich voll ins Schwarze getroffen und liefert eine ziemlich geile Rumpel-Death Metal-EP ab, die Lust auf mehr macht. Punktabzug gibt es allerdings für den leider recht beschissenen Sound, ansonsten sind die beiden Songs echt top!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A
1. Formulas of Rotten Death 05:38
Side B
2. Apocalyptic Brigade of Forbidden Realms 05:38

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