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Helloween & Gamma Ray – 13.04.13, Ruhrcongress, Bochum

HELLISHROCKPartII1208 0Was vor fünf Jahren unter dem Namen „Hellish Rock“ schon vortrefflich funktioniert hat, muss in der heutigen Zeit selbstverständlich wiederholt werden: Helloween und Gamma Ray gemeinsam auf Tour!
Der Einfachheit halber wurde die Neuauflage ganz kreativ „Hellish Rock Part II“ genannt. Ansonsten hat sich auch nicht viel geändert. Erneut muss bzw. darf Gamma Ray als Einheizer von Helloween fungieren. Und wenn die beiden deutschen Vorzeigebands des melodischen Speed Power Metals, die eine so lange Vergangenheit verbindet, zusammen unterwegs sind, darf man selbstverständlich davon ausgehen, dass es das ein oder andere Highlight zu erleben gibt.

Als weiteren Support haben sich die Hamburger Jungs Shadowside aus São Paulo eingeladen, die an diesem Samstag für etwas internationales Flair sorgen und den Abend im Bochumer Ruhrcongress einleiten.
Die Halle ist schon gut gefüllt, als die Brasilianer ihren Power Metal auf die interessierte Hörerschaft loslassen. Die Band legt einen ordentlichen Härtegrad an den Tag und bewegt sich fernab von ausgetretenen (süd-)europäischen Power-Metal-Pfaden. Nicht zuletzt wegen des weiblichen Gesangs sind Shadowside in ähnlichen musikalischen Gefilden unterwegs, wie ihre norwegischen Kollegen von Triosphere. Es werden Songs aller drei Alben dargeboten, der Fokus liegt aber natürlich auf dem aktuellen Werk „Inner Monster Out“.
Weder musikalisch noch stimmlich bieten Shadowside wirklich Neues, dank einer enormen Spielfreude wird man aber doch ein wenig gepackt. Den größten Jubel erfährt die Band wenig überraschend, als sie „Ace of Spades“ von Motörhead darbietet, was dermaßen druckvoll aus der Anlage geschossen wird, dass man unweigerlich mitgehen muss.
Für Shadowside bietet die „Hellish Rock“-Tour eine hervorragende Bühne, um ihre Musik auch außerhalb Südamerikas zielgruppengerecht bekannt zu machen. Und mit einem beherzten Auftritt ist es den Brasilianer sicher gelungen, Interesse bei einigen Anwesenden zu wecken.

Es folgen die Rays, die nach einem einleitenden „Welcome“ auch sofort mit „Anywhere in the Galaxy“ ein ordentliches Tempo vorlegen. Die Setlist entspricht in leicht abgeänderter und verkürzter Form der der „Skeletons & Majesties“-Tour von 2011, was aber nicht weiter tragisch ist, da man sich an eben jenen „Skeletons“ noch nicht satt gehört hat. Und Songs vom Kaliber eines „Men, Martians & Machines“ oder „Dethrone Tyranny“ sind nun wirklich nicht schlecht.
Neues Material gibt es dann aber auch noch zu hören. Das Album kommt zwar erst im Herbst, aber auf der vor kurzem erschienenen EP befinden sich zwei neue Nummern, die auf dieser Tour dem Live-Publikum vorgestellt werden. Neben dem titelgebenden „Master of Confusion“ ballert vor allem „Empire of the Undead“ derbe aus den Boxen. Hier bleibt kein Kopf ungebangt.
Erfreulicherweise verschwendet man nur wenig der leider etwas knapp bemessenen Zeit mit Soli. Einzig Lead-Gitarrist Henjo Richter darf sein Können präsentieren. Strategisch gut platziert, geht das Solo in wohlbekannte Akkorde über, die sich jedem Anwesenden für immer ins Gedächtnis gebrannt haben dürften: „Future World“. Ein Helloween-Cover im Vorprogramm von Helloween. Nicht selten, aber dennoch nett, zumal es nicht unnötig in die Länge gezogen wird.
Nach dem anschließenden „To the Metal“ folgt mit „Send Me A Sign“ eine schnelle Zugabe, bevor Kai Hansen und seine Truppe nach einem gelungenen Auftritt die Bühne für den „großen Bruder“ räumen. Der Band hat man den Spaß an ihrer Arbeit deutlich angemerkt. So fiel es leicht, das Publikum schnell auf Betriebstemperatur zu bringen.
Es sollte auch nicht das Letzte sein, das man von Gamma Ray an diesem Abend zu sehen bekommt

Wie das bereits gehörte „Ace of Spades“, gibt es eine Handvoll Songs, die jedem Rock- und Metal-Fan so bekannt sind, dass sie immer und überall funktionieren. Als dann vorab der Klassiker „For Those About to Rock (We Salute You)“ von AC/DC in Konzertlautstärke aus den Boxen dröhnt, ist gleich Partystimmung angesagt. Und bei den ersten Tönen von Helloween kennt der Jubel keine Grenzen mehr.
Den Auftakt macht das Freddie Mercury gewidmete „Wanna Be God“. Wirkte das experimentelle Stück auf dem Album eher deplatziert, passt die Nummer als Live-Opener überraschend gut. Richtig startet man dann aber mit dem folgenden „Nabataea“ durch. Dieser Song, mit all seinen Facetten, Tempowechseln, Melodien, ist jetzt schon ein Klassiker und muss zu den besten Kompositionen gezählt werden, die Helloween in fast dreißig Jahren geschaffen haben. Mitreißend, episch und einfach nur ganz groß!
An dieses moderne Meisterwerk schließt sich nahtlos der traditionell früh im Set gespielte Helloween-Klassiker schlechthin an: „Eagle Fly Free“. Wohl dem, der aus solch einem umfangreichen Fundus an Hits schöpfen kann, zu denen man den anschließend dargebotenen Titelsong der aktuellen Scheibe mit seinem eingängigen Refrain durchaus auch zählen darf.
Ein bärenstarker Beginn. Andi Deris begeistert wieder einmal mit einer gesanglichen Höchstleistung und die Instrumentalfraktion ist auch von der ersten Sekunde voll dabei. Energie und Dynamik pur, auf und vor der Bühne. Aber wenn die Live-Erfahrung der letzten Jahre etwas gezeigt hat, dann, dass die Hamburger genau wissen, wie sie den Schwung aus einem Konzert ganz schnell wieder herausnehmen können.
So leider auch an diesem Abend in Bochum. Mit dem lahmen „Where the Sinners Go“ vom letzten und dem etwas belanglosen „Waiting for the Thunder“ vom aktuellen Album kühlt sich die aufgeheizte Atmosphäre schon merklich ab.
Als nächstes folgt im Set ein Song, der zwischen den einzelnen Auftritten variiert wird. Auf früheren Konzerten der Tour hat man hier Perlen wie „Steel Tormentor“ oder „Falling Higher“ erleben dürfen. Dem Ruhrcongress wird mit „Burning Sun“ leider nur der bereits vierte Song von „Straight Out Of Hell“ geboten. Das Album ist wirklich nicht schlecht, neue Nummern haben es aber immer schwer, die Begeisterung aufrecht zu halten.
Das sehr lange Drum Solo im Anschluss hilft auch nicht dabei, wieder Leben in die Halle zu bringen. Erst bei „I’m Alive“ regt sich wieder etwas. Ein Strohfeuer, denn mit dem dürftigen „Live Now!“, das zu allem Überfluss mit einem total uninspirierten Mitsingspielchen in die Länge gezogen wird, drückt man die Stimmung gleich wieder auf den Tiefpunkt. In den hinteren Reihen setzen sich die ersten und holen das Handy raus. Wer nicht gerade Bier holen ist, spendet nach der folgenden Ballade wenn überhaupt nur noch müden Applaus. Die letzten drei ordentlichen Nummern im regulären Set haben es sehr schwer, das Publikum wieder aus der Lethargie herauszureißen.
Erst „Are You Metal?“ zu Beginn des ersten Zugabenblocks vermag wieder etwas Feuer in der wartenden Menge zu entfachen. Nach „Dr. Stein“ ist diese Zugabe aber auch schon vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Egal, denn das eigentliche Highlight stellt Zugabe Nr. 2 dar. Zumindest auf dem Papier. Zusammen mit Kai Hansen steht ein Medley aus „Halloween“ (!), „How Many Tears“ (!!!) und „Heavy Metal (is the Law)“ (!!) auf dem Programm. Eine heilige Dreifaltigkeit, die eigentlich vom ersten bis zum letzten Ton einfach nur kräftig Arsch treten müsste. Nach einem viel zu kurzen Teil „Halloween“ und einem viel zu kurzen Stück „How Many Tears“ wird die Party aber jäh von einem Bass-Solo unterbrochen. Und dann stimmt Deris erneut ein ödes Nachsingen an, so dass die Luft wieder völlig raus ist, als dann endlich „Heavy Metal (is the Law)“ beginnt. Eine bittere Enttäuschung.
Die ganze Chose endet dann gerade noch auf einer hohen Note mit dem unvermeidlichen „I Want Out“. Hierzu kommen die übrigen Rays noch einmal auf die Bühne. Mit zwei Bässen und vier Gitarren klingt die Band-Hymne schon richtig fett, das kann man nicht anders sagen. Ein etwas versöhnliches Ende.
Shadowside haben ihre Sache ordentlich gemacht, waren aber natürlich nur eine Randnotiz an diesem Abend. Der Fokus lag auf den beiden Speerspitzen des deutschen Melodic Speed Metals. Und Gamma Ray haben sich erneut keine Blöße gegeben. Mit einem guten Gespür für ein ausgewogenes Set und Spielspaß pur wurde Bochum höllisch gerockt. Immer wieder gern.
Helloween hingegen haben wieder einmal bewiesen, dass sie kein gutes Händchen bei der Zusammenstellung der Setlist haben. Und auch die ollen Mitsingspielereien und Albernheiten auf der Bühne erheitern die Band mehr als das Publikum. Wirklich ein Jammer, wenn man bedenkt, über was für einen reichhaltigen Backkatalog die Band verfügt, der regelmäßig mit neuen, vor starken Songs nur so strotzenden Alben erweitert wird. Es wäre ein leichtes, zwei Stunden mit bestem Metal ohne Durchhänger zu füllen. Man will wohl einfach nicht.
„Fool me once, shame on me. Fool me twice...“
Das wird jedenfalls vorerst das letzte Helloween-Konzert gewesen sein, das der überkritische, ewig nörgelnde Verfasser dieser Zeilen besucht hat.

Christian Schrübbers

Setlist SHADOWSIDE:
01.    I’m Your Mind
02.    A.D.D.
03.    Highlight
04.    Inner Monster Out
05.    Ace of Spades (Motörhead Cover)
06.    Gag Order
07.    Waste of Life
08.    Angel with Horns

Setlist GAMMA RAY:
01.    Anywhere in the Galaxy
02.    Men, Martians and Machines
03.    The Spirit
04.    Dethrone Tyranny
05.    Master of Confusion
06.    Empire of the Undead
07.    Empathy
08.    Rise
09.    Future World (Helloween Cover)
10.    To the Metal
-----
11.    Send Me A Sign

Setlist HELLOWEEN:
01.    Wanna Be God
02.    Nabataea
03.    Eagle Fly Free
04.    Straight Out of Hell
05.    Where the Sinners Go
06.    Waiting for the Thunder
07.    Burning Sun
08.    Drum Solo
09.    I’m Alive
10.    Live Now!
11.    Hold Me in Your Arms
12.    If I Could Fly
13.    Hell Was Made in Heaven
14.    Power
-----
15.    Are You Metal?
16.    Dr. Stein
-----
17.    Halloween / How Many Tears / Bass Solo / Heavy Metal (is the Law)
    (mit Kai Hansen)
18.    I Want Out (mit Gamma Ray)

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