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Purgatory im Interview

Bei Death Metal Bands ist es wie mit gutem Wein. Je älter, desto besser. Naja auf jeden Fall verhält es sich bei Purgatory so. Im Jahr 26 nach Gründung hauen die Kollegen mal eben so ein absolutes Mörder-Album raus, das die Messlatte für die Szene schon jetzt verdammt hoch legt. Mal schauen, was Gitarrist Rene zu seiner Verteidigung zu sagen hat:

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(Bildquelle: SureShotWorx)

Tach Jungs - Gratulation zu diesem Mörder-Album!

Hallo und Danke! Gut zu hören, dass Du "Omega Void Tribvnal" als Mörder-Album bezeichnest!

Es gibt Euch schon seit über zwanzig Jahren, Ihr habt nie was Schlechtes abgeliefert, aber was hat man Euch denn diesmal ins Futter gemischt, dass Ihr so eine Granate abliefert?

Ha,ha...ich habe keine Ahnung! Es steckt wirklich eine Menge Schweiß und Herzblut in dem neuen Album. Aber ich denke, die harte Arbeit hat sich definitiv gelohnt! Wir sind echt sehr zufrieden mit "Omega Void Tribvnal"!

Ganz im Ernst, ich finde "Omega Void Tribvnal" ist das mit Abstand Beste, was ich jemals von Euch gehört habe, sehr Ihr das ähnlich?

Irgendwie ist es doch immer so, dass man das "Neue" auch als das bisher "Beste" ansieht. Schließlich ist man ja auch immer bestrebt, an die Leistungsgrenze zu gehen und das optimale Endergebnis zu erzielen. Wir sind auf der neuen Scheibe konsequent den Weg der letzten Alben "Necromantaeon" und "Deathkvlt - Grand Ancient Arts" weitergegangen und haben einfach versucht, dem Material etwas mehr Atmosphäre aber auch Zorn zu verleihen. Ich würde schon sagen, dass jedes PURGATORY-Album den Entwicklungsstand der Band zum jeweiligen Zeitpunkt aufzeigt.

Wann merkt man selber, dass man was ganz Großes erschafft? Schon beim Komponieren, beim Aufnehmen, oder erst, wenn man das fertige Ergebnis vor sich hat?

Wir verlassen uns im Entstehungsprozess da sehr auf unser Bauchgefühl und arbeiten solange an dem Material, bis wir damit absolut zufrieden sind. Auch haben wir unsere recht genauen Vorstellungen vom Sound, die wir dann zusammen mit Patrick W. Engel im Studio abstimmen bzw. im Detail ausarbeiten. Ich für meinen Teil benötige nach so einem Erschaffungsprozess eher etwas Abstand zu dem ganzen Material und bilde mir danach ein abschließendes Urteil.

Euer Line-Up ist seit 2007 unverändert, ist eine solche Stabilität wichtig für so ein gutes Ergebnis?

Mit Sicherheit ist ein stabiles Line-Up immer von Vorteil für eine Band. Wir haben nun vier Alben in dieser Besetzung eingespielt und haben uns da auch miteinander weiterentwickelt. Beim Songwriting kennen wir unsere Schwächen und Stärken und können uns gegenseitig pushen. Es ist einfach gut zu wissen, wie jeder Einzelne tickt, da das so einiges vereinfachen kann!

Wie ist das Album überhaupt entstanden? Komponiert und textet Ihr alle zusammen, oder hat da jeder so seine Aufgabe?

In der Beziehung sehen wir uns eher als eine Jamband und probieren im Proberaum extrem viel an den jeweiligen Ideen aus. Natürlich hat jeder so seine spezifischen Aufgaben, aber der Großteil entsteht zusammen. Bei den Lyrics läuft das ähnlich, wobei wir diesmal mit A. Deathmonger (HATESPAWN/ CHARON) zusammengearbeitet haben.

Ihr seid seit längerer Zeit bei "War Anthem Records", Ihr scheint also sehr zufrieden zu sein. Was spricht für das Label und deren Mitarbeiter!

Wir können uns echt nicht beschweren, was die Zusammenarbeit mit War Anthem Records angeht. Die Jungs machen einfach einen guten Job. Wir kennen die Leute zum Teil auch schon sehr lange und sind mit einigen eng befreundet.

purgatory coverxxlBei "Animate Records" kamen bislang die Vinyl-Sachen raus, "Omega Void Tribvnal" erscheint diesmal auch als LP bei "War Anthem" heraus. Warum diese Änderung?

Eigentlich sollte die Konstellation der Release-Verteilung wie bei den letzten Veröffentlichungen sein, aber irgendwie wurde zwischen Animate Records und War Anthem wohl kein gemeinsamer Nenner gefunden. Ich kann Dir da auch nicht wirklich genaueres sagen, sondern nur soviel, dass wir froh sind, dass War Anthem dann kurzfristig die Zusage gaben, auch das Vinyl zu veröffentlichen.

Lutz und Rene, Ihr seid von Anfang an dabei, hättet Ihr Euch damals träumen lassen, dass die Band auch weit über zwanzig Jahre später existiert und derart gut im Saft steht?

Auf keinen Fall hätten wir nur ansatzweise daran geglaubt, nach so vielen Jahren noch aktiv zu sein. Als wir damals anfingen, haben wir maximal bis zur nächsten Bierkiste gedacht und einfach alles aufgesogen, was um uns herum passierte! Wir haben da nicht groß in die Zukunft geschaut.

Als reine Underground-Band ist es extrem schwer, über so lange Zeit am Ball zu bleiben. Was ist Eure Motivation, immer noch so hungrig zu sein und solche Kracher zu erschaffen?

Es ist einfach der Stellenwert, den die Band und die Musik in unserem Leben eingenommen haben. Solange das Death Metal-Feuer noch in uns lodert und wir uns noch in der Lage sehen, Songs zu schreiben, die unseren Ansprüchen entsprechen, werden wir weiter motiviert sein.

Wer hat Euch damals inspiriert, ebenfalls zum Instrument zu greifen und welche Bands waren es, die Euch zum Death Metal gebracht haben?

Ausschlaggebend war eine noch zu DDR-Zeiten existierende lokale Band namens HELION (später DEATHTRAP), bei der ich oft zu Proben und Shows anwesend war. Als ich dann anfing, die ersten Gehversuche an der Gitarre zu unternehmen, war ich vor allem von Bands wie MESSIAH, AUTOPSY, TERRORIZER und BOLT THROWER beeindruckt, was natürlich einen großen Einfluss auf mich ausübte.

"Purgatory" als Bandname ist zwar sehr schön passend für eine Death Metal Band, aber auch nicht gerade selten, will sagen es dürfte sicherlich ein gutes Dutzend (eher mehr) Bands mit gleichem Namen geben. War das 1993 noch nicht so schlimm, habt Ihr Euch da überhaupt Gedanken drüber gemacht, bzw. hat das schon mal zu Problemen geführt?

Wir hatten diesbezüglich noch nie Probleme und ich denke, der Name war damals nicht so verbreitet bzw. kannten wir keine zu diesem Zeitpunkt aktiven Bands mit dem Namen PURGATORY.

Als Ihr Euch damals gegründet habt, war Death Metal "Made In Germany" eher eine Seltenheit. Heute sieht das ganz anders aus. Wie habt Ihr diesen Wandel erlebt und was sagt Ihr zu den vielen jungen und wilden Death Metal Bands?

Es sah zeitweilig echt mal recht bescheiden aus, was die deutsche Death Metal-Szene anging! Da hat sich über die letzten Jahre quantitativ sowie qualitativ echt etwas getan! Ich bin der Meinung, dass die deutsche Szene dem Vergleich mit internationalen Bands durchaus standhalten kann. Vor allem in unserer Gegend gibt es mittlerweile eine Menge großartiger Bands wie z.B. ABYSSOUS, II, VIDARGÄNGR, ARCHAIC THORN, BLOODY VENGEANCE, MUSICAL MASSACRE, EVIL WARRIORS etc.!

Wie steht es Eure Hörgewohnheiten? Vorwiegend Metal, oder findet man in Euren Sammlungen auch Enya oder Bryan Adams?

Ich kann da in erster Linie nur für mich sprechen und in meiner Sammlung findest Du auch diverse Rock-Klassiker und PINK FLOYD LPs ,aber vorwiegend liegen meine Hörgewohnheiten im Metal.

Gerade Eure frühen Singles sind beliebte Raritäten. Was ist das für ein Gefühl, wenn man sieht, dass zum Beispiel die "Psycopathia Sexualis"-EP bei Ebay für ordentlich Kohle versteigert wird. Ist man da stolz?

Ich kann nicht sagen, dass es mich stolz macht. Unabhängig von unseren Singles, gibt es natürlich Raritäten, die auch ihren Preis haben und verdienen. Aber es wird vor allem auf Ebay eine riesige Sauerei veranstaltet und ich kann da persönlich nur mit dem Kopf schütteln, wie manche "Teile" der Szene hier mit Wucherpreisen versuchen Profit herauszuschlagen. Aber auch da muss jeder für sich selber entscheiden wie weit er dieses Spiel mitspielt.

Seid Ihr selber übrigens auch Jäger und Sammler von CDs, Vinyl und/oder Shirts?

Ja, ich persönlich bin schon ein Freak, was Vinyl angeht und bin da auch immer hinter diversen Sachen her, die mir in meiner Sammlung noch fehlen.

Anfang des Monats wurde Euch der Tourbus geklaut. Gibt es da schon irgendwelche Hinweise auf Täter und Verbleib des Busses?

Nein, leider gab es bisher keine Hinweise auf Täter bzw. den Verbleib des Busses! Wir warten jetzt noch ein paar Tage ab und werden uns dann um etwas Neues kümmern.

Nochmal kurz zurück in die Vergangenheit! Ihr habt 2011 mit Darkened Nocturn Slaughtercult eine sehr feine Split eingespielt. Eine Super-Band, aber eine eher ungewöhnliche Zusammenstellung. Wie kam es zu dieser Kollaboration?

Genau diese Zusammenstellung macht diese Split für uns so besonders! Schon seit einer Ewigkeit verbindet uns mit DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT eine sehr tiefe Freundschaft und die Idee einer gemeinsamen Split gipfelte schlussendlich darin, dass wir gegenseitig einen Song gecovert haben!

Noch eine, für mich persönlich unglaublich wichtige Frage: Was hat es damit auf sich, dass es zur Zeit "hip" zu sein scheint, aus einem "u" ein "v" zu machen? (Wie auch bei Euch in Titel!) Bitte klärt mich auf!

Keine Ahnung, ob dies gerade "hip" ist. Es ist einfach eine alte Schreibweise, die wir genutzt haben, die teilweise bis ins 18. Jahrhundert Bestand hatte.

Was sind die nächsten Pläne für Purgatory?

Als erstes liegen ein paar Shows an, um das neue Album zu promoten. Des weiteren werden wir dann unseren Fokus auf eine geplante Split mit LIE IN RUINS aus Finnland setzen. Wir haben auf jeden Fall noch ein paar Geschichten auf der Agenda und schauen einfach, was da noch auf uns zu kommt.

Die letzten Worte gehören Euch!

Dank Dir für das Interview! Testet "Omega Void Tribvnal" ab 18.03.2016 an! Chaos. Death. Perdition.

Vielen Dank, dass Ihr meine Fragen beantwortet!

Christian Hemmer

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