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Embercrow - Blacklight Wanderers

embercrow-cover smLabel: InnerSun Records

Spielzeit: 51:17 Min.

Genre: Dark Rock

Info: Facebook

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Die bisherige Geschichte von Embercrow wurde von vielen Schwierigkeiten bestimmt. Schon kurz nach der Gründung 2004 gab es zahlreiche Besetzungswechsel, was dazu führte, dass das erste Demo „Spread The Embers“ nie offiziell veröffentlicht wurde, da die Band das Ergebnis für zu schlecht erachtete. Als die erste EP in den Startlöchern stand, ging das Plattenlabel bankrott, so dass die Band die Produktion und Promotion selbst übernehmen musste. 2009 dann endlich veröffentlicht, konnte „Trails To The Sun“ berechtigterweise einige positive Reviews einfahren. Ebenfalls selbst produziert und vertrieben, erschien 2011 die Single „Aeonseeker“. Danach drehte sich das Bandkarussell erneut und Stefan „Stoff“ Link stieß als neuer Bassist hinzu.
Mit diesem Line-Up konnten dieses Jahr, neun Jahre nach Gründung, endlich die Aufnahmen zum ersten Album beginnen, das passend zu Halloween erschienen ist.

Ein bewölkter Himmel, durch den einzelne Sonnenstrahlen fallen, ein schwermütiges Lied mit einer unbeschwerten Melodie, eine traurige Story mit einem hoffnungsvollen Ende, so fassen die Hamburger bildlich ihren eigenen Sound zusammen. Und besser lässt sich die Musik, die auf dem Debüt „Blacklight Wanderers“ zelebriert wird, nicht beschreiben.
Irgendwo zwischen depressivem Rock und melancholischem Metal einzuordnen, verbreiten die zehn meist in sehr gemäßigtem Tempo vorgetragenen Songs mit dem tief tönenden Bass, schweren Gitarrenriffs und dem behäbigen Schlagzeugspiel von Robert Franz eine niederschmetternde Stimmung. Doch Keyboard und Gitarre durchziehen die Lieder immer wieder mit erhabenen Melodien, die wie ein Licht am Ende des Tunnels leichte Hoffnung aufkeimen lassen.
Dazu erzählt Simon Schorneck mit seiner klaren Stimme, deren Timbre stellenweise an James Hetfield erinnert, interessante Geschichten, die der Nacht und den dunklen Ecken der Seele entstammen.
Durchweg gut, ragen einige Stücke aber besonders hervor. Zunächst wäre da das verhängnisvolle „In Search of the Sun“, bei dem Schorneck mit einem dieser ergreifenden Gitarrensoli glänzt. Bei „In the End“ ist es Marcos Lege, der im Mittelpunkt steht, wenn sein Keyboard im Finale den Trauermarsch „Marche funèbre“ aus Chopins Klaviersonate Nr. 2 anstimmt. Mit dem gelungenen Cover „Plainsong“ huldigen Embercrow ihren unverkennbaren Vorbildern The Cure (wem sonst?!). Das Gespräch zwischen Leben und Tod wird in „The Eternal Dialogue“ kongenial mit Klargesang und Growling erzählt. Und das zunächst akustisch und bedächtig vorgetragene „Isle of Origins“ begeistert im weiteren Verlauf mit kontrastierender Wucht und bildet mit einer Gitarrenmelodie zum Niederknien den Höhepunkt auf „Blacklight Wanderers“.

Die Strapazen im Vorfeld haben sich gelohnt, wenn man sich das Debütalbum der Hanseaten anhört, das mit ausnahmslos gelungenen Songs und einigen wahren Großtaten aus dem Stand ein sattes XL erzielt.
Mit melancholischem Dark Rock und elegischen Melodien haben Embercrow den perfekten Soundtrack zur dunklen Jahreszeit abgeliefert, der seltsam bedrückend und doch hoffnungsvoll zugleich ist.

Christian Schrübbers

XXL-BewertungXL

Tracklist:

1. Sharing Wounds
2. In Search Of The Sun
3. The Eye Haunting Me
4. In The End
5. Isle Of Origins
6. Plainsong (*Bonustrack)
7. Vagrant Moon
8. A Cheerless Companion
9. The Eternal Dialogue
10. Return To The Outer Realms

 

 

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