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W.A.S.P.: Golgotha

W.A.S.P. Golgotha KopieLabel: Napalm Records

Spielzeit: 55:54 Min.

Genre: Blackie Lawless-Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 02. Oktober 2015

 

Diese Welt wird von Tag zu Tag im unangenehmen Sinn verrückter und wahnsinniger, Angst und Unsicherheit scheinen in diesem Sommer und Herbst flächendeckend die vorherrschenden Gefühle zu sein – da wirkt eine neue W.A.S.P.-Großtat gleich doppelt so intensiv. Denn bereits mit den eröffnenden Riffs bietet „Golgotha“ einen solch herzerwärmenden, die Seele streichelnden Eskapismus in längst vergangene Zeiten an, dass man als Zuhörer in der Tat mental komplett aus unserer Gegenwart ausklinkt und dabei locker eine Kehrtwende 30 Jahre zurück vollzieht.

Viele, verflucht viele Songs hier sind das beste, was uns Blackie Lawless seit „The Crimson Idol“ (1992) gegeben hat. Alleine schon das Eröffnungsdoppel „Scream“ und „Last Runaway“: diese gottverdammten Hymnen, diese Eingängigkeit, diese Euphorie, diese Verve, dieser Spirit! Diese Songs funktionieren mit bis zum Anschlag durchgetretenem Gaspedal auf der Autobahn ebenso gut wie unter dem Kopfhörer im Bett – sie packen dich sofort mit Haut und Haaren, der Geist ist komplett verzückt, während es dem Körper unmöglich bleibt, stillzuhalten. Und balladeskes wie "Miss You" oder der Titelsong könnten tatsächlich dem bereits genannten Überwerk aus dem Jahr 1992 entsprungen sein. Man liest dergleichen immer mal wieder in zahlreichen Reviews, mir persönlich passiert das eigentlich nur alle paar Jubeljahre; hier aber, bei diesem Album: da wippt der Kopf, da zuckt der Fuß, die Arme wirbeln mit imaginären Drumsticks. Und es ist großartig! Ich wage zu behaupten: wer mit den klassischen W.A.S.P.-Alben auch nur ansatzweise etwas anfangen kann, der wird hier nie und nimmer eine Note unter XL vergeben.

Blackie mag mittlerweile ein wenig aussehen wie Roseanne (aber hey, wer liebt sie nicht?) (ich fand die Töchter immer aufregender ;) –Sven), doch Musik machen, das kann er noch. In der Fachpresse ist immer wieder die Rede von den neuen, jungen Wilden im Metal, doch man zeige mir bitte eine einzige „neue“ Band, welche diese Energie dermaßen überzeugend in ein solch eingängiges, mitgröhlwürdiges Hookinferno zu zaubern vermag, mit hundert Prozent Seele und gnadenloser Substanz? Zumal Blackie Lawless alleine stimmlich noch immer mindestens 95 Prozent seiner Mitbewerber gnadenlos in die Tasche steckt. Klar, viele kommen höher, können spitz und pointiert vor sich hin kreischen - und was weiß ich noch alles. Die Stimme von Blackie aber, die ist echt. Man konnte immer und zu jeder Zeit den Menschen dahinter, den Mann mit Gefühl und Tiefgang, deutlich heraushören – selbst zu Zeiten von „Animal (Fuck Like A Beast)“ oder berühmt-berüchtigten Gimmicks wie der Motorsäge oder der Nonne.

Ich weiß nicht, als was die zweite Hälfte 2015 einmal in die Geschichtsbücher eingehen wird. Bereits jetzt ist allerdings klar: aus musikhistorischer Sicht hat dieser Zeitraum die vorher so nie für möglich gehaltene Wiedererstarkung und Kreativitätsexplosion zahlreicher lange im musikalischen Mittelmaß versumpfter Metal-Legenden gesehen, und W.A.S.P. sind beängstigend weit vorne mit dabei - würde doch nur die Welt drumherum zu wenigstens halb so großen Begeisterungsstürmen Anlass bieten.

Daniel Lofgren

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Scream
2. Last Runaway
3. Shotgun
4. Miss You
5. Fallen Under
6. Slaves Of The New World Order
7. Eyes Of My Maker
8. Hero Of The World
9. Golgotha

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