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Virgin Steele - Invictus

Virgin Steele InvictusLabel: Steamhammer

Spielzeit: 132:30 Min.

Genre: Melodic Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereist erschienen

 

Was waren das doch für Zeiten, als es noch echte Männer gab, die bereit waren, Mann für Mann gegeneinander zu kämpfen, um die vollbusige Braut (die meist an einem Baum angekettet war,) zu ,,befreien". Diese Männer waren natürlich mit Testosteron vollgestopft und benutzten Pferde, Schwert, Axt und oder Morgenstern, weil sie bis zum Schluss davon überzeugt waren, sie könnten heute noch einen Krieg so gewinnen. Diese Helden flogen natürlich nicht im Flugzeug, sondern mit Stahldrachen und ihre Jünger hatten - wenn sie denn schon über 60 waren - , keinen Herzschrittmacher, sondern ein ,,Heart of Steel".

Die Rede ist natürlich von Manowar, den ehemaligen ,,Kings of Metal", die solche Themen mit immer wieder denselben Schlagwörtern besingen, als kämen sie aus dem Textgenerator. Da gehen Virgin Steele, um die es in dieser Rezension heute geht, deutlich poetischer und lyrischer ran. Statt immer wieder dieselben, im Metal geläufigen Floskeln und Klischees platt zu treten, bedienten sich David DeFais, Edward Pursino und co. auch Anno 1999 (Mann, ist das lange her...) anspruchsvoller Literatur und führten den Faden, den sie davor mit den Alben ,,The Marriage of Heaven and Hell: Part One and Two" angefangen hatten mit ,,Invictus" weiter fort. Wieder diente die ,,Hochzeit von Himmel und Hölle" von William Blake, der von 1757 bis 1827 auf der Erde weilte, als Vorlage für den Löwenanteil der Lieder. Anders als vermutet war ,,Invictus" aber kein Konzeptalbum, sondern eine Platte, bei der sich die einzelnen Lieder unterschiedlich stark an dem Werk aus dem späten 18. Jahrhundert orientierten, sodass die einzelnen Songs textlich auch unabhängig voneinander betrachtet werden konnten. Grundaussage der Schrift war unter anderem, dass die Hölle kein Ort der Bestrafung ist, sondern eine Quelle nicht unterdrückter, dionysischer Energie (Dionysos ist in der griechischen Mythologie der Gott des Weines und der Lust), die dem autoritären und regulierten Himmel entgegen gesetzt ist - somit gingen Himmel und Hölle eine Symbiose ein, bzw. eine Heirat, wie auch der Name des Buches sagt. Und das Lebensgefühl von Rebellion wurde mit dieser Auffassung, die sich im Metal (der schon immer ein negatives Abbild unserer Gesellschaft vorzeigte,) als Thema sehr gut eignete, mit Hilfe von zehn Volltreffern in unsere heutige Zeit transportiert - was von mehreren, soundtrackartigen Zwischensequenzen stimmungsvoll untermalt wurde.

Bei diesem Album hatten Virgin Steele es geschafft, die rockige Eingängigkeit und Melodiösität des ersten Marriage-Teils mit der Raubeinigkeit und Kompromisslosigkeit des zweiten Teils zu bündeln. Heraus kam eine Platte, die, ähnlich wie ,,The Missing Link" von Rage, in Sachen Musikalität und Erhabenheit nur sehr, sehr schwer zu toppen war und dessen Nachfolge-Alben lange damit zu kämpfen hatten, aus dem überlebensgroßen Schatten dieses Meisterwerks heraus zu kommen. Der Erfolg gab der Band Recht, die mit einem Overkill an starken Songs tausende von Fans begeisterte und selbst Skeptiker endgültig ins Herz schloss. Virgin Steele dürften vielleicht nur ansatzweise den Bekanntheitsgrad von Manowar gehabt und eine kleinere Fanbase besessen haben, doch konnten sie bei dieser Gruppe mit ihrer Musik einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen als es bei den Massen, die Manowar treu geblieben waren, überhaupt noch möglich war. Und so war es nur die logische Konsequenz, dass Virgin Steele mit diesem Album überall Lob und gute Resonanzen ernteten, während sich bei ihren übergroßen Konkurrenten, deren zu dem Zeitpunkt aktuelles Album ,,Louder Than Hell" erstmals Kritik auf breiterer Ebene erntete, erste Schatten bemerkbar machten.

Somit finden sich auf ,,Invictus" neben genannten Zwischensequenzen knallharte Nackenbrecher (,,Invictus", ,,Through Blood and Fire"), melodische Midtempo-Rocker (,,Mind, Body, Spirit", ,,Dust from the Burning"), majestätische Epic-Tracks (,,Sword of the Gods", ,,Defiance", ,,Whisper of Death" und ,,Veni, Vidi, Vici") und, und, und,... Über 70 Minuten Vollgas gab es bei diesem Album, bei dem auch die Produktion wieder stimmte und wo die Instrumente mit Seele eingespielt wurden. Und keine dieser Sekunde war Zeitverschwendung. Somit war es nur mehr als konsequent, dieses Album endlich als Reissue neu heraus zu bringen. Und das Warten hat sich gelohnt!!!
Wie die beiden Vorgänger-Alben ist auch ,,Invictus" sehr liebevoll gemastered worden und hat mehr Wumms als die ursprüngliche CD-Pressung (was man vor allem hört, wenn man die Platte auf dem Computer über hochwertige Kopfhörer genießt) und die Aufmachung kann sich ebenfalls sehen lassen - auch, wenn mir kein fertig gepresstes Exemplar zum bewerten vorlag.

Doch das Wichtigste an dieser Neuveröffentlichung ist das Bonusmaterial. Und anders als bei den ersten beiden Marriage-Alben hat man hier nicht gekleckert und vielleicht ein, zwei Bonustracks noch auf die CD gebracht - nein, hier wurde in großem Maß geklotzt ohne Ende. Gleich eine ganze Bonus-CD mit fast einer Stunde Musik kriegt man als Hörer um die Ohren gehauen. Aber nicht in Form in unveröffentlichtem Material, sondern ein neues, extra für diese Wiederveröffentlichung aufgenommenes Album namens ,,Fire Spirits" mit Akustik-Versionen mehrerer Marriage- und ein paar älterer Songs. Dabei hat man es tatsächlich geschafft, die Strukturen der einzelnen Songs auf das Grundfundament freizulegen (statt die Songs in unnötigen Arrangements 1:1 abzuspielen) und nur mit zwei Elementen wiederzugeben: Einmal dem Gesang von David DeFais, der sehr emotional aufgeht in den Liedern und nur darauf gewartet zu haben scheint, die alten Gassenhauer in diesem Gewand zu präsentieren. Und zum anderen einer Akustik-Gitarre, mit der Edward Pursino den Gesang begleitet. Diese wurde aber sehr metallisch und heavy gespielt, sodass die ursprüngliche Urgewalt der Stücke nicht verloren geht.

Überhaupt ist dieses Album sehr stimmungsvoll ausgefallen und man hat nicht nur bei der Interpretation der Lieder Geschmack bewiesen, sondern auch bei der Auswahl und der Reihenfolge der Songs. Die ersten drei Tracks sind zu einem Dark-Distance-Future-Medley zusammengeführt, bei welchem die Band noch etwas verhaltener zu Werke geht. Beim danach folgenden With-Vengeance-Divine-Medley stehen die etwas epischeren und melodischen Rocker im Vordergrund und erschaffen eine unglaublich dichte Atmosphäre (sogar die Gitarrensolos wurden auf eine sympathische Art übernommen), während man im abschließenden Conquering-Hero-Medley eine richtig mystische Stimmung mit Lagerfeuer-Atmosphäre zu spüren bekommt. Während die Gitarre auf den vorigen Songs noch etwas schlichter, aber dichter daher kommt, ist sie von ,,A Serpents Kiss" bis zum letzten Song flächiger, druckvoller ausgefallen, hier schafft man es durch den Hall auf der Gitarre fast schon, eine mittelalterliche Stimmung aufzubauen, die man doch nur kennt, wenn man in einer alten Burgruine steht. Hier gehen auch alle Lieder fließend ineinander über, sodass man schon fast von einem 24-Stunden Epic sprechen kann. Vor allem bekomme ich beim Hören von ,,Emalaith" und ,,The Burning Rome" richtig dicke Gänsehaut! Bei diesem Medley bekommt man mit ,,Do You Walk With God" dann auch einen neuen Song spendiert, der aufgrund des langen Entstehungszeitraumes und durch die Verwendung eines Pianos etwas aus dem Rahmen fällt, aber die Stimmung des Akustik-Albums sehr schön abschließt, sodass man einen unglaublichen Spannungsbogen kreiert hat.

Somit ist diese Auflage von ,,Invictus" mehr als Gold wert (ich würde eine XXXL-Bewertung geben, wenn es den Button gäbe), da sie nicht nur Neueinsteiger anspricht, sondern auch eingefleischte Hardcore-Fans, die von der Band wirklich ALLES haben, begeistern, nein, beglücken dürfte, da das gesamte Bonus-Album in keinerlei Form Material enthält, das in irgendeiner Form jemals veröffentlicht wurde und zudem noch neben Original-Album ebenfalls sehr stimmungsvoll und atmosphärisch ausgefallen ist.

Domenic Saheb Djavaher

XXL-WertungXXL

Tracklist:

CD1
1. The Blood Of Vengeance
2. Invictus
3. Mind, Body, Spirit
4. In The Arms Of The Death God
5. Through Blood And Fire
6. Sword Of The Gods
7. God Of Our Sorrows
8. Vow Of Honour
9. Defiance
10. Dust From The Burining
11. Amaranth
12. A Whisper Of Death
13. Dominion Day
14. A Shadow Of Fear
15. "Theme" From The Marriage Of Heaven & Hell
16. Veni, Vidi, Vici

CD2 – Bonus CD
"Dark Distant Future" Medley #1
1. A Whipser Of Death (Intro)
2. Unholy Water
3. Trail Of Tears
"With Vengeance Divine" Medley #2
4. Rising Unchained
5. Veni, Vidi, Vici
6. Defiance
7. I Will Come For You
8. Victory Is Mine
"Hail The Conguering Hero" Medley #3
9. Serpent's Kiss (Intro)
10. A Whisper Of Death (Main section of song)
11. Great Sword Of Flame
12. Emalaith
13. The Burning Of Rome
14. Perfect Mansions (Mountains Of The Sun)
New Song
15. Do You Walk With God

XXL-Tipp

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