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Undertow – In Deepest Silence

undertownLabel: Supreme Chaos Records

Spielzeit: 47:14 Min.

Genre: Groove / Doom Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 06. Dezember 2013

 

Zum bald 20jährigen Jubiläum der Band bringen die Schwaben von Undertow ihr nun mittlerweile siebtes Album auf Markt, dass auf den programmatischen Namen In Deepest Silence hört. Mittlerweile um einen weiteren Gitarristen erweitert, schicken sich die Jungs an, ihren Horizont zu erweitern und trotzdem ihren Trademarks treu zu bleiben.

Nichtsdestotrotz sitzt den Abtsgmündern noch der riesige Erfolg des Vorgängeralbums Don't Pray For The Ashes im Nacken. Im wichtigsten unabhängigen Magazin der deutschen Metal-Szene zum Album des Monats gewählt, steht man im Zugzwang, mindestens genauso amtlich nachzuliefern. Ist der Vierer dieser Erwartungshaltung gerecht geworden?

Um vorweg zu sagen (Achtung! Spoilergefahr!): Ja, die Jungs sind dieser Erwartungshaltung vollends gerecht geworden. Doch nun zunächst mal von vorne...

Atmosphärisch steigt dann das Album auch mit dem Intro „Barefaced“ ein, dass sich, langsam nach vorne schleppend und gleichzeitig mit unnachahmlicher Riffgewalt in die Gehörgänge sägt. Völlig ohne Gesang auskommend, werden mit hypnotischer Sogwirkung die Rifffolgen wiederholt, bevor mit ordentlich Groove in den Backen und einem leichten Thrash-Touch, der mich ein wenig an Metallica und generell Bay Area erinnert, ordentlich nach vorne gerockt wird. Innerhalb kürzester Zeit erzeugt dieser Track in mir den Zwang, wild mit dem Kopf mitzubangen. Nach zwei Dritteln des Songs etwa bietet sich dem Hörer in Form eines semi-akustischen Zwischenspiels eine Verschnaufpause, in der dennoch – dank der Drums – das Tempo hochgehalten wird. Geiles Eröffnungsdoppel!

Nahtlos geht die Musik in die leicht doomige Halb-Ballade „BoxShapedHeart“ über. In den Strophen kommt der Song fast vollständig ohne Verzerrung aus, nur um im Chorus ein unwiderstehliches Doom-Riff auf das Parkett zu zaubern. Geradezu ein perfektes Sahnehäubchen stellt das wunderbar elegische Solo dar, dass gleichzeitig auch eine Art Bridge darstellt. Geradezu als Kontrastprogramm folgt gleich darauf das thrashige und treibende „These Boots Are Made For Stalking“, der nicht nur als Gastsänger Gary Meskil von Pro-Pain zu bieten hat, sondern auch mit viel Moll und einem mit viel Gefühl gesegneten Chorus eine zum schwierigen Thema des Songs passende Atmosphäre schafft. Anspieltipp!

Doom as Fuck geht es mit „In Deepest Silence“, dem Titeltrack des Albums, weiter. Diesen Song zeichnet alles aus, was einen guten Doom-Song auszeichnen sollte: zähe, elegische Riffs, hypnotisches Drumming und eine Sangesleistung, die einem unmittelbar in die Dunkelheit zieht (metaphorisch gesprochen). Hört euch mal den Chorus an, dann werdet ihr feststellen, was ich meine! Im Zwischenteil steigert sich die Verzweiflung, die aus jedem Wort schreit, ins Unermessliche bis zum Break, aus dem heraus ein letztes Mal der Chorus angestimmt wird. Genial und unbedingt empfehlenswert! In einem fast vollständig akustischen Gewand kommt „Inside One“ um die Ecke. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Stimme des Sängers vollständig die Stimmung des Tracks trägt und nur partiell durch eingestreute, verzerrte Riffs und Akustikuntermalung unterstützt wird.

"Slatesoul“ geht anschließend zur Abwechslung wieder etwas straighter und grooviger nach vorne und kernig zur Sache. Der Wechsel zwischen groovenden Strophen und atmosphärisch-getragenem Chorus (inklusive dezentem KSE-Touch) geht mir erneut mit Gewalt in den Nacken. Geil! Noch härter und mit gesanglicher Unterstützung von Björn Gooßes (The Very End) geht es bei „Everember“ zu. Kerniges Thrash-Riffing mit passendem Drumming und Doublebassdrum-Salven. Über der groovenden Bridge zelebriert die Gitarre ein herrliches Dissonanz-Gewitter. Arschgeil!

Was gibt es passenderes, als sich nach so einem Nackenbrecher mit einer schön doomigen Ballade abzukühlen? Genau – nichts! Und so rifft sich „The Strain“ beinahe schon behutsam und doch mit viel Groove und tonnenschweren Riffs stetig und unwiderstehlich in meine Gehörgänge und lässt mich erst wieder zur Bridge los – und die hat es in sich! Break, und schon brechen alle Dämme, denn modernes Riffing paart sich hier mit Drumsalven und bestem Shouting. Und so nimmt die Band die Stimmung des Songendes auf und geht fast nahtlos in den finalen Track „Now and Forever“ über, der sich ordentlich ins Hirn thrasht und dort wohl auch bis mindestens übermorgen verbleiben wird. Eine schöne Dynamik wird mit dem melancholisch-getragenen Chorus geschaffen, der Momente besserer Modern Metal-Vertreter hat. Ungewöhnlich modern präsentiert sich ebenfalls die Bridge, die mit Stakkatoriffing und entsprechendem Drumming experimentiert und sich dennoch bestens in den restlichen Song einfügt. Direkt darauf kommt ein cleaner Part mit verzerrter Gesangsstimme, der als Übergang in den letzten Chorus dient. Gelungenes Ende eines gelungenen Albums!

Mangels irgendwelcher ersichtlichen Fehler jenseits des subjektiven Geschmacks wird und kann das Fazit nur extrem kurz und knackig ausfallen. Die unwiderstehliche Mischung aus Bay Area-Anleihen, geilen Doom-Riffs und – hier und da – modernen Elementen macht dieses Album zu einem absolut würdigen Nachfolger des zurecht ausgezeichneten Vorgängers, und deshalb bleibt mir nur noch die Amtshandlung, dem Album In Deepest Silence die Höchstnote zu verleihen!

Michael Denkers

XXL-WertungXXL

Tracklist:

01. Barefaced (Intro)
02. Canvas Ghosts
03. BoxShapedHeart
04. These Boots Are Made For Stalking
05. In Deepest Silence
06. Inside One
07. Slatesoul
08. Everember
09. The Strain
10. Now And Forever
11. 34CE acoustic - Bonus Track
12. Smoke Garden acoustic - Bonus Track

XXL-Tipp

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