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Vulture Industries - The Tower

VULTURE INDUSTRIES Label: Season of Mist

Spielzeit: 54:27 Min + 8:16 Min Bonustrack

Genre: Avantgarde Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Wer hat sie nicht, diese ewig lange Liste mit interessanten Bands die späterer eingehender Prüfung bedürfen. Vulture Industries ist bei mir eine jener Gruppen die auf dieser Liste seit Jahren dahinvegetieren und auf Ihre große Chance warten. Dementsprechend kam mir die Gelegenheit ein Review zum neuen Album „The Tower“ schreiben zu dürfen sehr gelegen. Zur Bandgeschichte lässt sich sagen, dass die Band 1998 unter dem Namen „Dead Rose Garden“ gegründet wurde und 2003 aufgrund von Line-Up-Veränderungen den Namen in Vulture Industries änderte. Mit „The Tower“ erschien in diesem Jahr das dritte Studioalbum der Truppe.

Das Label selbst definiert die Musikrichtung als einzigartige Mischung aus „progressive, experimental, Industrial, Doom, extreme und Symphonic“-Elementen und stellt Vergleiche zu Mr. Bungle, Arcturus und Ved Buens Ende an. Ob diese Einschätzung zutrifft möchte ich im Folgenden näher analysieren. Die Musikrichtung ist tatsächlich relativ schwer in eine Schublade zu stecken, da sich die Band vieler Elemente der verschiedenen Genres bedient. Als grundsätzliche Umschreibung der Musik sollte hier jedoch „Avant-Garde Metal“ angebracht sein.

Die Grundstimmung des Albums ist sehr düster und bedrückend, vor allem der Titeltrack und Opener „The Tower“ bringt direkt den richtigen Einstieg in dieses Album. Der Gesang variiert stets: oftmals ist er verstörend und beklemmend, manchmal verrückt, dann wieder harmonisch und sanft. Der Hörer wird auf eine Reise mitgenommen, hinauf auf den höchsten Berg und hinab in das Tiefste Loch. Dies führt dazu, dass das Album zu keiner Zeit langweilig wird und man ständig neue Facetten eines Liedes entdeckt. Auf lyrischer Ebene wird ebenfalls einiges geboten, verstärken die Texte doch nochmals die Grundstimmung des Albums. Vergleiche sind schwer und daher sind o.g. Bands nicht ganz die Referenz mit der man an diese Veröffentlichung herangehen sollte, besser man begibt sich frei von allem in die Tiefen dieses Albums. Ich denke dann wird es den ein oder anderen in seinen Bann ziehen können. Anspieltipps sind hier der Opener „The Tower“, „A Knife Between Us“ und das Schlusslied „Lost Among Liars“ um sich einen ersten Eindruck verschaffen zu können.

Das Album wird definitiv nicht jedem zusagen, eine gewisse Vorliebe für Genre-Sprünge und dem gewissen Wahnsinn der dieser Musik innewohnt muss vorhanden sein, um dieses Glanzleistung zu würdigen. Abschließend bleibt zu sagen, es handelt sich tatsächlich um eine Mixtur aus oben genannten Stilrichtungen mit einem Einschlag Mr. Bungle. Und gerade deshalb trifft das Album genau meinen Geschmack und zählt definitiv zu den besten Veröffentlichung dieses Jahres!

Moritz Naczenski

XXL-BewertungXXL

Trackliste:

01. The Tower
02. Divine - Appalling
03. The Hound
04. Blood on the Trail
05. The Dead Won't Mind
06. A Knife Between Us
07. The Pulse of Bliss
08. Sleepwalkers
09. Lost Among Liars
10. Blood Don't Eliogabalus (Bonus)

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