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Vengeance – Piece Of Cake

VengeanceLabel: Steamhammer Records / SPV

Spielzeit: 44:47 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Es gibt immer wieder Bands die zeitlebens ihrem eigenen Mythos nacheifern müssen, da Kritiker ihr weiteres Schaffen an diesem einen einzigartigen Lied oder Album in ihrer Karriere messen. Ähnlich muss es den Niederländern von Vengeance ergehen, haben sie doch in den späten Achtzigern mit ihrem Album und gleichnamigen Lied „Arabia“ die Messlatte für weitere Veröffentlichungen sehr hoch gesetzt. Natürlich gelang es ihnen – auch durch Änderungen am Line-Up – nicht an einstige Erfolge anzuknüpfen und die Band löste sich auf. Mit dem Album „Piece of Cake“ liegt nun das vierte Studioalbum seit der Reunion von 2006 vor.

Persönlich habe ich mich mit den „neuen“ Vengeance bisher sehr wenig beschäftigt und kenne daher auch nur das Schaffen der Truppe aus den Achtzigern, aber aufgrund der immensen Zeitspanne zwischen den Veröffentlichungen werde ich versuchen die nötige Distanz zu einstigen Veröffentlichungen zu wahren um euch ein objektives Gesamtbild bieten zu können.
Das Album ist ein klassisches Heavy-Metal Album, sehr bodenständig und auch sehr an den typischen Sound der achtziger angelehnt, jedoch ohne alt oder gar angestaubt zu wirken. Dies ist auch gleichzeitig das Besondere an diesem Album, denn viele Mitstreiter des Genres klingen sehr steril und künstlich. Bei genauerer Betrachtung der Songtexte könnte man jedoch stellenweise auf die Idee kommen, die Band nähme sich selbst nicht allzu ernst, ob dies wirklich so ist, lässt sich nicht eindeutig feststellen, das offizielle Video zu „Back to Square One“ verstärkt diesen Verdacht nochmals. Dies ist für mich der größte Minuspunkt an diesem Album, denn speziell die Lieder „Tears from the Moon“ und „Back to Square One“ sind für meinen Geschmack zu kitschig und auch der ein oder andere Gesangseinwurf wirkt stellenweise deplatziert. Dennoch hat mich der Gesang des Sängers „Leon Goewie“ sehr überrascht, klingt er doch kraftvoller und energiegeladener als auf den einstigen Veröffentlichungen. Ansonsten können Lieder wie der schnelle, mitreißende Opener „World Arena“, das rhythmische „Sandman“ und auch das balladeske Lied „Goodbye Mother Sky“ durchaus überzeugen. Letztes ist auch zugleich mein Favorit des Albums.

Der Gesamteindruck der Veröffentlichung ist durchaus positiv, jedoch wird hier das Rad nicht neu erfunden oder gar ein Experiment gewagt. Weiter befindet sich kein wirklicher „Ohrwurm“ auf diesem Album, denn keines der Lieder bleibt nach den ersten Durchgängen im Ohr hängen. Indes hört man den Liedern an, dass keine Anfänger am Werk sind, sondern 30 Jahre Heavy-Metal-Erfahrung vorhanden ist und die Musiker Ihre Instrumente Virtuos beherrschen. Meine Empfehlung ist hier ganz klar: vorher in das Album reinhören! Wer hier ein Album wie „Arabia“ erwartet kann nur enttäuscht werden, derjenige der jedoch offen für die neuen Vengeance ist wird sicherlich nicht enttäuscht werden und ein stabiles, bodenständiges Heavy-Metal Album zu hören bekommen.

Moritz Naczenski

XXL-BewertungL

Trackliste:

01. World Arena
02. Tears from the Moon
03. Raintime Preload
04. Raintime
05. Sandman
06. Back to Square One
07. Headquake
08. Train
09. Mirrors
10. Piece of Cake
11. Goodbye Mother Sky

XXL-Tipp

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