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Thaw: Earth Ground

thaw cover smLabel: Witching Hour Productions

Spielzeit: 41:49 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Dieses Album ist schon etwas länger auf dem Markt. Im Oktober 2014 veröffentlicht, kommt es endlich auch in den Genuss einer Bewertung von XXL Rock. Ähnlich wie Vesania bieten die vier Musiker aus Polen Black Metal, wenn auch von einer anderen Schlagseite - mehr Richtung Doom'n Drone und sehr trist und introvertiert in Szene gesetzt, was dann auch durch die folgenden acht sehr dramaturgisch in Szene gesetzten Lieder repräsentiert wird.

Der ,,First Day" fängt noch ruhig und verhalten an, aber schon der zweite Song ,,Afterkingdom" geht in die Vollen und zeigt, was Thaw für tolle Songschreiber sein können. Alle Stärken, die den Black Metal in all seinen Facetten ausmachen, bündelnd, ist dieses Lied eine mehr als gelungene Hommage an die glorreichen Black-Metal-Tage der frühen 90er Jahre, als eine junge und hungrige Generation an Musikern den Metal mit ihren kompromisslosen und wüsten Klängen deutlich machte, wie das Christuskreuz zu hängen hat. Zu dieser ohnehin starken Komposition gesellen sich dann noch depressive, verstörende Elemente, die mich an Deathspell Omega und Shining erinnern. Doch danach steigt die ,,Sun" auf, was in Form von stark verzerrten Gitarren und viel Feedback-Gefiepe eingeleitet wird. Zum Glück quälen uns Thaw hier nicht mit pseudoavantgardistischen Soundflächen á la Sunn o))), Earth oder Ulver (an deren Klasse sie eh nicht rankommen), sondern eröffnen damit lediglich ein weiteres, sehr spannendes Black-Metal-Inferno, bei dem auch der verzweifelnde Gesang wie die Faust aufs Auge passt. Ähnlich wie bei Satyricon oder Emperor in ihrer Frühphase wird hier auch nicht vor atmosphärischen Elementen wie cleaner Gitarren oder Backgroundsequenzen gegeizt, was den Liedern zusätzliche Tiefe bringt, bevor dann wieder sphärische Gitarrenflächen das Lied stimmungsvoll abschließen. Bei ,,No Light" kommt dann noch eine gehörige Prise Epik hinzu plus ein Schlagzeug-Pattern, das dem ganzen Album noch mehr Weite gibt. Darauf folgen dann wieder dissonante Elemente, komplexe Rhythmen und ein verzweifelter Gesang, so wie es bei den vorigen Liedern eingesetzt wurde. Bei ,,Second Day" treffen Melvins auf typische Black-Metal-Blastbeats, bevor in ,,Soil" ein schamanisch aufbauender Drumbeat das Lied aufbaut und dann wieder in die gleiche Kerbe einschlägt wie die voran gegangenen Titel. Das gleiche gilt auch für das schleppende ,,Winter's Bone" in dem dissonante Skalen mit tonalen, melancholischen Riffs Hand in Hand gehen. Besonders hervor zu heben ist hier der Einsatz von Synthesizern, die so ähnlich klingen wie die EMS VCS 3, die Pink Floyd erstmals auf dem Vorgängeralbum von ,,Dark Side of the Moon" verwendet haben. Mit diesen wäre dann auch der fließende Übergang in das abschließende ,,Last Day" gemacht, wo sich unter Blubbergeräuschen die Nummer aufbaut, bevor es nach zwei Minuten noch einmal in die Vollen geht. Hier werden dann wieder alle Register an Trademarks, die die Klasse der Band ausmacht, gezogen: von Blastbeats über doomige Momente, Black-Metal-Gekrächze und verzweifelte Schreie und Gesänge, dissonante Riffs gepaart mit leichter zugänglichen Passagen, sowie komplexe Rhythmen und Hintergrund-Samples ist hier alles dabei, was die Klasse von Thaw ausmacht. Und nach diesem mehr als gelungenen Abschluss und einer Spieldauer von 40 Minuten ist dann schon Feierabend.

Auch, wenn man die Musik der polnischen Black-Metal-Protagonisten nicht miteinander vergleichen kann, so gefällt mir dieses Album doch um einiges besser als ,,Deus ex Machina" von Vesania, was der Platte dann auch die Höchstnote einbringen würde, gäbe es nicht die ein oder andere Länge. So bleibt eine XL-Bewertung bestehen.

Domenic Saheb Djavaher

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. First Day
2. Afterkingdom
3. Sun
4. No Light
5. Second Day
6. Soil
7. Winter's Bone
8. Last Day

XXL-Tipp

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