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Self-Inflicted Violence - The Sanctimonious Hypocrites Of Reality

self inflicted violence covLabel: Art Of Propaganda

Spielzeit: 52:28 Min.

Genre: Black Metal / Post-Rock

Info: Facebook

CD kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Irgendwie geistert die Band ja schon etwas länger in den Post-BM Gefilden herum. Dennoch habe ich mich bisher kaum mit ihr beschäftigt. Das neue Album, welches im Dezember auf Art of Propaganda erschienen ist, ist nun ein willkommener Anlass das Schaffen dieses Solo-Projektes einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Seit etwa 2007 gibt es Selt-Inflicted Violence nun und es war in den letzten Jahren Still um die Band. Nach dem Debüt „A Perception Of Matter and Energy" steht nun, nach fast fünf Jahren Wartezeit, der Nachfolger „The Sanctinomious Hypocrites Of Reality" für die Fans bereit.

Ich bin eigentlich kein Verfechter des Post-Black Metals und habe bei einem zu hohen Anteil auch Probleme die Musik zu genießen. Self-Inflicted Violence sind da erfrischend anders. Natürlich bedingt der Post-Rock-Einfluss ein eher ruhigeres Album, welches stellenweise auch eher in den Bereich des Depressive-Rock gesteckt werden könnte, dennoch kann man der Musik auch die Ursprünge im Black Metal deutlich anhören, auch wenn diese eigentlich zu keiner Zeit im Vordergrund präsent sind. Es ist auch hier wieder bemerkenswert, dass eine einzelne Person es schafft ein solch umfängliches Album zu veröffentlichen und dazu noch alle Instrumente in Eigenregie bedient. Gerade aber diese Tatsache führt auch dazu, dass jedes einzelne Instrument perfekt auf das jeweils andere Abgestimmt ist. Auch der stellenweise eher seichte Gesang, wie man ihn z.B. auch von Alcest & Konsorten kennt, passt sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein. All das führt dazu, dass man zu diesem Album gut in Träumen schwelgen kann und sich auch in der Musik selbst verliert. Die vereinzelten härteren Vocals holen den Zuhörer dann schnell wieder in die Realität zurück. Das Album kann man schlecht in einzelne Songs aufteilen, wenn ihr die Möglichkeit habt, würde ich euch empfehlen es einmal komplett zu hören. Andernfalls sollte das verlinkte Songbeispiel schon einen guten Eindruck vermitteln können.

Ein sehr stimmiges, in sich geschlossenes Album haben Self-Inflicted Violence hier präsentiert und ich denke gerade im Post Black Metal und dem anliegenden Depressive Black Metal-Sektor wird das Album durch seine sehr dichte Atmosphäre sehr viel Anklang finden.

Moritz Naczenski

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Influx
2. Duplicate
3. Blender
4. Noumenon
5. Siren
6. Carousel
7. Recluse
8. Lost

XXL-Tipp

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