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Rivers Of Nihil – Monarchy

RiversOfNihil MonarchyLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 49:25 Min.

Genre: Sci-Fi-Tech Death

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 21. August 2015

 

Das Debütalbum der Rivers Of Nihil war 2013 direkt nach dem fabelhaften Carcass-Comeback „Surgical Steel“ mein Death Metal-Highlight des Jahres. Alleine schon das großartige Dan Seagrave-Cover führte direkt in die ganz frühen Neunziger mit ihrer damaligen Death Metal-Explosion zurück, wohingegen der musikalische Inhalt expressionistisch sowie lautmalerisch wahrlich beeindruckend war (Anspieltipp: „Mechanical Trees“).

Mit Spannung habe ich nun den Nachfolger erwartet – und muss direkt einräumen, dass das Niveau des Debüts nicht mehr ganz erreicht wird. Gut ist „Monarchy“ aber trotzdem. Rivers Of Nihil zeichnen sich durch eine Gitarrenarbeit aus, welche fiebrig und üppig flirrend die akustischen Ölfarben für das Bemalen der Fantasien und Sehnsüchte des Hörers liefert. Durch ihre nahezu surreale Hitzigkeit ist die Marschrichtung dabei vorgegeben, man findet sich in Sandwüsten auf fernen Planeten wieder, welche Arrakis oder Tatooine heißen dürfen, aber nicht müssen. Alternativ mag man auch auf dem Predator-Planeten mit seinem undurchdringlichen Dschungel landen. Seit den frühen Nocturnus und Cynic hatte ich selten solch überwältigende Sci-Fi-Assoziationen beim Hören einer Death Metal-Band.

„Monarchy“ ist wenig eingängig. Auch nach vielen Wochen mit den Vorab-mp3s ist wenig bei mir hängengeblieben. Wenn das Album läuft, ist alles in sich folgerichtig und stimmig; ich vermag jedoch kaum etwas davon mental zu reproduzieren, ohne dass gleichzeitig das Album läuft. Rivers Of Nihil machen dies allerdings mit den unglaublichen, regelrecht unwirklichen Stimmungen und Sehnsüchten, welche hier akustisch zum Leben erweckt werden, wieder wett.

Ich mag die Band immer noch sehr gerne, obwohl ich mir letztlich etwas mehr erhofft hatte. Der einlullende akustische Treibsand eines „Sand Baptism“, das in Fieberträumen hoch in den Himmel ragende „Circles In The Sky“ sowie der gleich giftigen Schlingpflanzen zupackende und verwunschene Titelsong sind jedoch – beispielhaft herausgegriffen – schlicht umwerfend. Auch, wenn die Formkurve minimal nach unten zeigt: ich will nach wie vor mehr von dieser Band, die selbst mit einem nur guten Album paradoxerweise ganz großartig und wertvoll ist.

Daniel Lofgren

XXL WertungL

Tracklist:

01. Heirless
02. Perpetual Growth Machine
03. Reign Of Dreams
04. Sand Baptism
05. Ancestral, I
06. Dehydrate
07. Monarchy
08. Terrestria II: Thrive
09. Circles In The Sky
10. Suntold

XXL-Tipp

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