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Nebiros: VII

Nebiros  VIILabel: Folter Records

Spielzeit: 52:35 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Zufälle gibt es. Da hatte ich vor ein paar Tagen beim Sortieren meiner Sammlung plötzlich die "Kommando666" Demo-CD (von 2005) der deutschen Nebiros (bitte nicht mit der legendären Band aus Kolumbien verwechseln!) in der Hand und dachte noch darüber nach, von denen schon lange nichts mehr gehört zu haben. Und zack, stehen die Kollegen mit einem frischen Werk auf der Matte! (2008 wirde übrigens auch noch das "Kurwa Satana" Album veröffentlicht, das ist aber komplett an mir vorbei gerauscht!)

Damals wie heute spielen die Kollegen einen soliden Black Metal, der sich sowohl im Mid-Tempo Bereich, als auch bei höchster Geschwindigkeit verdammt wohlfühlt und entsprechend gut beim Hörer ankommt (Also bei mir auf jeden Fall!!). Dazu kommt, dass die Band die Songs in ihrer polnischen Muttersprache intoniert, was sich ebenfalls richtig geil anhört. (Ich finde sowieso, dass die recht "harten" osteuropäischen Sprachen sehr gut zum Black Metal passen!)

Die Songs bewegen sich auf einem erfreulich hohem Niveau, was ich aber noch viel wichtiger finde: Sie sind ungemein kraftvoll und stecken voller Aggression und Gewalt, so wie man seinen Black Metal auch haben will. Daran ändert auch der Einsatz des Keyboards nichts, was ebenfalls für die Qualität der Musik spricht. Der Sound stimmt, die verbreitete Stimmung ist wunderbar bösartig, das Einzige, was ich ein wenig schade finde, ist dass (im direkten Vergleich mit der oben erwähnten Demo-CD) der unbekümmerte und sehr ursprüngliche "Rumpel-Charme" verlorenen gegangen ist. Aber innerhalb von zehn Jahren wird eine Band halt erwachsen, was ja auch eigentlich ganz normal und sehr positiv ist! Ich bin halt ein Freund solcher ungeschliffenen Geschichten.

Das ändert aber überhaupt nichts daran, dass "VII" ein ganz hervorragendes, herrlich brutales Album geworden ist, auf dem die Band es ausgezeichnet schafft, orthodoxen Black Metal, mit ein wenig Moderne zu verbinden, ohne dass es sich auch nur ansatzweise scheiße anhört! Zum Schluss gibt es noch ein Stück "unwichtiges Wissen": Das Trio macht in derselben Besetzung auch als Death/Grind-Band Genital Putrefaction die Bühnen unsicher! Musste einfach mal gesagt werden!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Intro – VII
2. Zakon Czarny
3. Boga Ciało
4. Matka Kurwa
5. Galaxis
6. Jabol
7. Na PLacu Piekka
8. Staruch
9. Ponure Ciene
10. Pozadanie
11. Legion

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