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The Night Flight Orchestra – Skyline Whispers

 The Night Flight Orchestra  Label: Coroner Records

Spielzeit: 56:28 Min.

Genre: Classic Rock / AOR

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Dies hier ist DAS Sommeralbum des Jahres! The Night Flight Orchestra ist es auf „Skyline Whispers“ gelungen, einen Hit nach dem nächsten aufzureihen, gleich Perlen auf einer kostbaren Kette. Alles hier funkelt und gleißt und ist dabei ungeheuer wertvoll; die besten Elemente des Classic Rock und AOR von Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger wurden von dieser Band regelrecht aufgesogen und in solch begeisternde neue Formen gepresst, dass man dafür einfach nur dankbar sein kann.

„All The Ladies“ etwa glänzt mit einem Lindsay Buckingham (Fleetwood Mac) mäßigen Solo par excellence, „Spanish Ghosts“ ist zwingend und energisch, dabei gleichzeitig melancholisch und sehnend: „Where will you go / Tell me you know / How does it show (...) Tears from the past / They always last“, „The Heather Report“ artet sogar in Progressive-Rock aus und steigert sich dabei von einer wunderbaren Wohlfühlnummer in ein ebenso wunderbares Energiemonster. Das Endorphinlevel ist schier am bersten, wenn Sänger Björn Strid nach ungefähr fünf Minuten: „Cos' I Know The Way / Yes I Know The Way / Back Home“ – vor Emotionen schier überschnappend und komplett begeisternd – ins Mikro zaubert. Und dies ist erst Halbzeit, der Song kleidet sich anschließend teilweise gar in annähernd Emerson, Lake And Palmer-artige Melodieführung ein, bevor das Finale eingeleitet wird. Schade, dass die Band danach noch „Floridian Eyes“ folgen lässt, denn „The Heather Report“ hätte mit seiner epochalen Dramaturgie und zehnminütigen Laufdauer ganz klar an das Ende des Albums gehört. Die ganz große Kunst dabei: der Song ist kein Fremdkörper, ganz im Gegenteil naht er sich blendend ein. Wunderbar! Und bin ich der einzige, der dabei an die wunderbare Heather Locklear denkt? Colt Seavers-Anhängern sowie Denver Clan-Muffeln mag natürlich auch Heather Thomas in den Sinn kommen... Seufz – die Achtziger!

Der Überhit schlechthin ist freilich – wie in nahezu jedem bisherigen Review treffend herausgestellt – das fabelhafte „Stiletto“. Wo man bei diesem Titel seit dem eben noch genannten Jahrzehnt zwangsläufig an Lita Ford denken musste, sollte sich dies nun berechtigterweise ändern. Was für ein unglaublicher Song! Er treibt schier in Ekstase, solche Überhits gab es seit den Song- und Hitsingle-fixierten Achtzigern kaum noch. In einer gerechten Welt würde Musik sich noch heute angemessen verkaufen, dieser Song wäre weltweit auf Platz 1 jeglicher Single-Charts und „Skyline Whispers“ als dazugehöriges Album ein Multi-Millionen-Megaseller. Und auch weitere Top 10-würdige Auskopplungen lägen bereit, mindestens mit den unglaublich großartigen „I Ain't Old, I Ain't Young“ („So Tell Me / Why Does It Hurt So Bad?“ (…) It Is Me / It's Plain To See / How I Wasted Our Love / At The Highest Degree“) sowie der Liebeserklärung und Hymne an alle Nachtschwärmer, „Living For The Nighttime“.

Eine Benotung im Höchstbereich wird nur dadurch verhindert, dass insgesamt betrachtet der rote Faden minimal fehlt. Egal, dieses Album muss die Welt einfach gehört haben. Echte Musik, echte Hits, echte Leidenschaft. Fabelhaft – I love it!

Daniel Lofgren

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Sail On 04:47
2. Living for the Nighttime 06:00
3. Stiletto 04:31
4. Owaranai Palisades 01:13
5. Lady Jade 04:13
6. I Ain't Old, I Ain't Young 05:04
7. All the Ladies 04:26
8. Spanish Ghosts 04:54
9. Demon Princess 04:54
10. Skyline Whispers 02:23
11. Roads Less Traveled 04:07
12. The Heather Reports 09:56
13. Floridian Eyes

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