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Night: Soldiers of Time

night cover sm1Label: Gaphals Records

Spielzeit: 45:02 Min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

 

Ich mag Menschen, die sich auch mal über sich selbst lustig machen können. Solche Menschen gibt es leider oft viel zu selten und ich habe das Gefühl, dass sie umso schlimmer sind, wenn es sich um sogenannten Megastars handelt. Bei Künstlern mit Bodenhaftung und vielleicht damit verbunden auch weniger Erfolg, finden sich einige wirklich witzige Typen, die nicht auf jede Aussage achten und sich die Lacher vom Publikum gefallen lassen.

Als der Infotext zur neuen CD der schwedischen klassischen Heavy Metal Band Night „Soldiers of Time“ las, musste ich Schmunzeln und wusste, dass die Wahl des Musters eine gute war. Die Band bezeichnet die CD, frei übersetzt, als Reise in die Zukunft, um sich selbst als eine Band neu zu erfinden, die sich dem 80er Jahre Metal vor dem Jahr 81 verschrieben hat. Das ging gut los und ich war begierig darauf die elf versprochenen Songs innerhalb von knappen 50 Minuten, die im Studio Underjord von Joona Hassinen aufgenommen wurden. Als Produzent konnten die Jungs - Oskar Andersson, Gesang und Gitarre, Calle Englund, Gitarre, und Sammy Ouirra, Bass - Niels Nielsen von Ghost BC und Dead Soul gewinnen. Da keine Metal Band ohne Drummer auskommt, hat sich Night für dieses Album Martin Hjerstedt von Pg.Lost und Dead Soul ausgeliehen.

Genug zum Hintergrund, kommen wir zum ersten Song. „Waiting for the time“ entführt uns direkt in die 80er Jahre und vor unsere Augen stehen die Jungs in nietenbesetzten Lederjacken auf der Bühne. Gitarre und Gesang kommen in diesem Lied perfekt zur Geltung und die Ohren freuen sich über die balancierte Aufnahme.
„Across the Ocean“ erinnerte mich thematisch an eine der letzten Savatage Scheiben, musikalisch ist es aber Night und niemand anderes. Lauter als das Einstiegslied mit einem tollen Refrain ausgestattet, überzeugt das Lied fast vollkommen, nur der Gesang kann mich diesmal nicht so richtig mitreißen, klingt manchmal so, als wäre der Sänger an der Grenze angekommen. Vielleicht ist das aber auch so gewollt, zu den Lyrics passen würde es nämlich.
Im nächsten Song „We're not born to walk away“ beginnt typisch und dramatisch, bevor dann einer der besten Songs des Albums richtig Fahrt aufnimmt. Toller Song, der so auch in den frühen 80ern sicher ein Erfolg gewesen wäre.
„Above the ground“ hebt ab, schnell, mit tollen Gitarrenriffs und sehr eingängig lädt er zu Beginn Headbangen und zum Pogen ein. Aber auch die ruhige Zwischenphase bis zum Refrain reißen mit und leiten gekonnt über und lassen uns auch bald springen.
Die Gitarre macht im nächsten Lied, „Towards the sky“ den Anfang und bleibt auch das tragende Instrument in diesem leisen aber nicht minder tollen Lied. Etwas Entspannung in der Mitte der CD tut ja auch mal ganz gut und ich hoffe doch sehr, dass die Jungs ihr Ziel irgendwann erreichen, auch wenn der Weg manchmal das Ziel ist.
„Secret War“ startet langsam und wird dann immer schneller. Ein richtiges Lied der 80er mit einer tollen Bildsprache, die eine Geschichte über Freiheit und einem Krieg im Geheimen spannend erzählt. Sehr toll.
Die Könige der Herzen sind die Jungs nach der Hälfte bereits, jetzt gilt es sich zu beweisen. „Kings and Queens“ geht dann auch richtig ab und ist das stärkste Lied der CD. Mit Power und Herzblut geht die Band dabei Hand in Hand und wird auch auf Konzerten jeden mitreißen.
„Ride on“ startet melodisch und macht Lust auf mehr. Das wäre auch ein toller Start in die CD gewesen und doch empfinde ich die Position sehr gut. Hier sieht man den Motorradfahrenden Metalfan vor sich, der auf seiner Maschine in den Sonnenuntergang fährt und sich an sein Leben erinnert und an die Zukunft denkt und dabei vollkommen frei ist.
Auch in „Wanderlust“, das ruhigste und stimmungsvollste Lied der CD. Als reines Instrumentalstück, kommen die Instrumente hier natürlich voll zur Geltung und das Talent der Musiker zeigt sich deutlich.
„Power“ hätte ich mir, nachdem Lesen des Titels, noch härter vorgestellt, es reißt trotzdem mit und doch ist es eher ein schwächeres Lied. Für mich klingt es irgendwie unrund und nicht passend. Vielleicht wäre es am Anfang der CD besser aufgehoben und nicht nach einem Instrumentalstück.
Das letzte Lied der CD ist gleichzeitig das längste. „Stars in the sky“ entschädigt für das vorhergehende Lied vollkommen. Melodisch und mit einem tollen Text versehen, reißt es von der ersten Sekunde an mit und dazu braucht es zu Anfang keine harten Riffs und harte Drums, die Stimme und die leisen Instrumente überzeugen. Je weiter das Lied fortschreitet, desto lauter werden die Instrumenten und man hat auch das Gefühl, dass das Lied schneller wird. Der Text ist eher traurig aber macht auch Hoffnung. Ein perfekter Abschluss.

Alben sind immer nur so gut, wie die an dem Projekt Beteiligten. Die Band kann einiges und überzeugt mir ihrer Musik, dem Gesang und den Texten, aber auch der Produzent und die Studioarbeit haben hier alles richtig gemacht. Das Produkt kann sich hören und sehen lassen. Für das Sehen lassen ist Mattias Frisk zuständig, der schon Artwork für Ghost BC, Vampire und Morbus Chron gestaltet hat. Das Cover lockt und passt. Kurzum, hier wurde alles richtig gemacht und wer 80er Jahre Metal mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.

Fazit: „Night“ macht da weiter, wo sie mit ihrer ersten CD aufgehört haben und bringen mit „Soldiers of Time“ ein Album raus, mit dem sie sich zwar nicht neu erfunden haben, aber mir dem sie sich absolut sehen lassen können. Schnelle und langsame Stücke, die die unterschiedlichen Talente der Musiker deutlich zeigen, wechseln sich gekonnt ab und selbst das schwächste Stück, ist noch mehr als gut. Zugreifen und dann von Leder und Nieten träumen. Feuerzeuge nicht vergessen!

Martin Wagner

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Waiting For The Time
2. Across The Ocean
3. We're Not Born To Walk Away
4. Above The Ground
5. Towards The Sky
6. Secret War
7. Kings And Queens
8. Ride On
9. Wanderlust
10. Power
11. Stars In The Sky

XXL-Tipp

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