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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsN-OOccultation - Silence in the Ancestral House

Negative Self: Negative Self

negativeself cover smLabel: High Roller Records

Spielzeit: 38:36 Min.

Genre: Crossover

Info: Facebook

CD kaufen: Shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 13. März 2015

 

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das haben sich die Verantwortlichen von Negative Self wohl auch gedacht, als sie einen über einer Wolkendecke schwebenden, Bandana tragenden Totenschädel zu ihrem Coverartwork erkoren.

Momentchen! Totenkopf? Bandana? Betrachtet man die Mucke des Trios aus Stockholm und zudem die Vergangenheit des Sängers Andreas Sandberg, ergibt das Cover sogar ein wenig Sinn. Denn: Sandberg war als Dr. Ape von 2007 bis 2013 der Frontmann - anfänglich auch Schlagzeuger – der schwedischen Schädelmaskenträger Dr. Living Dead!. Und: die Mucke klingt frappierend nach Suicidal Tendencies zu 'How Will I Laugh Tomorrow...'-Zeiten - und zwar derart ähnlich, dass ich mich erst einmal vergewissern musste, ob ich tatsächlich gerade die Mucke der Newcomer aus Schweden höre und nicht vielleicht doch gerade Mike Muir und Konsorten aus den Lautsprechern schallen... Allein die Stimme von Andreas klingt der von Cyco Miko so wahnsinnig ähnlich, dass es wirklich kaum zu fassen ist.
Natürlich werden Negative Self (selbst der Name haut in die gleiche Kerbe wie die oben genannten Idole) mit ihrem Debüt keinen Originalitätspreis gewinnen (und müssen sich zudem wahrscheinlich oft den Vorwurf gefallen lassen, ein totaler Suicidal-Abklatsch zu sein), aber das wollen sie sicherlich auch nicht. Sandberg rief nach dem studienbedingten Split mit Dr. Living Dead! zunächst ein Ein-Mann-Projekt namens Planet Ape ins Leben, aus dem schließlich das derzeitige Trio hervorging und einen räudigen Bastard aus Punkrock, Hardcore und leicht thrashigem Metal spielt, wobei die Hardcore-Elemente wie die typischen Riffs oder auch Gangshouts deutlich vermehrt eingesetzt werden als bei den Vorbildern aus den Staaten.
Als etwas störend empfinde ich die Tatsache, dass an einigen Stellen der Gesang zu leise abgemischt wurde; ansonsten passt die Produktion von E-Basser Frank Guldstrand hingegen durchaus gut zu dem Gebotenen.
Wer die metallischeren Sachen von Suicidal Tendencies mag, wird sicherlich auch mit dieser Scheibe seinen Spaß haben.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklist:

01. Back On Track
02. Another Year
03. Self-Destruct... The Pain Never Ends
04. Dancing With The Dead
05. My Own Company
06. Tied Down
07. No Tomorrow
08. Call It Depression
09. Negative Self

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