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Ophis - Abhorrence In Opulence

ophis 2014Label: Cyclone Empire / Soulfood

Spielzeit: 60:44 Min.

Genre: Doom Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 05. September 2014

 

Es ist doch immer wieder schön, wenn alte Bekannte, von denen man längere Zeit nichts gehört hat auf einmal wieder auf der Matte stehen und dann auch noch Geschenke mitbringen. Ähnlich verhält es sich auch mit Ophis. Dass wir Doom-Jünger neues Material in Album-Form von ihnen zu hören bekamen ist nun auch schon gut vier Jahre her („Withered Shades" von 2010) und auch die zuletzt veröffentlichte Kompilation „Effigies of Desolation" (Wiederveröffentlichung der Alben „Nostrae Mortis Signaculum" und „Stream of Misery") hat auch schon ein gutes Jahr hinter sich gebracht.

Umso schöner, dass die Kollegen um Philipp Kruppa mit „Abhorrence In Opulence" über eine Stunde herrlichsten Doom mitbringen, um uns mit langsamer Düsternis zu erfreuen! Und erfreuen werden sich definitiv alle, die Ophis schon vorher kannten und fest in ihr dunkles Herz geschlossen haben, denn die Band ist nicht von ihrem Weg abgekommen, sondern hat ihren Stil verfeinert und noch weiter verbessert, aber gottseidank nicht grundlegend verändert!!

Warum sollten sie auch? Denn ihre so typische Mischung aus Death, Doom und vor allem dem Gothic Death der ganz alten Schule (frühe My Dying Bride, Anathema oder Paradise Lost) war genial und wird es auch immer bleiben, das steht fest!! Ich kenne im Moment keine Band, die diesen herrlichen Sound (den gerade meine Wenigkeit ja so sehr liebt!!!) bis heute so gut konserviert und bewahrt hat. Dass Ophis dabei zu keiner Sekunde ein Abklatsch jeder grandiosen Formationen ist, sondern eine hundertprozentig eigenständige Band, die sich locker mit jenen Größen in eine Reihe stellen kann, sollte eigentlich jedem bewusst sein, zur Vorsicht erwähne ich es aber trotzdem noch mal!!

Die fünf Songs (bei Ophis gibt es nix unter fünf Minuten, das ist schließlich Doom und kein Punk!!) sind allesamt einfach nur gigantisch und transportieren eine grandiose Atmosphäre der Dunkelheit und Melancholie, gepaart mit Aggression und Verzweiflung. Aber nicht nur die Kompositionen sind (wen wundert es?) allererste Sahne, auch der Gesang von Kollege Kruppa ist wieder einmal einzigartig. Ich bin immer wieder fasziniert, wie es einige Künstler schaffen, derart viel Verzweiflung, Schmerz und Trauer allein mit ihrer Stimme zu transportieren und den Hörer von Beginn an in ihren Bann ziehen. Phillipp Kruppa kann dies offensichtlich mit links erledigen, er growlt, er schreit, er kreischt, er flüstert und deckt die gesamte Bandbreite an düsteren Emotionen scheinbar mühelos ab!

Kurz und knapp: Das Warten hat sich definitiv gelohnt, Ophis sind besser denn je und liefern ein stimmungsvolles, bewegendes Album ab, welches ich ohne jegliche Einschränkung an alle Death/Doom/Gothic-Jünger weiterempfehle!!

Christian Hemmer

XXL-WertungXL-1

Tracklist:

1. Disquisition Of The Burning
2. Among The Falling Stones
3. A Waltz Perverse
4. Somnolent Despondency
5. Resurrectum

XXL-Tipp

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