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Midnight Odyssey: Shards Of Silver Fade

MIDNIGHT ODYSSEY Shards Of Silver FadexxlLabel: I, Voidhanger Records

Spielzeit: 2:22:33 Min

Genre: Atmospheric Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Midnight Odyssey sind wohl die Vorreiter des kosmisch inspirierten Black Metals. Das Label I,Voidhanger hat bisher immer außerordentliches Gespür in diesem Bereich erwiesen, so erschienen in den letzten Jahren neben dem Debütalbum von Midnight Odyssey, auch Releases von Chaos Moon, Spectral Lore und Mare Cognitum auf diesem Label. Midnight Odyssey ist und war allerdings immer Aushängeschild des Labels, daran hat sich auch bisher nichts geändert. Dis Pater, der mit knapp zwei Stunden Spielzeit bereits „Funerals from the Astral Sphere“ eingespielt hat, legt nun mit „Shards of Silver Fate“ den Nachfolger vor, der nochmal gute 20 Minuten Spielzeit mehr bietet.

Midnight Odyssey haben sich sehr stark entwickelt, so ist der ursprüngliche Sound nur als Basis zurückgeblieben. Dis Pater hat in den letzten Jahren seine Projekte „Tempestous Fall“ (Funeral Doom) und „The Crevices Below“ (Black Metal) an den Nagel gehängt und alles, was diese Projekte ausgemacht hat, in Midnight Odyssey vereint. So finden sich auf diesem Album zahlreiche Elemente die neu sind. Das Album an sich ist sehr hymnisch und verträumt, artet nur in wenigen Momenten in Black Metal-Raserei aus und webt eine unglaublich dichte Atmosphäre die seinesgleichen sucht. Selbst nach unzähligen Hördurchläufen findet man neue, weitere Aspekte an diesem Album, die es so unglaublich intensiv machen. Die fast zweieinhalb Stunden vergehen wie im Flug, vor allem dann, wenn man sich der Musik aufmerksam widmet. Jedes einzelne Lied baut auf dem anderen auf und erzeugt so ein Gefühl von Schwerelosigkeit und Leere. Midnight Odyssey schaffen es, die Schönheit des Weltraums, dessen leere und Kälte, sowie das unbekannte und unerklärliche in ihren Songs zu verpacken und den Zuhörer auf eine Reise durch den Raum zu schicken. Das Album ist dennoch nichts für eingefleischte Black Metaler, die nicht über den Rand schauen möchten. Vielerorts hört man etwas von „zu viel Kitsch“. Aber genau dies macht das Album so stark, es ist überladen mit allerlei Elementen, die andere Bands nur dezent im Hintergrund einsetzen. Vor allem auch den Einfluss von „Tempestous Fall“ hört man in vielen Songs sehr intensiv heraus.
Das Wetter macht dem Album manchmal einen kleinen Strich durch die Richtung, ist es doch eher etwas für verregnete, kalte Herbst- / Wintertage, sodass ich denke, dass dieses Album im Laufe des Jahres noch weiter wachsen wird. Eine konkrete Songempfehlung gibt es von mir diesmal nicht, da die einzelnen Lieder sich auf annähernd ähnlichem Niveau bewegen. Wenn ihr die Zeit dazu habt, hört euch einmal den kompletten Stream auf Bandcamp an um euch eine Meinung zu bilden.

Midnight Odyssey haben mit diesem Album ein unglaublich intensives Werk vorgelegt, welches trotz seiner enorm langen Spielzeit keinerlei Längen besitzt. Kaum eine Band schafft es ein Album mit zwei Stunden Spielzeit vorzulegen, welches es schafft, den Zuhörer so stark in eine solch unvergleichliche Atmosphäre einzuweben.

Moritz Naczenski

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. From A Frozen Wasteland
2. Hunter Of The Celestial Sea
3. Son Of Phoebus
4. A Ghost In Gleaming Stars
5. Asleep Is The Fire
6. Starlight Oblivion
7. Darker Skies Once Radiant
8. Shards Of Silver Fade

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