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Lucifer's Fall: Lucifer's Fall

 Lucifers Fall Lucifers FallLabel: Hammerheart Records

Spielzeit: 43:31 Min.

Genre: Doom Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 07. Mai 2015

 

Doom, insbesondere Female-Fronted-Doom, ist ja seit einiger Zeit ein ziemlich angesagtes Ding, was den einen freut und die andere wiederum ärgert. Interessanterweise erscheint mir gerade diese Spielart des Rocks und Metals besonders global, wird sie doch sowohl in Nord- und Südamerika, im gesamten Europa, in Südostasien und vereinzelt eben auch in Australien gezockt. Von eben diesem Kontinent - genauer gesagt aus dem im südlich gelegenen Adelaide - stammt die als Duo agierende Formation 'Lucifer's Fall', welche aus den Mitgliedern Deceiver (E-Bass, Gitarren und Gesang) sowie dem Drummer Unknown Unnamed (geniales Pseudonym!) besteht, die hauptamtlich in der Doom-Metal-Kapelle 'Rote Mare' spielen und 2013 ihre erste Demo 'The Dungeon Demos 2013' und ein Jahr später ihr erstes, selbstbetiteltes Langeisen veröffentlichten.

Besagtes Debüt wird dieser Tage via Hammerheart Records auf CD, LP sowie in digitaler Form veröffentlicht und ist daher Gegenstand dieser Rezension. Laut Label-Info spielen die beiden Verhängnis-Haudegen schweren und emotionalen Doom, der Fans von Bands wie Saint Vitus, My Dying Bride, Angelwitch, Electric Wizard sowie Solstice sicherlich gut gefallen könnte. Ich kann dies nur bestätigen und könnte es mir zudem ganz leicht machen, indem ich 'Lucifer's Fall' als totale Durchschnitts-Platte in einem derzeit sehr überlaufenen Genre bezeichne und die Aussie-Combo mit einer M-Wertung nach Hause schicke. Nur würde das dieser Veröffentlichung nicht gerecht werden. Klar, Deceiver und Unknown Unnamed (Mann, was für ein selten cooles Pseudonym!) erfinden das Rad auch nicht neu, aber sie machen ihre Sache verdammt gut, indem sie traditionelleren Doom mit moderneren Ausrichtungen dieses Genres vermischen und dabei stets wie aus einem Guss wirken. (Als weitere Einflüsse seien hier übrigens noch Mercyful Fate, Reverend Bizarre, Solitude Aeternus und hundert andere Kapellen genannt.) Heraus kamen sieben für Doom-Verhältnisse nicht allzu lange Nummern, die alle eine recht intensive Atmosphäre aufweisen, vielleicht wegen der relativen Kürze der Songs keinen Raum für Langeweile bieten und einen geradezu tollen Sound verpasst bekamen, der sich weder zu sehr in den Vordergrund drängt noch in seinem eigenen Lärm-Overkill versinkt. Interessant ist die Scheibe auch vom gesanglichen Aspekt, gibt sich Mr. Deceiver doch sehr variabel und verwendet sowohl genre-typischen Gesang als auch Screams, Growls und sogar markante Eierkneifer-Shouts.
Interessant und wohlgefällig fällt das Instrumentalstück 'Death March' aus, das als perfekter Rausschmeißer fungiert.
'Lucifer's Fall' scheitert knapp an einer XL-Wertung, aber ein fettes L mit Sternchen ist ja auch nicht schlecht.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklisting:

01. The Suffering Wizard
02. Lucifer’s Fall
03. The Summoning
04. Unknown Unnamed
05. A Sinner’s Fate
06. Deceiver
07. Death March

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