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The Minutes: Live Well, Change Often

minutesLabel: Model Citizen Records - ADA-Warner

Spielzeit: 39:34 Min.

Genre: Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Vimeo

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

The Minutes aus Dublin scheinen in ihrem Heimatland und darüber hinaus bereits eine recht große Nummer zu sein; immerhin haben sie sich schon diverse Bühnen dieses Planeten mit den Foo Fighters, The Hives, Supergrass, Flogging Molly etc. geteilt und waren in den irischen Charts vertreten. Das seit 2006 bestehende Trio veröffentlichte bereits mehrere Singles, 2011 ihr Debüt ' Marcata' und präsentiert mit vorliegendem Tonträger das zweite Langeisen, welches im kanadischen Vancouver aufgenommen und von GGGarth Richardson (u.a. Rage Against The Machine) produziert wurde sowie seit Februar dieses Jahres überall zu erwerben ist.

The Minutes bezeichnen ihren Sound als "dreckigen und puren Rock and Roll". Und ja: eine gewisse Rock-'n'-Roll-Attitüde kann man der Kapelle nicht absprechen, auch wenn ich unter 'dreckig' etwas wesentlich Schmutzigeres und vor allem Unkommerzielleres verstehe als das, was man auf 'Live Well, Change Often' zu hören bekommt; dafür ist das Gebotene schlicht doch noch zu sehr Mainstream, wenn auch meilenweit davon entfernt, in unseren nationalen Radiosendern (Spartensender ausgenommen) gespielt zu werden. Man kann der Kapelle beim besten Willen eine gewisse Sperrigkeit nicht absprechen, vor allem im Bezug auf die etwas schräge Stimme von Gitarrist/Sänger Mark Austin, aber auch bezogen auf die Punk-Anteile oder die immer wiederkehrenden Rockabilly-Versatzstücke. Irgendwie ist die Scheibe nicht Fisch und nicht Fleisch, sondern irgendwo dazwischen, aber wer sagt denn, dass man Hering nicht mit Blutwurst kombinieren darf? Es sind ein paar echt geile Stücke am Start ('Hold Your Hand', 'Outlaws'), leider auch ein paar durchschnittliche Nummern ('Lo and Behold'), aber keine echten Stinker. Spielerisch ist alles in trockenen Tüchern - und auch textlich kann man durchaus von einer gelungenen Leistung sprechen.
Mein Gesamturteil fällt daher folgendermaßen aus: 'Live Well, Change Often' ist eine Veröffentlichung, welche man sich weder als Vollblut-Punker noch als Mode-Alternativer unbedingt ins Regal stellen muss; das Teil hat aber genug Credibility, Bumms und einen gehörigen Gute-Laune-Faktor, dass es auch keinesfalls schadet, wenn man dies tut. Das Ding ist jedenfalls besser als 98% der Mainstream-Veröffentlichungen. Mindestens. Punkt.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklist:

01. Hold Your Hand
02. 7 Seas
03. Cherry Bomb
04. Hey Hey
05. Supernatural
06. Outlaws
07. Holy Roman Empire
08. Lo and Behold
09. 1,2,3,4
10. Mystery Of Om

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